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Angst bei Hunden

Wie Sie Ihrem ängstlichen Hund helfen können, sich zu entspannen

ängstlicher Hund in geduckter Haltung Geduckte Haltung, sorgenvoller Blick, Ohren auf Halbacht: Dieser Hund zeigt Angst.

Angst bei Hunden

Je mehr Sie darüber wissen, was Ihrem ängstlichen Hund zu schaffen macht und je früher Sie seine Angstsignale erkennen, desto besser können Sie ihm helfen.

In diesem Beitrag lesen Sie:

 

Anzeichen für Angst bei Hunden

Hunde drücken Angst über ihre Körpersprache und über ihr Verhalten aus. Jeder kennt die klassische eingezogene Rute oder den Angstbeißer. Doch es gibt wesentlich subtilere Anzeichen für Angst, Nervosität und Unsicherheit bei Hunden. Sie zu kennen, kann Ihnen helfen, frühzeitig auf ihren gestressten Hund zu reagieren, damit es gar nicht erst zu extremen Reaktionen Ihres Vierbeiners kommen muss.Es gibt sehr viele verschiedene Angstsymptome bei Hunden. Jeder Hund hat seine eigene, individuelle Ausdrucksweise, die sich mit der Zeit verändern kann. Es lohnt sich deshalb, genau hinzuschauen, um ein Gefühl für die Gemütslage Ihres Hundes zu bekommen.Häufige Zeichen für Angst, Stress und Nervosität bei Hunden sind beispielsweise:

Körpersprache ängstlicher Hunde:

  • gesenkte oder eingezogene Rute
  • geduckte Körperhaltung (Hund macht sich klein)
  • angelegte, nach hinten gezogenen Ohren
  • langgezogene Maulspalte
  • angelegtes Fell
  • Blickkontakt wird gemieden

Verhalten ängstlicher Hunde:

  • Zittern
  • Hecheln
  • Gähnen
  • Jaulen oder Bellen
  • Nase oder Schnauze lecken
  • sich Verstecken
  • Aggression (defensiv)
  • Dinge zerstören
  • ausgiebiges Lecken des Fells (bis hin zu offenen Wunden)

mögliche Körperreaktionen bei Angst:

  • große Pupillen
  • Durchfall
  • Speichelfluss
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Inkontinenz

Wenn Ihr Hund häufige oder heftige Angstsymptome zeigt, sollten Sie ihn einem Tierarzt vorstellen, denn:

Bei etwa einem Drittel aller Hunde hat Ängstlichkeit medizinische Ursachen!

Zu den häufigsten medizinischen Ursachen für Ängstlichkeit bei Hunden zählen:

  • chronische Schmerzen
  • eingeschränkte Sehfähigkeit und/oder Hörfähigkeit

Da viele Hunde sehr gut darin sind, Schmerzen oder Einschränkungen bis hin zur Blindheit zu verstecken, werden diese oft lange übersehen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Hündin wurde immer ängstlicher, wenn sich ihr jemand näherte, bis sie schließlich nach jeder Hand schnappte. Durch genaues Beobachten zeigte sich, dass sie vor allem auf Annäherung von rechts so reagierte. Eine gründliche Untersuchung beim Spezialisten zeigte die Ursache der Probleme: Durch einen erhöhten Augeninnendruck (grüner Star) war sie auf dem rechten Auge erblindet und litt unter starken Schmerzen. Nach Behandlung der Augenkrankheit verschwand mit etwas Training auch das Verhaltensproblem, obwohl die Blindheit leider blieb.

Auch viele andere Erkrankungen, die zu Unwohlsein führen, haben einen negativen Einfluss auf das Nervenkostüm. Nicht zuletzt können hormonelle Erkrankungen (z.B. Cushing) oder demenzähnliche Veränderungen der Hirnfunktion bei alten  Hunden Nervosität und Ängstlichkeit hervorrufen. 

Häufige Ängste bei Hunden

Was bei Hunden Angst und Stress auslöst, ist für uns Menschen nicht immer leicht nachzuvollziehen. Zumal wir manches, was unsere Vierbeiner nervös macht, nicht einmal wahrnehmen können. Ob sich jedoch aus einem kurzen Erschrecken richtige Panik oder chronischer Stress entwickelt, hängt mit davon ab wie gut wir es schaffen, die Bedürfnisse unseres Hundes wahrzunehmen und auf sie einzugehen.

  • Geräuschangst (v.a. plötzliche, laute, aber auch dauerhaft hohe Geräuschpegel oder z.B. hohe Töne, die wir nicht wahrnehmen)
  • Trennungsangst (bei Trennung von Familienmitgliedern, auch anderen Haustieren)
  • Angst vor Menschen (fremden Personen, bestimmten Mitgliedern des Haushalts oder z.B. dem Tierarzt)
  • Angst vor anderen Hunden (fremden oder Mitgliedern der eigenen Meute)
  • Angst bei Veränderungen der häuslichen Umgebung (Umzug, veränderte Routinen oder neue Familienmitglieder, etwa die Ankunft eines Babys)
  • Angst vor unbekannten Dingen, Lebewesen und Situationen (z.B. vor Karussells, Musik und Menschenmengen auf dem Jahrmarkt oder vor dem Minischwein des Nachbarn)

Versuchen Sie, die Auslöser für die Angst Ihres Hundes möglichst genau ausfindig zu machen. Manche von ihnen sind vermeidbar, andere nicht. Einige können Sie sich vielleicht erklären, wenn Sie etwas über die Erfahrungen wissen, die Ihr Hund als Welpe gemacht hat. Bei anderen werden wir nie erfahren, weshalb Ihr Hund gerade diese Angst entwickelt hat. Die Angstauslöser Ihres Hundes können Sie vielleicht nicht kontrollieren, seinen Stresslevel jedoch schon eher. Und wer weniger Stress hat, ist meist auch weniger ängstlich.

Wie entsteht Angst bei Hunden? Ist Angst gleich Stress?

Stress und Angst sind nicht dasselbe, stehen jedoch in engem Zusammenhang miteinander. Je mehr Ihr Hund unter Stress steht, desto eher wird er starke, unbekannte oder verwirrende Reize als gefährlich einstufen und echte Angst entwickeln.

Stellen Sie sich vor, Ihr Hund erschreckt sich vor einem lauten Knall. Als Reaktion darauf schütten seine Nebennieren Adrenalin und Noradrenalin aus, welche den Körper innerhalb kürzester Zeit in Flucht- oder Kampfbereitschaft versetzen. Wir alle kennen diese automatisch ablaufende Stressreaktion aus eigener Erfahrung: Der Blutdruck steigt, der Puls auch. Blut wird in die Muskeln gepumpt, um sie in Flucht- oder Kampfbereitschaft zu versetzen, während Verdauungsorganen und höheren Hirnregionen weniger Blut zur Verfügung steht. Verdauung und Nachdenken haben schließlich keine Priorität, wenn das Leben auf dem Spiel stehen könnte. Deshalb sind Hunde (und Menschen), die unter Stress stehen, nur eingeschränkt fähig zu lernen.

Idealerweise kehrt der Körper in den Ruhemodus zurück, sobald der Stressreiz verschwindet oder der Hund feststellt, dass doch kein Grund zur Sorge besteht, zum Beispiel weil Herrchen und Frauchen sich ganz gelassen verhalten. Vielleicht aber erschreckt sich auch ein Baby im Kinderwagen vor dem Knall, fängt an zu schreien und rund um den Hund bricht Hektik aus, verbunden mit unangenehmem Gezerre am Halsband, weil man gerade anderes zu tun hat, als die eingeklemmte Rute zu bemerken ... Bei manchen Hunden entwickelt sich aus diesem Zusammenspiel negativ erlebter Reize eine Geräuschangst. 

Ob aus einem kurzen Schreck Angst wird, hängt zusammen mit:

  • den bisher gemachten Erfahrungen: Hab ich das schon mal erlebt? War es etwas Gutes oder etwas Schlechtes? Hat sich Unbekanntes schon häufiger als gefährlich herausgestellt? Gibt es jemanden, bei dem ich mich sicher fühle?
  • vererbten Persönlichkeitsmerkmalen. Auch bei Hunden gibt es vorsichtige Typen, die mehr Reize wahrnehmen und solche, die sich ohne Zögern in jedes Abenteuer stürzen (auch wenn das vielleicht mal schief geht). Vorsicht ist noch keine Angst, kann aber zu Angst führen, weil diese sensiblen Hunde eine niedrigere Reizschwelle haben als die Draufgänger und damit schneller gestresst sind.
  • der momentanen Verfassung (entspannt oder angespannt, fit und ausgeruht oder erschöpft und überfordert …).

Erlebt Ihr Hund immer wieder Stressreize oder Angstsituationen, denen er sich nicht entziehen kann, entwickelt er chronischen Stress. In seinem Blut findet sich dann eine erhöhte Konzentration des Stresshormons Cortisol. Hunde mit viel Cortisol im Blut sind leichter erregbar. Schon kleine Reize können bei ihnen eine akute Stressreaktion mit Adrenalinausschüttung verursachen. Ein Teufelskreis aus Cortisol - Adrenalin - mehr Cortisol - noch mehr Adrenalin … entsteht.

Deshalb ist es so wichtig, dass ein schreckhafter, unsicherer Hund von seinem Stresslevel runterkommen und sich entspannen kann.

Hier sind Sie als Besitzer gefragt.

Minimieren Sie Stress im Leben Ihres Hundes

Bewährte Methoden zum Stressabbau und zur Stressvermeidung bei Hunden sind z.B.:

  • Gönnen Sie ihm viel Bewegung, denn sie gibt dem Körper Gelegenheit, die Stresshormone schneller abzubauen. Passen Sie die Art der Bewegung jedoch dem gewünschten Erregungsniveau an. Gehen Sie mit einem Stöckchen-Junkie also lieber eine lange Hunderunde, als dass Sie ihn bei seinem Lieblingsspiel aufdrehen lassen.
  • Bieten Sie ihm täglich Gelegenheit, sein arttypisches Hundeverhalten auszuleben. Schnüffeln, rennen, jagen, apportieren, hüten usw. (je nach Rasse) sind für Hunde kein Luxus, sondern Grundbedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Sie nicht ausleben zu dürfen, ist auch Stress.
  • Ermöglichen Sie viele störungsfreie Ruhephasen. Alle Familienmitglieder sollten respektieren, dass ein entspannt dösender Hund nicht gestört werden darf. Sein Ruheplatz sollte an einem geschützten Ort sein.
  • Nutzen Sie bei der Hundeerziehung ausschließlich positive Verstärker. Belohnen Sie also erwünschtes Verhalten, anstatt unerwünschtes mit Schimpfen, an der Leine reißen oder gar Schlagen zu bestrafen.
  • Achten Sie darauf, Ihrem Hund so viel Aufmerksamkeit und Kuscheleinheiten zukommen zu lassen, wie für ihn angenehm sind. Für manche ist ausgiebiges Streicheln eine Wonne, während es für unsichere und sensible Hunde schnell zu viel werden kann. Festhalten und Zwangskuscheln sind tabu.
  • Vermeiden Sie Langeweile, denn auch Langeweile kann Stress darstellen. Ihr Hund fühlt sich am wohlsten, wenn er weder über- noch unterfordert ist und er das für sich optimale Erregungsniveau hat. Auch ängstliche Hunde brauchen anregende Erfahrungen.


Wie Sie Ihren ängstlichen Hund beruhigen können

Hunde mit einem geringen Stresslevel reagieren sicherer auf ihre Umgebung und bleiben eher ansprechbar, haben also bessere Chancen, ihre Angst zu überwinden. Bei bestimmten Angstauslösern können Sie auch gute Vorsorgemaßnahmen treffen. Hier einige Tipps, die sich unserer Erfahrung nach bewährt haben:

  • Sucht Ihr Hund in der Angstsituation Ihre Nähe, ist langsames, massierendes Streicheln hilfreich, während Festhalten und hektische Bewegungen ihn eher aufregen. Wenn Sie sich näher mit Massagetechniken befassen mächten: Besonders bewährt hat sich die TTouch(R)-Massage nach Linda Tellington-Jones.
  • Unterstützen Sie Ihren Hund mit “Nervennahrung”. Welche Ergänzungsfutter und Alleinfutter für gestresste Hunde sich in unserer Praxis besonders bewährt haben, lesen Sie im nächsten Abschnitt.
  • Besorgen Sie sich Adaptil als Verdampfer und/oder Halsband. Die im Adaptil enthaltenen beruhigenden Duftstoffe (Pheromone) können sowohl bei Trennungs- und Geräuschangst (als Verdampfer für die Wohnung) als auch bei Ängsten, die auf der Hunderunde entstehen (als Halsband), zu mehr Gelassenheit beitragen.
  • Ruhige Musik kann bei Geräuschangst helfen, z.B. leichtes Donnergrollen zu übertönen. Inzwischen gibt es sogar Ohrstöpsel oder Kopfhörer für Hunde. Das Tragen muss aber vorher trainiert werden, damit sich der Hund daran gewöhnen kann und ruhig bleibt.
  • Wenn Sie mit Ihrem Hund vorab trainiert haben, eine Hundebox als geschützten Rückzugsraum zu nutzen, kann er diese in der Angstsituation nutzen (ohne eingesperrt zu werden).
  • Leichter Trennungsangst können Sie ebenfalls mit sanfter Musik begegnen. Außerdem sollten Sie ein Kleidungsstück, das nach Ihnen riecht, bei Ihrem Hund lassen und ihn z.B. mit einem Futterspielball ablenken.
  • Lavendelöl scheint auch bei Hunden beruhigend zu wirken. Doch bedenken Sie bei der Anwendung bitte die empfindliche Nase Ihres Vierbeiners, damit es nicht zu viel wird. Ein leichter Lavendelduft in einem Raum (dem der Hund auch ausweichen kann, wenn er möchte) scheint uns sinnvoller, als das Öl direkt auf den Hund aufzutragen.
  • Das ursprünglich für Hunde mit Gewitterangst entwickelte Thundershirt lässt sich in verschiedenen Angstsituationen einsetzen. Es übt einen gleichmäßigen sanften Druck auf den Rumpf des Hundes aus, der beruhigend wirken soll. Eltern kennen das Prinzip vom Pucken ihres Säuglings. Das Tragen des Thundershirts oder des auf dem selben Prinzip basierenden Tellington-Körperbands(R) sollte vorher in ruhigen Situationen trainiert werden.
  • Fragen Sie evtl. einen ganzheitlich arbeitenden Tierarzt nach individuell an Ihren ängstlichen Hund und sein Problem angepassten homöopathischen Mitteln, Kräutern (Phytotherapie) oder Bachblüten.

Nervennahrung für Hunde

Inzwischen gibt es verschiedene Ergänzungsfutter und auch Alleinfutter für stressanfällige Hunde. Sie bereichern die tägliche Portion Hundefutter um bestimmte Nährstoffe, die ein stabiles Nervenkostüm fördern können, z.B.:

  • B-Vitamine: Sie übernehmen wichtige Aufgaben im Energiestoffwechsel (das Nervensystem benötigt besonders viel Energie), sind beteiligt an der Reizweiterleitung der Nerven und am Stoffwechsel wichtiger Botenstoffe im Gehirn (u.a. Serotonin).
  • L-Tryptophan: ist eine Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie dient als Baustoff für das als Wohlfühlhormon bekannte Serotonin. Serotonin fördert im Hirnstoffwechsel ein stabiles Sicherheitsgefühl.
  • L-Theanin: Diese Aminosäure kommt z.B. in Teeblättern vor und zeigte in verschiedenen Untersuchungen beruhigende Effekte.
  • GABA: Die Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA, ist der wichtigste hemmende Botenstoff im zentralen Nervensystem und deshalb zum Beispiel wichtig für einen erholsamen Schlaf.
  • alpha-Casozepin (Zylkene): Ist ein Milchprotein, das im Darm von Neugeborenen gebildet wird, wenn sie gesäugt werden. Es ist mit verantwortlich für die beruhigende Wirkung des Säugens (neben den beruhigenden Pheromonen der Hündin).
  • Pro- und Präbiotika: Viele gestresste Hunde leiden unter Verdauungsstörungen wie Durchfall. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem einen großen Einfluss der Darmgesundheit auf die Stimmungslage bei Tier und Mensch über die neu entdeckte “Darm-Hirn-Achse”. Deshalb ist die Unterstützung der Darmgesundheit mit Prä- und Probiotika bei gestressten Hunden sinnvoll. Mehr dazu in unserem Beitrag “Darmflora beim Hund aufbauen: Wann und wie?”.
  • Antioxidanzien und Omega-3-Fettsäuren: Gestresste und verhaltensauffällige Hunde zeigten in verschiedenen Studien erhöhten oxidativen Stress. Die Folgen von oxidativem Stress sind zum Beispiel Ermüdungserscheinungen, Entzündungen und schwache Abwehrkräfte. Eine vermehrte Zufuhr von Antioxidanzien kann dazu beitragen, oxidativen Stress zu mindern. Auch Omega-3-Fettsäuren wirken antioxidativ, scheinen darüber hinaus aber auch weitere angstmindernde Effekte zu haben, die noch nicht näher erforscht sind. Mehr zu oxidativem Stress finden Sie auch in unserem Beitrag "Chronische Entzündungen bei Hunden und Katzen".

Alleinfutter für gestresste Hunde haben den Vorteil, dass man einfach nur täglich Trockenfutter geben muss, sonst nichts. Außerdem sind sie besonders Magen-Darm-schonend, da gestresste Hunde zu Verdauungsstörungen leiden. Nachteile der Anti-Stress-Alleinfutter sind, dass man die Ernährung nicht an bestimmte Erkrankungen oder andere Ernährungsbedürfnisse anpassen kann. Beispielsweise eignen sie sich nicht für Hunde im Wachstum, viele Allergiker oder ältere Hunde mit Herzproblemen, Nierenerkrankungen oder ähnlichem.  

Ergänzungsfutter für gestresste Hunde können mit dem gewohnten Futter kombiniert werden, auch wenn Sie selbst kochen oder BARFen. Es ist also keine komplette Futterumstellung nötig und besondere Ernährungsbedürfnisse Ihres Hundes können berücksichtigt werden, beispielsweise Allergien. Als Nachteil empfinden manche Hundehalter, dass man daran denken muss, sie regelmäßig zu geben.

Dr. Hölters Ergänzungsfutter für ängstliche, gestresste Hunde

In unserer Tierarztpraxis setzen wir bei ängstlichen, gestressten Hunden gerne unser Dr. Hölter CalmDoc ein. Es enthält B-Vitamine, L-Tryptophan, L-Theanin und GABA. Wir empfehlen, zwei Tage vor einem erwarteten Stressereignis mit der Gabe von CalmDoc zu beginnen, aber auch eine “Last-Minute-Gabe” etwa zwei Stunden vorher reichte bei manchen Patienten aus (je nach Stresslevel und Problem). Dr. Hölter CalmDoc kann falls nötig problemlos mit Zylkene kombiniert werden.Sind im Hundefutter nur wenig Omega-3-Fettsäuren enthalten, kann man diese mit Fischöl (z.B: Skaga Omega-3) ergänzen.

Bei stressbedingtem Durchfall oder einem überempfindlichen Verdauungssystem empfehlen wir zusätzlich unser Dr. Hölter DiarDoc Pro zur Darmsanierung.

 

Angstverhalten therapieren

Die bisher genannten Maßnahmen können Ihrem Hund helfen, insgesamt gelassener zu bleiben und leichte Ängste zu überwinden. Doch was ist, wenn diese Selbsthilfe nicht ausreicht?

Viele Hundebesitzer wenden sich dann an einen Hundetrainer. Diesen sollten Sie jedoch mit Bedacht auswählen. Nicht jeder Hundetrainer hat die Erfahrung und die Möglichkeit, individuell auf Ihren ängstlichen Hund einzugehen. Die Ausbildung zum Hundetrainer ist nicht standardisiert, es gibt keine staatlich anerkannten Mindestqualifikationen und dementsprechend ist es schwierig, die Qualifikation eines Trainers zu beurteilen.

Achtung: Auch die Bezeichnung “Tierverhaltenstherapeut” ist gesetzlich nicht geschützt. Jeder kann sich selbst zu einem solchen ernennen.

Wir empfehlen Besitzern ängstlicher Hunde, sich nach Möglichkeit einen auf Verhaltensmedizin spezialisierten Tierarzt zu suchen. Das hat mehrere Vorteile:

  • Tierverhaltensmediziner haben sich nach ihrem Tiermedizin-Studium einer dreijährigen Weiterbildung unterzogen und sind verpflichtet, sich jedes Jahr weiter fortzubilden. So können Sie sicher sein, dass Ihr Hund in fachkundigen Händen ist.
  • Auf Verhaltensmedizin spezialisierte Tierärzte werden Ihren Hund vor Beginn einer Therapie medizinisch untersuchen und organische Ursachen für die Ängstlichkeit ausschließen.
  • Eine tierärztliche Verhaltenstherapie nutzt wissenschaftlich gesicherte, schonende Methoden, um Ihrem Hund alternative Verhaltensweisen zu eröffnen. Für jeden Patienten wird ein individueller Therapieplan entwickelt und mit Ihnen abgestimmt.
  • Gerade zu Beginn einer Therapie sind manche Hunde reine Nervenbündel und gar nicht fähig, ein neues Verhalten zu lernen. Sie brauchen anfangs Unterstützung durch Ergänzungsfutter oder durch angstlösende Medikamente, um ihm das Lernen zu erleichtern. Ein Tierarzt kann beurteilen, wann Medikamente nötig sind und diese verschreiben.

Einen auf Verhaltensmedizin spezialisierten Tierarzt in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel mithilfe der Tierarztsuche der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT).

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