Tierarztwissen
Tiervergiftung

Paracetamol ist vor allem für die Katze hochgefährlich: Es schädigt die roten Blutkörperchen – das Blut kann dann keinen Sauerstoff mehr transportieren (Methämoglobinämie) – sowie die Leberzellen. Bei der Katze können bereits etwa 10 mg Paracetamol je kg Körpergewicht tödlich sein.

Beim Hund ist eine Menge von 50 mg/kg bereits besorgniserregend – also eine handelsübliche 500 mg Tablette für einen 10 kg schweren Hund. Leberschäden sind laut Fachliteratur ab etwa 100 mg/kg zu erwarten.

Wichtig: Diese Zahlen sind Orientierungswerte, keine „sicheren" Grenzen. Jede versehentliche Aufnahme ist ein Notfall, der sofort in tierärztliche Hände gehört. Bitte rechnen Sie nie selbst nach, ob eine Menge „noch in Ordnung" sein könnte.

Bei Paracetamol – vor allem bei der Katze – treten häufig bläulich-bräunlich verfärbte Schleimhäute, schnelle oder angestrengte Atmung, Schwäche, Teilnahmslosigkeit, Speicheln, eine Schwellung von Gesicht oder Pfoten und eine niedrige Körpertemperatur auf. Auch eine Braunfärbung des Urins durch Ausscheidung von Blutfarbstoff kann vorkommen (Methämoglobinurie).