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Welpenfutter

Die beste Ernährung für Hunde im Wachstum

Hundewelpe mit Futternapf Gib mir Futter - aber bitte was Gutes! © iStockphoto.com/ CountryStyle Photography

Welpenfutter

Hundewelpen wollen vor allem eines: schnell groß werden! Doch zu schnelles Wachstum ist ungesund und kann zu lebenslangen Gesundheitsproblemen führen. Wie Sie Fütterungsfehler vermeiden und Ihren Welpen mit allen Nährstoffen versorgen, lesen Sie hier.

Wechseln Sie das Futter nicht sofort

Die Ankunft im neuen Zuhause bedeutet für Ihren Welpen eine Riesenumstellung. In dieser Situation sollten Sie ihm erst einmal kein neues Futter vorsetzen. Lassen Sie sich am besten vom Züchter oder Tierheim etwas von dem Futter mitgeben, dass Ihr kleiner Hund kennt und mag. Wenn sich die Aufregung der ersten Tage gelegt hat und Sie das Futter wechseln möchten, mischen Sie täglich etwas vom neuen Futter unter das alte. Bewährt hat sich folgende Mischung:

  • Tag 1 und 2: 3/4 altes und 1/4 neues Futter
  • Tag 3 und 4: halb altes, halb neues Futter
  • Tag 5 und 6: 1/4 altes und 3/4 neues Futter
  • ab dem 7. Tag: nur noch das neue Futter
Dr. Hölters Tipp, falls Ihr Welpe in den ersten Tagen im neuen Zuhause Durchfall zeigt: Unterstützen Sie seine Magen-Darm-Gesundheit mit Dr. Hölter Jolostrum.


Welpen sollten mehrmals täglich fressen

Der Magen-Darm-Trakt Ihres Winzlings ist mit 8 Wochen zwar schon an feste Nahrung angepasst, kommt anfangs aber nur mit kleinen Futtermengen zurecht. Gleichzeitig benötigt der Welpe viel Energie zum Wachsen und Herumtollen —— im Schnitt doppelt so viel wie ein gleich schwerer erwachsener Hund. Deshalb ist es nicht nur wichtig, ein Welpenfutter zu geben, sondern das mehrmals täglich zu tun.

  • Anfangs sollten es vier Mahlzeiten am Tag sein,
  • mit sechs Monaten noch drei.
  • Mit einem Jahr, wenn die meisten Hunderassen (mit Ausnahme der großen Rassen) ausgewachsen sind, reicht bei kleinen und mittelgroßen Hunden in der Regel eine Mahlzeit aus.
  • Bei größeren ausgewachsenen Hunden sollten es zwei und bei Riesenrassen drei Mahlzeiten sein.

Fragen Sie den Hundezüchter nach den Fütterungszeiten und behalten Sie die Ihrem Welpen vertrauten Zeiten zumindest in der ersten Woche unverändert bei. Mit festen Fütterungszeiten beugen Sie  Betteln vor und Wissenschaftler konnten nachweisen, dass die Produktion der Verdauungssäfte kurz vor der gewohnten Fütterungszeit ansteigt: Ihr Hund verdaut sein Futter dann also besser und schneller.

Bitte teilen Sie Ihrem Welpen die Futtermenge unbedingt entsprechend seinem Alter und Gewicht ein! Lassen Sie ihn nicht fressen, so viel und so oft er will!

Woran Sie ein geeignetes Welpenfutter erkennen

Hundefutter, das speziell an die Bedürfnisse von Welpen und Junghunden angepasst ist, heißt auch Welpenfutter, Puppyfutter oder Juniorfutter. Steht auf der Verpackung nichts davon, dass es für Hunde im Wachstum gedacht ist, sollten Sie es nicht kaufen.

Achten Sie darauf, ob es sich um ein Alleinfutter oder ein Ergänzungsfutter handelt. Alleinfutter sind als solche deklariert und enthalten alles, was Ihr Welpe für eine gesunde Entwicklung benötigt. Sie brauchen bei einem Alleinfutter also keine weitere Nahrungsergänzung zu geben und sollten es auch nicht tun, um das Nährstoffgleichgewicht nicht durcheinander zu bringen. Wenn Sie einem Alleinfutter für Welpen noch Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor) zusetzen, können Sie die Knochenentwicklung Ihres Hundes schwer schädigen.

Für die Wachstumsphase geeignete Hundefutter zeichnen sich vor allem durch einen hohen Energiegehalt, an den Bedarf der Welpen angepasste Mineralstoffgehalte und hochwertige, leicht verdauliche hochwertige Eiweiße aus. Eine Überversorgung mit Eiweiß wurde lange für schädlich gehalten und stand unter Verdacht, Skeletterkrankungen wie Panostitis oder OCD (Osteochondrosis dissecans = Knorpelschäden) auszulösen. Wissenschaftliche Studien haben diese Theorie aber inzwischen widerlegt, auch wenn sich die Angst vor hohen Eiweißgehalten im Welpenfutter auf manchen Hundeplätzen hartnäckig hält.

Es ist sinnvoll, ein an die Größe der Hunderasse angepasstes Welpenfutter zu kaufen, da kleine Hunderassen anders wachsen als große. Beispielsweise wiegt ein Dackel am Ende des ersten Lebensjahres etwa 25 Mal soviel wie am Tag seiner Geburt, während eine Dogge im gleichen Zeitraum ihr Gewicht um das Hundertfache steigert und noch ein weiteres Jahr wachsen wird, bis sie ihre endgültige Größe erreicht hat.

In der Regel werden von den Herstellern sowohl Welpenfutter (Puppy) als auch Junghundefutter (Junior) für das erste Lebensjahr angeboten. Auch diese Trennung nach Alter ist sinnvoll, denn der Energie- und Nährstoffbedarf eines acht Wochen alten Welpen ist bezogen auf das Körpergewicht deutlich höher als der eines sechs Monate alten Junghundes.

Wie das Futter das Wachstum beeinflusst

Das Futter für Ihren Welpen muss ihm alles liefern, was er für seine Entwicklung braucht. Vor allem natürlich Energie, aber auch alle Nährstoffe, wie etwa hochwertiges Eiweiß, Kalzium und Phosphor für den Aufbau von Muskeln und Knochen. Deshalb ist es auf jeden Fall das beste, ein ausgewogenes Welpenfutter bzw. Wachstumsfutter für Junghunde zu füttern —— in der richtigen Menge.

Je mehr Energie und Nährstoffe Ihr Welpe bekommt, desto schneller wird er wachsen.

Ein überfütterter Welpe wird also erst einmal nicht dick, sondern groß!

Genau da liegt das Problem: Sie merken zunächst gar nicht, dass Ihr Hund überversorgt ist, weil er ja nicht "fett" wird. Erst wenn Sie ihn mit Wurfgeschwistern vergleichen, werden Sie den Unterschied erkennen. Ein zu schnelles Wachstum aber führt vor allem bei großen Hunderassen zu Skeletterkrankungen, die sie ein Leben lang beeinträchtigen können. Beispielsweise entwickeln Sie eher Arthrose. Im Welpenalter überfütterte Hunde neigen außerdem als Erwachsene zu Übergewicht, was nachweislich Lebenserwartung und Lebensqualität vermindert.

Vermeiden können Sie ein zu schnelles oder auch zu langsames Wachstum, indem Sie sich an einer individuell für Ihren Hund erstellten Wachstumskurve orientieren. Am besten lassen Sie sich beim ersten Tierarztbesuch eine solche Wachstumskurve ausdrucken. Um eine möglichst genaue Kurve zu erstellen, muss Ihr Tierarzt das Gewicht (und Rasse) der Elterntiere kennen —— erfragen Sie es deshalb beim Züchter.

Bemessen Sie die Futtermenge nach dem in der Wachstumskurve angegebenen Sollgewicht Ihres Hundes.

Wiegen Sie Ihren Hund während seines ersten Lebensjahres (bei großen Rassen auch länger) wöchentlich und gleichen Sie sein Gewicht mit der Wachstumskurve ab. Liegt er auf der Kurve, ist alles bestens. Liegt er deutlich (mehr als 10 %) darüber oder darunter, besprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt, wie Sie die Futtermenge anpassen sollten.

  • Ein zu schwerer Welpe sollte zwar weniger Futter bekommen, sich aber nicht "groß hungern" müssen.
  • Zu zarte Welpen müssen Sie nur päppeln, wenn sie deutlich zu klein oder zu mager sind (fragen Sie Ihren Tierarzt). Ansonsten wachsen sie einfach etwas langsamer und erreichen ihre genetisch vorbestimmte Größe etwas später.

Häufig schauen Hundehalter auf die Futterverpackung und füttern dann die Menge, die für das aktuelle Gewicht ihres Welpen empfohlen wird. Dadurch bekommen ohnehin zu schwere Welpen zu viel Futter, während zu leichte Welpen unbeabsichtigt auf Diät gesetzt werden. Deshalb ist es so wichtig, sich am Sollgewicht der Wachstumskurve zu orientieren.

Lassen Sie sich nicht beirren, wenn andere Hundehalter Ihren Junghund zu dünn finden. Viele Hunde, die goldrichtig auf der Wachstumskurve liegen, sehen schlaksig aus. Fragen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.

Die häufigsten Fehler bei der Welpenfütterung 

Fehler Nummer eins ist tatsächlich die Überversorgung wachsender Hunde mit Energie. Die können Sie vermeiden, indem Sie:

  • Sich an der Wachstumskurve Ihres Hundes orientieren und die Futtermenge nach seinem Sollgewicht bemessen.
  • Ihren Welpen nicht "ad libitum" (nach Belieben) füttern, ihm also kein "All-You-Can-Eat-Buffet" servieren.
  • Eine Leckerlidose einrichten, in die ein Teil der täglichen Futtermenge abgezweigt wird. Leckerlis gibt es dann nur aus dieser Dose. So stellen Sie sicher, dass Ihr Welpe nicht mehr Kalorien bekommt als er sollte und das er Leckereien nascht, die gesund sind bzw. seine Nährstoffversorgung nicht durcheinander bringen.
  • Daran denken, dass auch Kauartikel Kalorien haben, und zwar nicht wenige. Ein durchschnittlicher Kauknochen aus Rinderhaut (190 g) enthält 699 kcal, ein getrocknetes Schweineohr (50 g) 216 kcal und ein Ochsenziemer (getrockneter Rinderpenis, 65 g) 276 kcal. Zum Vergleich: laut McDonalds enthält ein Hamburger 255 kcal (Stand April 2012). 
    Junghunde kauen gern und ausgiebig auf solchen Kauartikeln und sollten das auch dürfen. Nur müssen Sie im Hinterkopf behalten, dass Sie auch hier nicht unkontrolliert nachlegen dürfen.

Eine in Zusammenarbeit mit Fachtierärztin Dr. Natalie Dillitzer erstellte Kalorientabelle für beliebte Hundesnacks finden Sie online auf der Seite von Royal Canin (Kalorientabelle Leckerli).

Der zweithäufigste Fehler ist eine nicht an den erhöhten Bedarf wachsender Hunde angepasste Kalzium- und Phosphorversorgung. Sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überversorgung führen zu schweren gesundheitlichen Schäden. Vermeiden können Sie diesen Fehler bei Fertigfutter eigentlich recht einfach:

  • Wählen Sie anfangs ein ausgewogenes Alleinfutter für Welpen und stellen Sie gemäß den Herstellerangaben nach einigen Monaten auf ein Junghundefutter um.
    Füttern Sie erst dann ein Hundefutter für erwachsene Tiere, wenn Ihr Hund ausgewachsen ist — bei den meisten Hunderassen ist das mit 12 Monaten der Fall, bei großen Rassen und Riesenrassen evtl. erst mit 18 bis 24 Monaten.
  • Entscheiden Sie sich für Premium-Hersteller, die ausführliche Analysedaten ihrer Produkte zur Verfügung stellen, sodass Sie Eiweiß-, Energie- und Mineralstoffgehalte auf den ersten Blick erkennen können.
    Die Zahl der Hersteller und deren Werbeversprechen machen es oft schwer, wirkliche Premium-Hersteller zu erkennen. Auf Nummer sicher gehen Sie bei Herstellern wie z.B. Royal Canin und Hills, die ihre Spezialfutter über Tierärzte vertreiben. Beispielsweise gibt es von Royal Canin die Vet Care Nutrition Serie und von Hills die VetEssentials Serie.
  • Geben Sie keine Mineralstoffergänzungen, wenn Sie Ihrem Hund ein Alleinfutter für Welpen bzw. Junghunde füttern!

Wenn Sie das Hundefutter für Ihren Hund in der Wachstumsphase selbst zubereiten möchten, sollten Sie sich passende Rezepte von Ihrem Tierarzt oder einem auf Tierernährung spezialisierten Tierarzt geben lassen. Er wird eine an den individuellen Nährstoffbedarf Ihres Hundes angepasste Ration errechnen und diese während der Wachstumsphase mehrfach anpassen. Diese tierärztliche Leistung kostet zwar Geld, bewahrt Sie aber vor hohen Behandlungskosten, die später auf Sie zukommen werden, wenn Ihr Hund während des Wachstums falsch ernährt wird.

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