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Hundekauf

Checkliste: Letzte Vorbereitungen auf den Welpen

© iStockphoto.com/Eric Isselée

Hundekauf

Bald zieht ein Welpe bei Ihnen ein und Sie fragen sich, ob Sie gut vorbereitet sind?  In Dr. Hölters Checkliste finden Sie viele wichtige Formalitäten und Vorbereitungen, die zu erledigen sind, ebenso wie Tipps für eine sinnvolle Welpen-Erstausstattung. So können Sie sich entspannt auf das wirklich Wichtige konzentrieren: den Spaß an Ihrem Welpen!

Die große Welpen-Checkliste

Hier finden Sie alle wichtigen Einkäufe und Vorbereitungen im Überblick. Näheres zum Warum und Wieso lesen Sie im Anschluss.

Einkaufsliste

  • Welpenhalsband, evtl. Geschirr
  • Leine, 1,5 oder 2 m lang
  • evtl. Laufleine (5 m oder länger, auch Schlepp-, Such- oder Feldleine genannt), um den Welpen auf Entdeckungstour stoppen zu können
  • Welpenfutter
  • Futternapf und Wassernapf, angepasst an die Welpengröße
  • evtl. Leckerlie-Tasche
  • Spielzeug, z.B: Spielseil (Tau) und ein festes Gummispielzeug, dass er nicht zerbeißen kann
  • Kauknochen, Schweineohr oder ähnliche Kauartikel
  • Hundebox als geschützten Rückzugsraum
  • Hundekörbchen, Hundebett oder Decke: möglichst für jeden Raum, in dem ihr Welpe sich aufhalten darf, einen Liegeplatz vorbereiten
  • Hundetransportbox fürs Auto
  • evtl. Türgitter, Laufgitter o.Ä., um den Bewegungsbereich des Welpen kurzfristig einschränken zu können (z.B. wenn der Paketbote klingelt oder Sie mal eben ohne Welpen in den Keller gehen möchten ...)
  • Evtl. Adaptil Beruhigungspheromon für die erste Autofahrt und die ersten Tage in der fremden Umgebung

Vorbereitungen

  • Rufnamen aussuchen
  • Haftpflichtversicherung abschließen
  • Hundesteuer-Anmeldung vorbereiten
  • Liegeplätze für den Hund vorbereiten
  • Bereiche in Haus oder Wohnung definieren, in die der Hund nicht gehen soll und diese evtl. mit einem Türgitter absichern
  • evtl. den Garten "ausbruchssicher" machen. Achtung: Welpen quetschen sich durch winzige Lücken. Gern auch unterm Zaun durch.
  • gute Hundeschule bzw. Welpengruppe suchen, am besten ohne Hund hinfahren, um Eindrücke zu sammeln
  • Welpenerziehungsbücher lesen
  • mit der Familie besprechen und festlegen, was der Vierbeiner darf und was nicht
  • möglichst schon eine Liste der "Kommandos" erstellen, die Ihr Hund lernen soll

 

Sinnvolle Welpenausstattung

Beim Thema Hundezubehör gibt es eigentlich nichts was es nicht gibt. Ihrer Kauflust setzt höchstens Ihr Geldbeutel Grenzen. Hier ein paar Tipps, was Sie beim Einkauf für Ihren Hudnewelpen beachten sollten:

Halsband, Leine und Geschirr

... müssen zur Größe des Welpen passen. Halsband oder Geschirr sollten mitwachsen können. Ein Geschirr lassen Sie am besten vorher anprobieren, damit nichts drückt und scheuert oder zu weit ist. Die Welpenausstattung sollte leicht sein und den Welpenzähnen stand halten. Für den Anfang ist  statt weichem Elchleder vielleicht Nylon oder Ähnliches praktischer. Damit Ihr Welpe das Anleinen nicht negativ empfindet achten Sie darauf, dass Sie das Halsband leicht und zügig anlegen können und nicht an schwergängigen Verschlüssen herumfummeln müssen. Es gibt zum Beispiel Zughalsbänder mit Stopp, die Sie über den Kopf ziehen können und die den Hund trotzdem nicht würgen.

Welpenfutter

In den ersten zwei Wochen, die der Welpe bei Ihnen verbringt, sollten Sie bei dem Futter bleiben, das der Züchter gefüttert hat. Danach können Sie auf ein anderes Wachstumsfutter umstellen. Auswahlkriterien für gutes Welpen- und Junghundefutter finden Sie in unserem Beitrag "Die beste Ernährung für Hunde im Wachstum".

Wasser sollte Ihr Hund immer zur freien Verfügung haben. Es bietet sich also an, mehrere Wassernäpfe zu besorgen. Tipp aus der Praxis: Falls Ihr Vierbeiner Schlappohren hat, gibt es Spezialnäpfe (z.B. Buster Incredibowl), die das Nass- und Dreckigwerden der Ohren verhindern. Das erspart Ihnen nasse Hosenbeine und lästiges Hinterherwischen.

Spielzeug und Kauartikel

Zügeln Sie in diesem Punkt Ihre Kauflaune: Zwei Spielzeuge reichen für den Anfang völlig. Bei mehr Spielzeug verliert Ihr Welpe den Überblick und vergreift sich eher  an Gegenständen, die Sie nun wirklich nicht als sein Spielzeug gedacht hatten, zum Beispiel Schuhen, Kinderspielzeug und Co.

Auch bei Hundespielzeug sollte es eigentlich einen Hinweis geben "Für Welpen nicht geeignet": Vermeiden Sie Dinge wie die beliebten quietschenden "Gummihühner" aus dünnwandigem Kunststoff, die Ihr Welpe mit seinen spitzen Zähnen schnell klein machen und Teile davon abschlucken kann. Alles was quietscht finden Hunde  wahnsinnig spannend, ist aber nach unserer Meinung eher ungeeignet als Hundespielzeug. Ein gut sozialisierter Hund sollte, sobald etwas quietscht, ablassen und sich nicht durch Quietschen immer weiter in sein Beißspiel hineinsteigern.

Kauknochen eignen sich sehr gut dafür, das Kaubedürfnis Ihres Welpen zu befriedigen, ohne dass Ihre Schuhe dran glauben müssen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Welpe keine größeren Stücke davon hinunterschlingt, die im schlechtesten Fall einen Darmverschluss verursachen oder zu Erbrechen führen könnten. Hunde, die viel Rinderhautknochen, Schweineohren oder Ähnliches fressen, bekommen davon eventuell Blähungen.

Hundebox und Liegeplätze

Ihr Welpe sollte in jedem Raum einen bequemen "Hundeplatz" vorfinden, wo er Ruhe finden und von dem aus er das Geschehen beobachten kann, ohne im Weg zu sein. Denken Sie daran, dass die Ausstattung den Welpenzähnen standhalten muss: Weidenkörbe oder Hundekissen werden leicht gefleddert. Zumindest für den Anfang sind weiche Decken und Kunststoffkörbe besser geeignet. Letztere haben noch den Vorteil, dass sie besser zu reinigen sind als klassische Weidenkörbe.

Eine Hundebox macht sich bezahlt, wenn es an die Sauberkeitserziehung geht: Sie können Ihren Hund nachts darin schlafen lassen und mit ihm rausgehen, wenn er zu jammern anfängt. So lernt er schnell, sein Geschäft draußen zu verrichten. So eine Hundebox ist für den Hund auch ein guter Rückzugsort, falls Sie kleine Kinder haben. Ohnehin gilt: Liegt der Hund auf seinem Platz, darf er nicht gestört werden.

Als Alternative zur Kunststoffbox bieten sich sogenannte "Kennels" (Hundekäfige) aus Draht an. Sie sind für unser Auge etwas gewöhnungsbedürftig, haben aber den Vorteil, dass man sie klein zusammenklappen kann. Außerdem sind sie so luftig, dass sich in ihnen keine Hitze stauen kann.

Um dem kleinen Kerl die Autofahrt und die Eingewöhnung in seinem neuen Zuhause zu erleichtern, können Sie im Auto und in der Umgebung der Liegeplätze Adaptil versprühen. Es ahmt ein Beruhigungspheromon nach, dass von der säugenden Mutterhündin produziert wird und den Welpen Sicherheit gibt.

   

Formalitäten und Versicherungen

In Deutschland geht es nicht ohne Formalitäten, auch nicht beim Welpenkauf. An zwei Dinge sollten Sie auf jeden Fall denken:

1. Hundehalter-Haftpflichtversicherung

Als Hundehalter haften Sie für alle Schäden, die Ihr Vierbeiner verursacht. Springt Ihr ungestümer Welpe also vor ein Fahrrad und bringt den Radfahrer zu Fall, müssen Sie für alle "Personen-, Sach- und Vermögensschäden" aufkommen. Jäger können ihren Hund häufig über die Jagdhaftpflicht mitversichern lassen. Mitglieder in Vereinen, die zum Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) gehören, können darüber eine Tierhalterhaftpflicht-Police abschließen (mehr dazu auf der Internetseite des VDH).

Für "Listenhunde" ist eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung in allen Bundesländern Pflicht. In Niedersachsen, Hamburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt ist sie für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben!

2. Hundesteuer-Anmeldung

Melden Sie Ihren Hund, sobald Sie ihn abgeholt haben, bei der zuständigen Kommune an. In der Regel muss das bis zum Alter von drei Monaten geschehen sein. Sogenannte Listenhunde müssen häufig einen erhöhten Hundesteuersatz zahlen, während Hunde, die zu gewerblichen Zwecken gehalten werden steuerbefreit sind. In der Regel sind auch Blindenführhunde und Co steuerbefreit. Manche Kommunen gewähren Ermäßigungen oder Steuerbefreiung auch für Hunde mit bestandener Begleithundeprüfung oder für Hunde aus dem Tierheim. Nachfragen lohnt sich also!

Zusatzversicherungen

Eine Haftpflichtversicherung für den Hund ist ein Muss. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Versicherungen, die Sie abschließen können. Zum Beispiel:

  • Hundekrankenversicherung
  • Hunde-OP-Versicherung
  • Reise-Versicherungen wie Reisekranken- oder Reiserücktrittskostenversicherung für Vierbeiner Tipp:Achten Sie bei Ihrer Hundehalter-Haftpflichtversicherung darauf, ob sie auch bei Urlaub im Ausland zahlt!
  • Jagdhund-Unfallversicherung als Ergänzung zur Jagd-Haftpflicht
  • Hundehalter-Rechtsschutzversicherung

Denken Sie daran, Ihren Hund in einem Haustierregister registrieren zu lassen, sobald Sie ihn tatsächlich bei sich haben. Geht Ihr Hund dann einmal verloren, kann man seine Herkunft einfach anhand seiner Chipnummer feststellen und Sie haben die Chance, ihn wiederzubekommen.

Hier können Sie Ihren Welpen registrieren lassen:

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