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Diabetes mellitus

Wie wirken Spezialfutter für zuckerkranke Hunde und Katzen?

Mops vor vollem Napf © Willee Cole - Fotolia.com

Diabetes mellitus

Hochwertige Diabetes-Diäten sind genau auf den besonderen Stoffwechsel zuckerkranker Hunde und Katzen zugeschnitten. Anders als zuckerkranke Menschen, die sich täglich mit "Broteinheiten" und "Glyx-Index" auseinandersetzen müssen, können Sie als Halter eines zuckerkranken Tieres auf fertige Spezialfutter zurückgreifen —— eine enorme Erleichterung!

Welches Ziel hat die Fütterung von Diabetes-Diäten?

Ein Diabetes führt dazu, dass der Energiestoffwechsel Ihres Tieres aus dem Gleichgewicht gerät. Die Kunst beim Füttern von Diabetikern besteht darin, dem Hund oder der Katze genügend Energie zuzuführen, ohne dass der Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt.

Diabetes-Diäten sollen also vor allem zwei Ziele erfüllen:

  1. Starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel vermeiden helfen. Dadurch kann normalerweise auch die Insulindosis gesenkt werden.
  2. Dazu beitragen, das Idealgewicht zu halten oder zu erreichen.

Wie wirken Diätfutter für Diabetiker?

Allein die Tatsache, dass bei Spezialfuttern für Diabetiker eine gleichbleibende Zusammensetzung garantiert ist, macht die tägliche Insulindosierung für Ihr Tier deutlich einfacher. Deshalb empfehlen Tierärzte bei Diabetes in der Regel, ein fertiges Diabetes-Spezialfutter zu geben statt das Futter selbst zuzubereiten, um das Risiko gefährlicher Blutzuckerschwankungen zu senken.

Normalerweise werden Kohlenhydrate aus der Nahrung im Darm verdaut und in Form von Glukose (Traubenzucker) ins Blut aufgenommen. Mithilfe von Insulin gelangt die Glukose in die Zellen und dient dort als lebenswichtiger Brennstoff. Bei Diabetes funktioniert die Glukose-Aufnahme in die Zellen nicht mehr richtig, sodass sie sich im Blut ansammelt: der Blutzuckerspiegel steigt in ungesunde Höhen und die Körperzellen leiden trotzdem unter Energiemangel. Als Folge stellt sich der Stoffwechsel um und versucht den Energiebedarf der Zellen mit den "alternativen Energiequellen" Fett und Eiweiß zu decken, was auf die Dauer zu schweren Folgeschäden wie Muskelabbau oder einer lebensbedrohlichen "Ketoazidose" führen kann.

Die Zusammensetzung eines Spezialfutters für Diabetiker berücksichtigt diese besondere Stoffwechselsituation und trägt dazu bei, den Energiestoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Besonders der Eiweißgehalt der Diabetes-Diäten und die Zusammensetzung der Kohlenhydrate müssen fein auf die Bedürfnisse zuckerkranker Hunde und Katzen abgestimmt sein. Sie sollten folgende Kriterien erfüllen:

Viele hochwertige Proteine

Ein hoher Eiweißgehalt (Proteingehalt) im Diabetes-Futter bewirkt, dass bei gleicher Futtermenge weniger Energie aufgenommen wird. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an. Außerdem sorgt viel hochwertiges Eiweiß im Futter dafür, dass die Muskelmasse der Tiere erhalten bleibt. Diabetiker neigen dazu Muskeln abzubauen, da sie das Muskeleiweiß zur Energiegewinnung nutzen. Besonders wenn übergewichtige zuckerkranke Hunden und Katzen abspecken müssen, um einer Insulinresistenz entgegenzuwirken, ist der hohe Eiweißgehalt wichtig. Häufig ist Diabetes-Diäten auch die Aminosäure L-Carnitin zugesetzt, die den Erhalt der Muskelmasse beim Abnehmen ebenfalls unterstützt.

Eiweiße machen ein Futter außerdem schmackhaft und sorgen für ein gutes Sättigungsgefühl, auch wenn das Futter an sich einen niedrigen Kaloriengehalt hat. Wenn der Organismus ausreichend mit essenziellen Aminosäuren (Eiweißbausteinen, die er selbst nicht herstellen kann) versorgt ist, wird das Signal "Ich bin satt" gesendet. Ein leckeres Diabetikerfutter gibt Ihnen auch mehr Sicherheit bei der Insulindosierung, da Sie nicht befürchten müssen, dass Ihr Hund oder Ihre Katze zu wenig davon fressen.

Wenig leicht verdauliche Kohlenhydrate

Leicht verdauliche Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen. Deshalb sollte ein Spezialfutter für Diabetiker keine Einfachzucker wie Glukose (Traubenzucker) oder Saccharose (Haushaltszucker) enthalten.

Auch der Stärkegehalt sollte nicht zu hoch sein, um das Risiko einer "Überzuckerung" (Hyperglykämie) zu reduzieren.

Moderater Energiegehalt und diätetische Fasern

Diätetische Fasern können als Ballaststoffe oder Präbiotika dienen. Sie regulieren auf natürliche Weise den Blutzuckerspiegel, indem sie ebenfalls einem schnellen Blutzuckeranstieg entgegenwirken. Je mehr Stärke im Futter enthalten ist, desto höher sollte zum Ausgleich der Fasergehalt sein.

Auch Flohsamen (Psyllium) oder Cerealien wie Gerste werden gern eingesetzt, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.

Ein moderater Energie- bzw. Kaloriengehalt hilft, das Körpergewicht zu halten bzw. überflüssige Pfunde zu reduzieren. Dadurch wird einer Insulinresistenz entgegengewirkt, die den Insulinbedarf erhöhen würde.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Diabetes-Futters achten?

Spezialfutter für zuckerkranke Hunde und Katzen sind echte "Diätfutter" und dürfen laut Futtermittelrecht den Hinweis tragen, dass sie für Diabetiker geeignet sind. Ein solcher Hinweis darf auf der Verpackung nicht fehlen. Auch der Kaloriengehalt muss auf der Verpackung angegeben sein. Der Vorteil von Trockenfutter ist der höhere Fasergehalt, während Nassfutter den Vorteil hat, von vornherein weniger Kohlenhydrate zu enthalten als Trockenfutter, was vor allem bei Katzen ein Argument für Nassfutter sein kann. Es gibt sowohl geeignete Trocken- als auch Nassfutter für zuckerkranke Katzen und Hunde auf dem Markt. Vermeiden sollten Sie auf jeden Fall halbfeuchte Hunde- oder Katzenfutter (Wassergehalt 15 bis 35 %), da sie mit Zucker konserviert werden.

      

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