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Schokolade

Schokolade (insbesondere dunkle Sorten) führt beim Hund aufgrund des enthaltenen Theobromins schon in recht kleinen Mengen zu Vergiftungen.

Wie äußert sich eine Schokoladenvergiftung bei Hunden?

Das in Kakaoprodukten enthaltene Theobromin wird von Hunden nur schlecht verstoffwechselt und führt schon in relativ geringer Dosierung zu Vergiftungserscheinungen, z.B. zu:

  • Unruhe
  • schwankendem Gang, Schwäche
  • Krämpfen
  • Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
  • vermehrtes Harnabsetzen, Inkontinenz
  • schnelle Atmung, Atemnot
  • Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufzusammenbruch, begingt durch Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen

Erste Symptome können nach ca. 4 Stunden auftreten. In der Regel zeigen die Hunde zuerst Magen-Darm-Symptome wie Übelkeit oder Durchfall und entwickeln erst etwas später Kreislaufprobleme und neurologische Symptome, wenn sich das Theobromin im Blut angereichert hat.

Wie viel Schokolade verträgt ein Hund?

Am besten ist es natürlich, Ihr Tier bekommt überhaupt keine Schokolade. Vergiftungssymptome können bereits ab einer Aufnahme von 20 mg Theobromin pro kg Körpergewicht auftreten, lebensbedrohlich kann es schon bei 60 mg Theobromin pro kg werden und ab einer Dosis von 250 mg/kg besteht nur noch eine 50%ige Überlebenschance.

Besonders viel Theobromin ist in dunkler Schokolade, sprich Zartbitterschokolade, Blockschokolade bzw. Kochschokolade enthalten, während weiße Schokolade praktisch kein Theobromin enthält.

Eine 100-g-Tafel Milchschokolade kann bei einem 10 kg schweren Hund bereits erste Vergiftungserscheinungen auslösen, während dieselbe Menge dunkle Schokolade im schlechtesten Fall (z.B. bei herzkranken Hunden oder Epileptikern) sogar tödlich wäre.

Gerät derselbe 10-kg-Hund an edle Schokoladensorten mit sehr hohem Kakaogehalt (> 70 %), genügen sogar 10 g, damit er sich unwohl fühlt, ab 30 g wird es unter Umständen gefährlich und nach einer 100-g-Tafel liegt seine Überlebenschance nur noch bei etwas über 50 Prozent.

Wer es genau wissen möchte: In der Vetpharm Giftdatenbank der Universität Zürich sind folgende Theobromingehalte für gängige Kakaoprodukte angegeben:

  • Rohkakao 18-35 mg/g
  • Kakaopulver 14-26 mg/g
  • Milchschokolade 1.5-2 mg/g
  • dunkle Schokolade 5-8 mg/g
  • Kochschokolade 14-16 mg/g
  • 70%ige Schokolade 20 mg/g
  • 90%ige Schokolade 26 mg/g

Was kann ich tun, wenn mein Hund Schokolade gefressen hat?

Wenn Sie sicher wissen, dass Ihr Hund eine bedenkliche Menge Schokolade gefressen hat, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt zu einem Tierarzt auf!

Ist der Hund noch fit und die Schokolade noch nicht zu lange im Magen, kann ihm der Tierarzt ein Brechmittel verabreichen oder den Magen spülen und die Sache ist ausgestanden.

Können Sie den Hund aus irgendwelchen Gründen nicht innerhalb der nächsten Stunden zu einem Tierarzt bringen, können Sie versuchen, ihn mithilfe von Salzwasser zum Erbrechen zu bringen. Dafür geben Sie drei Teelöffel Salz auf eine Tasse lauwarmes Wasser und flößen es dem Hund ein. Doch Vorsicht:

  • wenn der Hund sich stark wehrt oder bereits Bewusstseinstrübung zeigt, lassen Sie es besser sein, damit nichts in die Lunge gerät.
  • versuchen Sie diese Prozedur nur einmal, denn falls der Hund nicht erbricht, könnte er durch größere Mengen Kochsalz zusätzliche Vergiftungssymptome entwickeln.
  • bringen Sie den Hund nur dann zum Erbrechen, wenn Sie sicher wissen, was er gefressen hat. Bei einer Schokoladenvergiftung ist diese Methode OK, bei stark reizenden Giften wie Putzmitteln oder giftigen Pflanzenteilen verätzt sich Ihr Hund dabei unter Umständen die Speiseröhre und die Maulschleimhaut. Deshalb überlassen Sie das Ganze beim geringsten Zweifel einem Tierarzt!

Bei einer starken Schokoladenvergiftung wird Ihr Hund vermutlich Symptome zeigen wie Krämpfe und Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma. Dann ist das Wichtigste, seine Atemwege freizuhalten, damit er nicht an Erbrochenem oder an seiner Zunge erstickt.

Bleiben Sie möglichst ruhig, halten Sie den Hund warm und bringen Sie ihn sofort zum nächstgelegenen Tierarzt, da akute Lebensgefahr besteht.

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