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Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

Aggressive Katze © istockphoto.com/Dmitry Bruskov

Wenn ältere Katzen aggressiv oder unruhig werden, könnte das an der Schilddrüse liegen. Eine Überfunktion der Schilddrüse ist die häufigste hormonelle Erkrankung bei Katzen über acht Jahren.

Was macht die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist quasi das Gaspedal des Organismus. Die von ihr produzierten jodhaltigen Schilddrüsenhormone T3 und T4 erhöhen die Stoffwechselrate und dadurch den Energiebedarf (sozusagen den Benzinverbrauch). Sie erhöhen Herzfrequenz und Blutdruck ebenso wie die Körpertemperatur, die Schweißproduktion, die Darmmotorik und die Erregbarkeit von Nervenzellen. 

Die Schilddrüse produziert hauptsächlich T4 (Thyroxin), das von den Zielzellen in das sehr viel wirksamere T3 (Trijodthyronin) umgewandelt wird. Wie viel T3 und T4 ausgeschüttet wird, regeln normalerweise die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und der ihr übergeordnete Gehirnteil (Hypothalamus), der alle vegetativen und endokrinen Körperfunktionen kontrolliert.

Während der embryonalen Entwicklung spielen die Schilddrüsenhormone T3 und T4 auch eine wichtige Rolle, da sie das Zellwachstum regulieren und besonders die Entwicklung des Nervensystems fördern.

Das ebenfalls in der Schilddrüse gebildete Hormon Kalzitonin beeinflusst den Kalziumstoffwechsel. Es wird ausgeschüttet, wenn der Kalziumspiegel hoch ist und hemmt dann den Abbau von Knochensubstanz. Seine Bedeutung ist jedoch nicht so groß wie die von T4 und T3.

Was ist die Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen?

In den meisten Fällen sind gutartige Wucherungen von Schilddrüsengewebe die Ursache einer felinen Hyperthyreose. Sie führen zu einer überschießenden Hormonproduktion. Häufig handelt es sich dabei um eine sogenannte "multinoduläre adenomtöse Hyperplasie", bei der viele winzige Knötchen in beiden Schilddrüsenlappen entstehen, sodass die Schilddrüse insgesamt vergrößert ist. Etwas seltener entsteht die Wucherung in Form eines oder mehrerer größerer gutartiger Tumore (Schilddrüsenadenome). 

Nur bei weniger als jeder 20. Katze mit Schilddrüsenüberfunktion steckt ein bösartiger Tumor (Schilddrüsenkarzinom) hinter den Symptomen.

Bei über acht Jahre alten Katzen ist die Schilddrüsenüberfunktion (feline Hyperthyreose) die häufigste hormonelle Erkrankung. Selten sind auch jüngere Katzen betroffen. Weshalb Katzen so häufig Schilddrüsenwucherungen entwickeln ist bisher nicht eindeutig geklärt. In Verdacht stehen Fütterungsfaktoren (z.B. Bisphenol A in manchen Dosenbeschichtungen) ebenso wie bestimmte Katzenstreu, Infektionen oder Immunerkrankungen. Bisher gibt es aber noch keine allgemein akzeptierten wissenschaftlichen Empfehlungen zur Vorbeugung von Schilddrüsenstörungen.

Welche Symptome zeigen Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion?

Die Symptome der Hyperthyreose entstehen durch den Überschuss an Schilddrüsenhormonen, die den Stoffwechsel auf Hochtouren bringen. Hyperthyreote Katzen stehen ständig "unter Strom". Das wirkt sich nicht nur auf den Körper aus, sondern auch auf das Verhalten und das Wohlbefinden.

Typische Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen sind:

  • Ruhelosigkeit
  • Hyperaktivität
  • Heißhunger (Polyphagie)
  • Gewichtsverlust bis hin zur extremen Abmagerung (Kachexie)

Zusätzlich treten häufig auf:

  • großer Durst (Polydipsie)
  • häufiger Urinabsatz (Polyurie)
  • Fellveränderungen wie Haarausfall, kahle Stellen, mattes Fell
  • Erbrechen (Vomitus)
  • Durchfall (Diarrhoe), erhöhte Kotmenge
  • Aggressivität
  • übermäßiges oder vermindertes Fellpflegeverhalten
  • Schwäche (Lethargie)
  • Appetitlosigkeit (Anorexie)

Wie diagnostiziert der Tierarzt eine Schilddrüsenüberfunktion?

Eine Schilddrüsenüberfunktion ähnelt in vielen Punkten anderen häufigen Katzenkrankheiten wie zum Beispiel einer chronischen Niereninsuffizienz oder einem Diabetes mellitus. Eine eindeutige Diagnose ist aber in der Regel anhand einer Blutuntersuchung möglich (siehe unten).

Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sind aufgrund ihrer Unruhe und eventueller Aggressivität häufig schwierig zu untersuchen.

Die Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, die unterhalb des Kehlkopfs rechts und links der Luftröhre anliegen. Sie ist normalerweise nicht tastbar. Eine fühlbare Verdickung in diesem Bereich ist deshalb ein wichtiger Hinweis auf eine Schilddrüsenüberfunktion. Meistens sind beide Schilddrüsenlappen vergrößert,  in der Regel einer mehr als der andere. Bei 90% aller Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion ist die vergrößerte Schilddrüse zu ertasten, allerdings kann eine Umfangsvermehrung am Hals auch andere Ursachen haben als eine Hyperthyreose. Eine Ultraschalluntersuchung kann zeigen, ob die gefühlte Umfangsvermehrung tatsächlich die Schilddrüse ist.

Zusätzlich kann der Tierarzt bei Schilddrüsenüberfunktion evtl. folgende Symptome feststellen:

  • Abmagerung (Kachexie)
  • Austrocknung (Dehydratation)
  • Zittern (Tremor)
  • Schwäche
  • erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie)
  • Herzgeräusch
  • Herzrhythmusstörungen
  • hoher Blutdruck (Hypertonie)
  • Hecheln, Atemnot (Dyspnoe)
  • verkleinerte Nieren

 

Blutuntersuchung bei Schilddrüsenüberfunktion

Bei fast allen Katzen mit einer Hyperthyreose lässt sich eine zu hohe Konzentration des Schilddrüsenhormons T4 (Thyroxin) im Blutserum nachweisen. Bei hohen T4-Werten über 5 Mikrogramm/dl ist eine Schilddrüsenüberfunktion sehr wahrscheinlich. Manchmal liegt der T4-Wert allerdings in einer Grauzone, ist also nur leicht erhöht oder sogar normal. Deuten trotzdem alle anderen Symptome auf eine Hyperthyreose hin, kann entweder die T4-Bestimmung nach einiger Zeit wiederholt werden oder es kann freies T4 (fT4) im Blutserum bestimmt werden, was allerdings deutlich teurer ist.

Bei Katzen mit Verdacht auf eine leichte Hyperthyreose kann bei zweifelhaften T4- und fT4-Werten ein sogenannter T3-Suppressionstest Klarheit bringen.

Aufgrund der häufig bestehenden Begleiterkrankungen ist es auch sinnvoll ein großes Blutbild und ein Serumprofil anzufertigen, um beispielsweise die Leber- und Nierenfunktion zu überprüfen.

Schilddrüsenszintigraphie

Eine Szintigraphie kann sinnvoll sein, wenn die Labortests nicht eindeutig ausfallen oder um zusätzliches Schilddrüsengewebe im Brustraum sowie Metastasen eines bösartigen Schilddrüsentumors zu finden. Genau wie Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion wird auch Katzen bei der Szintigrafie ein schwach radioaktiv strahlender Stoff gespritzt (Radionuklid), der sich in Schilddrüsengewebe anreichert (Technetium 99m). Diese Untersuchung ist nur an spezialisierten Tierkliniken möglich und bedeutet für die Katze eine Narkose und einen zweitägigen Klinikaufenthalt bis die radioaktive Strahlung wieder aus dem Körper verschwunden ist.

Welche Komplikationen kann eine Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen verursachen?

Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion können eine Herzmuskelerkrankung entwickeln, durch die ein Herzgeräusch oder eine Herzrhythmusstörung entsteht. Im Röntgenbild kann eine Vergrößerung des Herzens (Kardiomegalie) zu erkennen sein, Wasser in der Lunge (Lungenödem) oder im Brustraum (Thoraxerguss). Eine Verdickung des Herzmuskels (hypertrophe Kardiomyopathie) geht bei Behandlung der Schilddrüsenerkrankung meist wieder zurück. Ein "ausgeleierter" Herzmuskel, der sich nur noch schlecht zusammenziehen kann (dilatative Kardiomyopathie) erholt sich durch die Therapie der Schilddrüsenerkrankung leider nicht wieder. Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion benötigen nicht selten auch Herzmedikamente und können im schlechtesten Fall ein Herzversagen entwickeln.

In vielen Fällen haben Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion gleichzeitig eine Niereninsuffizienz. Die Behandlung der Schilddrüsenerkrankung kann dazu führen, dass eventuelle Nierenprobleme zunehmen oder erstmals festgestellt werden. Der Grund hierfür ist, dass der Blutdruck durch die Schilddrüsenbehandlung wieder auf ein Normalmaß gesenkt wird, sodass die Nierendurchblutung geringer ist als vorher. Dadurch wird weniger Urin produziert und harnpflichtige Substanzen können sich eher im Blut der Katze ansammeln. Es ist also nicht so, dass die Schilddrüsenmedikamente die Nierenprobleme auslösen, sondern eine bereits vorhandene Nierenerkrankung wurde durch die Schilddrüsenüberfunktion verschleiert und tritt nun zutage. Eventuell muss die Dosierung der Schilddrüsenmedikamente verringert werden oder sie müssen gar wieder abgesetzt werden, um die Nierenerkrankung in den Griff zu bekommen.

Etwa jede siebte Katze mit Hyperthyreose leidet auch unter Harnwegsinfektionen. Unter Umständen zeigen betroffene Katzen trotzdem keine Symptome einer Blasenentzündung. Deshalb und wegen einer möglichen Nierenerkrankung sollte bei Verdacht auf eine Schilddrüsenüberfunktion auch der Urin der Katze untersucht werden.

Magen-Darm-Beschwerden treten bei schilddrüsenkranken Katzen ebenfalls häufig auf. Der Darm transportiert durch die Einwirkung der Schilddrüsenhormone das Futter schneller (Hypermotilität), wodurch es schlechter verdaut wird. Weniger Nährstoffe werden aufgenommen (Malassimilation) und mehr Wasser verbleibt im Darm, was am Ende zu dünnem Kot in großen Mengen führt. Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums ist sinnvoll, da hyperthyreote Katzen mit Durchfall relativ häufig eine bestimmte Art der Darmentzündung zeigen (Inflammatory Bowel Disease) und ähnliche Verdauungsprobleme auch durch Lymphdrüsenkrebs (Lymphome) verursacht werden können.

Viele hyperthyreote Katzen haben einen erhöhten arteriellen Blutdruck. In seltenen Fällen kann der Bluthochdruck zu Netzhautblutungen und Blindheit führen.

Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen behandelt?

Bei der Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Man kann sie

  1. heilen, indem die Schilddrüse chirurgisch entfernt wird oder überschüssiges Schilddrüsengewebe durch radioaktives Jod zerstört wird
  2. unterdrücken, indem man Medikamente gibt (Thyreostatika) oder jodreduziertes Katzenfutter (Hills y/d)

Anfangs sollte die Schilddrüsenüberfunktion nur unterdrückt werden. So lässt sich feststellen, ob durch die Behandlung ein Nierenproblem entsteht und falls nötig gegensteuern. Bei manchen Katzen muss das Schilddrüsenmedikament so dosiert werden, dass eine leichte Überfunktion bleibt, damit die Nieren gut durchblutet werden und sich die Nierenfunktion nicht verschlechtert.

Behandlung mit Medikamenten (Thyreostatika)

Eine Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen lässt sich mit Medikamenten relativ gut behandeln, sofern Sie Ihrer Katze ein- oder zweimal täglich (je nach Präparat) ein Medikament verabreichen können. Die in Deutschland für Katzen zugelassenen Wirkstoffe sind günstig und in der Regel gut verträglich.

Weniger als 10 % der behandelten Katzen zeigen anfänglich leichte Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall, die oft von allein wieder abklingen. Ernste Nebenwirkungen (Leberschädigung, Blutarmut und andere Blutbildveränderungen) treten bei weniger als 5 % aller behandelten Katzen auf und verschwinden nach dem Absetzen des Medikaments wieder. Zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es nur selten.

Thyreostatika stören die Bildung von T4 und T3, indem sie den Einbau von Jod in das Hormonmolekül blockieren. Sie unterdrücken also lediglich die Erkrankung und bei Absetzen der Medikamente treten alle Symptome wieder auf.

Um anfängliche Nebenwirkungen oder negative Auswirkungen auf die Nieren zu vermeiden wird die Therapie häufig mit einer niedrigen Dosierung begonnen. Sind die Blut- und Urinwerte in Ordnung, wird die Dosis nach zwei Wochen schrittweise erhöht. 

Bei vielen Katzen die lebenslang Thyreostatika bekommen kann die Medikamentendosis nach einiger Zeit verringert werden.

Wenn die orale Medikamentengabe bei Ihrer Katze nicht funktioniert, können Sie sich vom Apotheker eine Salbe mit dem Wirkstoff herstellen lassen und Ihrer Katze das Medikament in die Ohrmuschel einmassieren. Dabei müssen Sie Handschuhe tragen!

Fütterung von Hills y/d

Ganz neu ist die Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion allein mithilfe einer speziellen Diät: Seit Mai 2012 ist "Hill´s Prescription Diet Feline y/d" in Deutschland auf dem Markt. Es ist das erste und bisher einzige Diätfutter mit reduziertem Jodgehalt für schilddrüsenkranke Katzen. Der sehr niedrige Jodgehalt in Hills y/d führt dazu, dass weniger jodhaltige Schilddrüsenhormone (T3, T4) gebildet werden können, weil schlichtweg zu wenig Jod für ihre Produktion vorhanden ist. Laut Hersteller normalisieren sich die Schilddrüsenhormonspiegel bei den meisten Katzen bereits innerhalb von drei Wochen. Praktische Erfahrungen amerikanischer Tierärzte scheinen dies zu bestätigen (siehe Dr. Hölters Blog zu Hills y/d).

Katzen, die Thyreostatika bekommen, können in der Regel auf Hills y/d umgestellt werden. Wie das funktioniert, können Sie weiter unten in diesem Artikel lesen.

Chirurgische Entfernung der Schilddrüse

Durch die Entfernung der Schilddrüse wird die Katze von der Schilddrüsenüberfunktion geheilt. Sie ist zum Beispiel bei Katzen mit einem bösartigen Schilddrüsentumor (Karzinom) sinnvoll, allerdings nur so lange noch keine Metastasen vorhanden sind. Der Eingriff sollte in einer spezialisierten tierärztlichen Klinik erfolgen und die Katze danach einige Zeit in der Klinik überwacht werden, denn das Narkoserisiko ist meist hoch und es können verschiedene Komplikationen auftreten. Die häufigste Komplikation ist ein (meist vorübergehender) lebensbedrohlicher Kalziummangel, der entsteht weil die Nebenschilddrüsen mit entfernt wurden (bei großen Schilddrüsentumoren) oder sich noch von dem Eingriff erholen müssen. Müssen beide Schilddrüsenlappen entfernt werden, entsteht durch die Operation eine Schilddrüsenunterfunktion und die Katze benötigt lebenslang Schilddrüsenhormone in Tablettenform.

Radiojodtherapie bei Schilddrüsenüberfunktion

Die Behandlung mit radioaktivem Jod ist eine sehr elegante Methode, die Katze von ihrer Schilddrüsenüberfunktion zu heilen. Für Katzen mit metastasierenden bösartigen Tumoren (sehr selten) ist sie die einzige Chance, die Erkrankung zu überleben.

Die Katze bekommt dabei in Narkose schwach radioaktiv strahlendes Jod 131 gespritzt. Dieses reichert sich im Schilddrüsengewebe an, und zwar vor allem in den Wucherungen, deren Hormonproduktion auf Hochtouren läuft. Durch die radioaktive Strahlung werden die Schilddrüsenzellen zerstört. Trotzdem kommt es im Anschluss an die Radiojodtherapie meist nicht zu einer Schilddrüsenunterfunktion, da normale Schilddrüsenzellen, die ihre Hormonproduktion weitgehend eingestellt hatten, die Prozedur überleben, sich wieder erholen und Schilddrüsenhormone in ausreichender Menge produzieren können.

Nachteile der Radiojodtherapie sind, dass nur wenige Kliniken für den Umgang mit dem radioaktiven Stoff ausgestattet sind und sie nicht ganz billig ist. Die Katzen müssen etwa ein bis zwei Woche in einer speziellen Isolierstation der Klinik bleiben, bis die Strahlung unter einen Grenzwert abgeklungen ist. Näheres zum Ablauf der Radiojodtherapie finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite der Klinik für Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Giessen.

Was muss ich bei der Behandlung meiner Katze mit Schilddrüsenmedikamenten beachten?

  • Geben Sie die Schilddrüsentabletten möglichst immer zur selben Tageszeit.
  • Verabreichen Sie die Tablette entweder immer mit Futter oder immer ohne, nicht mal so mal so.
  • Wenn Sie einmal eine Tablette vergessen haben, ist das normalerweise nicht schlimm. Führen Sie die Behandlung am nächsten Tag ganz normal weiter. Steht allerdings eine Blutuntersuchung an, müssen Sie Ihren Tierarzt informieren, dass eine Tablette ausgelassen wurde und den Untersuchungstermin eventuell verschieben.
  • Achten Sie darauf, ob Ihre Katze ganz symptomfrei ist oder ob vielleicht nach einiger Zeit wieder Symptome einer Hyperthyreose auftreten. Dann muss Ihr Tierarzt vermutlich die Medikamentendosis anpassen.
  • Zeigt Ihre Katze Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, wie Mattigkeit, Appetitlosigkeit, übermäßige Gewichtszunahme oder Haarausfall, ist die Medikamentendosis vermutlich zu hoch. Stellen Sie Ihre Katze dem behandelnden Tierarzt vor.
  • Selten können die Schilddrüsenmedikamente Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit oder Erbrechen verursachen. Meist treten sie nur kurz am Anfang der Behandlung auf und sind harmlos. Sollten sie jedoch anhalten, muss eventuell die Dosierung angepasst oder das Medikament abgesetzt werden. Stellen Sie Ihre Katze dem behandelnden Tierarzt vor.

Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sollten regelmäßig tierärztlich untersucht werden. Anfänglich sind Blutuntersuchungen etwa alle zwei Wochen notwendig, später etwa alle 3—6 Monate.

Wie funktioniert die Umstellung von Schilddrüsenmedikamenten auf Hills y/d?

Wenn Sie Ihre Katze von einer Behandlung mit Thyreostatika auf das Hills y/d Feline umstellen möchten, sollten Sie dies mit Ihrem Tierarzt besprechen. Er kann entscheiden, ob der Zustand Ihrer Katze die Umstellung erlaubt und er kann Ihnen einen individuellen Behandlungsplan für die Umstellung mitgeben. Das Hills y/d Futter sollte schrittweise unter das gewohnte Katzenfutter gegeben werden und auch die Medikamente müssen nach und nach abgesetzt werden. Während und nach der Umstellungsphase sollten außerdem die Hormonwerte Ihrer Katze kontrolliert werden.

Stellen Sie Ihre Katze bitte auf keinen Fall ohne tierärztlichen Behandlungsplan und Blutkontrollen um!

Eine Kombination von thyreostatischen Medikamenten und Hills y/d kann eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. Ein zu schnelles Absetzen der Medikamente führt hingegen zum Wiederauftreten der Schilddrüsenüberfunktion.

In der Regel dauert die Umstellungsphase nicht länger als drei Wochen. Vor allem bei Katzen mit zusätzlichen Erkrankungen kann aber eine langsamere Umstellung nötig sein.

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