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Zecken

Zecken richtig entfernen

Holzbocok (Zecke) auf Blatt Gemeiner Holzbock. © iStockphoto.com/Rolf Aasa

Zecken

Muss man die Zecke links herum drehen oder rechts herum? Über die richtige Entfernung von Zecken kursieren zahlreiche Mythen. Glauben Sie ihnen nicht, denn manche Tricks sind tatsächlich gesundheitsgefährdend! Was Sie tun sollten, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze eine Zecke hat, und was besser nicht, lesen Sie hier.

Zecken entdecken

Zecken zu entdecken ist gerade bei dichtem Fell nicht leicht. Erwachsene Zecken, die sich schon voll gesogen haben, können Sie meistens ertasten, da sie bis zu einem Zentimeter groß werden können. Zeckenlarven und -nymphen sind jedoch mit bloßem Auge kaum zu sehen, schon gar nicht in langem und dunklem Fell. Unsere Tipps:

  • Suchen Sie besonders an dünn behaarten Körperstellen mit dünner Haut, wie Kopf (Schlappohren hoch klappen!), Achseln und Innenschenkeln. Hier halten sich Zecken gern auf.
  • Suchen Sie Ihren Hund bzw. Ihre Katze während der Zeckensaison am besten nach jedem Spaziergang, spätestens aber jeden Abend gründlich nach Zecken ab. 
  • Sie können anfangen, indem Sie mit den flachen Händen mit dem Strich über das Fell streicheln und auf verräterische "Gnubbel" achten. Danach sollten Sie das Fell scheiteln und gegen den Strich streichen, um sich die Haut genauer anzuschauen,— auch an Bauch und Beinen.
  • Haben Sie eine erwachsene Zecke entdeckt und entfernt, ist danach die Gabe eines Anti-Zeckenmittels sinnvoll, um auch versteckte Larven und Nymphen abzutöten.

Sobald Sie eine Zecke entdecken, sollten Sie sie auch entfernen. Bis eine Zecke Krankheitserreger überträgt, dauert es meist mehrere Stunden oder gar Tage. Ein zügiges Entfernen verhindert daher oft eine Ansteckung mit gefährlichen Erregern. 

 

Zecken schonend entfernen

Beim Entfernen einer Zecke sollten Sie darauf achten, ihr möglichst wenig Stress zuzufügen. Bei Stress sondern Zecken nämlich Körpersekrete ab, mit denen Krankheitserreger auf Ihr Tier übertragen werden können. Am schnellsten und stressfreiesten für alle Beteiligten geht das Entfernen folgendermaßen:

  • Benutzen Sie am besten eine Zeckenzange. Damit können Sie die Zecke sicher erfassen, ohne sie zu quetschen.
  • Erfassen Sie die Zecke damit möglichst nah an der Haut und ziehen Sie sie vorsichtig und gleichmäßig heraus. Es kann einige Sekunden dauern, bis sich die Zecke löst, da sie mit einer Kittschicht an der Haut fixiert ist. Nach dem vorsichtigen Aufbrechen dieser Schicht löst sie sich ganz leicht ab.
  • Töten Sie die Zecke ab, indem Sie sie in ein Glas mit hochprozentigem Alkohol geben oder einfrieren. So können Sie sie bei Bedarf noch einem Tierarzt zeigen. Er kann die Zeckenart bestimmen und die Zecke eventuell in ein Labor einsenden um zu schauen, welche Krankheitserreger sie in sich trägt.

 

Was Sie nicht tun sollten

Zeckenbisse —(Experten sprechen von Zeckenstichen) heilen normalerweise problemlos und sind für das Tier nur gefährlich, wenn Krankheitserreger übertragen werden oder wenn so viele Parasiten Blut saugen, dass eine Blutarmut entsteht (was bei Haustieren eigentlich so nicht vorkommt). 

Problematisch wird es manchmal, wenn Teile der Zecke im Tier stecken bleiben. Oder eben wenn die Zecke beim Entfernen Speichel absondert und so das Tier mit gefährlichen Erregern ansteckt. Achten Sie deshalb darauf die Zecke:

  • nicht mit den Fingern zu entfernen, da sie dabei gequetscht wird und Krankheitserreger in die Stichstelle gedrückt werden können.
  • nicht ruckartig zu entfernen, da Teile der Zecke dann im Tier stecken bleiben könnten.
  • nicht mit Öl, Klebstoff, Alkohol oder Ähnlichem zu traktieren. Zwar lässt die Zecke dann los, vorher sondert sie aber in Todesangst jede Menge möglicherweise ansteckender Sekrete in Ihr Tier ab.
  • nicht zu drehen, weder nach links noch nach rechts. Denn Zecken haben kein Gewinde an ihrem Stichwerkzeug und durch das Drehen können eher Teile der Zecke im Tier stecken bleiben.

Nach dem Entfernen

Sind alle gesichteten Zecken glücklich entfernt, sollten Sie zur Sicherheit ein Zeckenschutz-Präparat anwenden. So gehen Sie sicher, dass auch übersehene Zecken, Larven und Nymphen abgetötet werden.

Ist um die Stichstelle herum eine Rötung zu sehen, gehen Sie am besten sicherheisthalber zum Tierarzt. Die sogenannte Wanderröte kann auf eine Borrelien-Infektion hindeuten, welche umgehend mit einem Antibiotikum behandelt werden sollte. Allerdings kann eine Borreliose auch auftreten, ohne dass vorher eine Wanderröte zu sehen war, diese tritt nur bei etwa der Hälfte aller Infektionen auf.

Zeigt Ihr Tier nach einem Zeckenstich Krankheitsanzeichen wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Mattigkeit, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Es könnte Eine von Zecken übertragene Krankheit wie Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose dahinter stecken.

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