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Zeckenschutz für Hund und Katze: Worauf Sie achten sollten

Golden Retriever in Blumenwiese © iStockphoto.com/PK-Photos

Zecken

Zecken sind in Deutschland inzwischen von Februar bis Oktober aktiv und nicht wenige von ihnen sind mit Krankheitserregern infiziert. Ein wirksamer Zeckenschutz muss also her, doch das Angebot an Zeckenmitteln ist gelinde gesagt unübersichtlich. Sie haben wie so oft die Qual der Wahl ...

Anti-Zecken-Mittel: Wie gut sind sie wirklich?

Im Fachhandel und in Apotheken werden Ihnen Zeckenschutzpräparate in Hülle und Fülle angeboten. Alle laut Hersteller hoch wirksam und gut verträglich — was Stiftung Warentest in einem Test mit mehr als 400 Hunden leider nicht bestätigen konnte.

Testsieger waren im test 2003 die beim Tierarzt erhältlichen Präparate Exspot und Frontline. Insgesamt lautete das Urteil der Tester: Was wirklich wirkt, enthält "Chemie". Die wenigen getesteten natürlichen Mittel wirkten laut Stiftung Warentest entweder nicht zufriedenstellend oder fielen durch einen starken Geruch auf, der sogar die Tierbesitzer störte. 

 

Physikalische Vertreibungsmittel wie Skalarwellen, Ultraschall und Bioenergie zum Schutz vor Zecken fielen im Test durch. Die Stiftung-Warentest-Experten bezeichneten die Werbeversprechen der Hersteller schlicht als "Hokuspokus Fidibus".

Neuere Zeckenmittel, die Sie beim Tierarzt erhalten, wie z.B. Bravecto (MSD Tiergesundheit), Scalibor Protectorband (MSD Tiergesundheit), Preventic Spot on (Virbac) oder Advantix Spot on (Bayer Animal Health), wurden bisher noch nicht von Stiftung Warentest überprüft. Die Hersteller müssen jedoch für diese apothekenpflichtigen Mittel wissenschaftliche Wirksamkeits- und Verträglichkeitsstudien nachweisen.

Apothekenpflichtige Arzneimittel erhalten Sie in Dr. Hölters Onlineshop aus arzneimittelrechtlichen Gründen nicht. Sie bekommen diese Präparate bei Ihrem Haustierarzt oder in Ihrer Apotheke.

Ökotest hat 2010 über 80 Flohmittel für Hunde und Katzen getestet — darunter auch viele gegen Zecken wirksame. Die Testergebnisse können Sie für kleines Geld bei Ökotest herunterladen.

Wenn Sie sich genauer über die Anwendung und mögliche Nebenwirkungen der Wirkstoffe bei Tier und Mensch informieren möchten, können Sie dies auf der Seite www.tierarzneimittel.ch tun, indem Sie einfach den Markennamen des Präparats in die Suchmaske eingeben. Hier haben Pharmakologen und Toxikologen der Vetsuisse Fakultät Zürich ein umfangreiches und ständig aktualisiertes Tierarzneimittel-Kompendium zusammengetragen.

Zeckenmittel für Katzen

Für Katzen ist die Auswahl an Zeckenschutzpräparaten deutlich kleiner als für Hunde. Sie reagieren beispielsweise sehr empfindlich auf die in vielen Mitteln enthaltenen Permethrine. Fipronyl-haltige Zeckenmittel wie z.B. Frontline gibt es aber auch für Katzen.

Zeckenschutz richtig anwenden

Bei den Mitteln gegen Zecken haben Sie im Großen und Ganzen die Wahl zwischen Spot on und Halsband. Die Halsbänder müssen ständig getragen werden und Sie selbst sollten allzu intensiven Kontakt damit vermeiden. In manchen Halsbändern enthaltene Stoffe können sonst beispielsweise Übelkeit oder Ähnliches hervorrufen. Außerdem sollten Sie bedenken, dass sich Hunde mit dem Halsband im Gebüsch verfangen können, weshalb etwa Jagdhunde kein Zeckenhalsband tragen sollten.

Spot-on-Präparate dürfen nur an Stellen aufgetragen werden, die das Tier nicht ablecken kann, in der Regel im Nacken oder zwischen den Schulterblättern. Wenn Sie mehrere Tiere haben, dürfen sich frisch behandelte Katzen und Hunde auch nicht gegenseitig ablecken. Vorsicht ist geboten, wenn Sie Ihren Hund mit Permethrin-haltigen Zeckenschutzmitteln behandeln und eine Katze haben. Wenn die Tiere engen Kontakt miteinander haben, sollten Sie lieber auf einen anderen Anti-Zecken-Wirkstoff umsteigen. 

Beim Auftragen der Spot ons sollten Sie darauf achten, den Wirkstoff direkt auf die Haut Ihres Tieres aufzutragen, also langes und dichtes Fell gut zu scheiteln. Kontakt mit Ihren Händen sollten Sie vermeiden. Am besten tragen Sie das Mittel abends auf, denn frisch behandelte Tiere sollten Sie nicht knuddeln und streicheln. Das Bett ist für ein gerade behandeltes Tier natürlich ebenfalls tabu.

Grundsätzlich empfehlen die Hersteller die Anwendung nur bei gesunden Tieren. Falls Ihr Tier chronisch krank ist, sollten Sie Ihren Tierarzt fragen, ob Sie ein Zeckenschutzmittel anwenden können. Bei Hautkrankheiten oder Hautverletzungen sollten Sie auf ein Spot on verzichten. Manche Präparate eignen sich zur Anwendung bei trächtigen und säugenden Hündinnen bzw. Kätzinnen — klären Sie aber bitte vor der Anwendung mit Ihrem Tierarzt, welches Mittel geeignet ist.

Da Spot ons auf der Haut wirken sollen, ist ein Shamponieren zumindest in den ersten Tagen nach der Anwendung nicht sinnvoll. Auch Baden in Gewässern sollte Ihr Hund nicht dürfen, zumal einige Wirkstoffe auch wasserlebende Organismen schädigen können. 

 

Braucht mein Tier ein Zeckenschutzpräparat?

Diese Frage wägen Sie ebenfalls am besten gemeinsam mit Ihrem Tierarzt ab. Er oder Sie kennen die "Zeckendichte" vor Ort und wissen, wie hoch das Ansteckungsrisiko für bestimmte Krankheiten in Ihrer Umgebung ist. Wie bei uns Menschen auch, gibt es bei Hunden und Katzen "Zeckentypen", die nur einmal an einem Busch vorbei laufen müssen und sich schon eine Zecke aufgelesen haben. Andere Tiere scheinen Zecken nicht zu schmecken und bleiben weitgehend verschont. Bei letzteren kann, wenn sie nicht gerade in einem Risikogebiet leben und täglich ausgiebig durch Wald und Wiesen streifen, eventuell auf einen Zeckenschutz verzichtet oder ein natürlicher Zeckenschutz (zu dem es in der Regel keine wissenschaftliche Bewertung der Wirksamkeit gibt) probiert werden. 

Gut abwägen sollten Sie die Anwendung chemischer Mittel (bzw. sich unter www.tierarzneimittel.ch über mögliche Nebenwirkungen bei Menschen informieren) auch, wenn Sie z.B. Kleinkinder haben, die das Knuddel- und Schmuseverbot noch nicht verstehen.

Vor Urlaubsreisen sollten Sie Ihr Tier mit einem Zeckenschutzpräparat versorgen und sich informieren, welche "Reisekrankheiten" im Urlaubsgebiet auftreten können. Eine Verbreitungsübersicht der in Europa vorkommenden durch Vektoren (Zecken, Flöhe, Mücken etc.) übertragenen Krankheiten finden Sie z.B. auf der Canine Vector-Borne Diseases Seite der Bayer Animal Health GmbH.

Auf der Internetseite des European Scientific Counsil Companion Animal Parasites (ESCCAP) finden Sie unabhängige und verständliche Experteninformationen zu allen wichtigen Parasiten von Hund und Katze, inklusive Zecken. 

 

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