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Obstipation

Verstopfung und Megakolon bei Katzen

Katzen mit Verstopfung suchen oft vergeblich die Katzentoilette auf. © iStockphoto.com/ spxChrome

Obstipation

Verstopfung kommt bei Katzen recht häufig vor und kann lebensbedrohliche Folgen haben. Mit der richtigen Fütterung und einigen einfachen Maßnahmen können Sie jedoch viel dazu beitragen, dass Ihre Katze sich auf der Katzentoilette nicht quälen muss.

Wie oft sollte eine Katze Kot absetzen?

Normalerweise dauert die Reise durch den Magen-Darm-Kanal der Katze etwa 12 bis 24 Stunden. Da Katzen täglich fressen, sollten sie also auch täglich Kot absetzen. Manchmal dauert die ganze Angelegenheit jedoch auch etwas länger, ohne dass dies der Katze Probleme bereitet.

Ab wann spricht man von Verstopfung?

Von Verstopfung oder Konstipation spricht der Tierarzt, wenn die Katze entweder deutlich seltener Kot absetzt oder sogar überhaupt keinen Kot absetzen kann und sich dieser im "Kolon" (Grimmdarm) genannten mittleren Abschnitt des Dickdarms anstaut. Betroffene Katzen versuchen häufig angestrengt, sehr harten trockenen Kot abzusetzen.

Tritt die Konstipation immer wieder auf und schlagen mehrere Therapieversuche fehl, wird sie als Obstipation bezeichnet. Bei einer Obstipation im engeren Sinne geht man davon aus, dass es bereits zu einem unwiderbringlichen Funktionsverlust des Magen-Darm-Trakts gekommen ist. Allerdings wird der Begriff Obstipation häufig auch gleichbedeutend mit Konstipation benutzt. 

Kann der Kot überhaupt nicht mehr vom Dickdarm weiter transprotiert werden, spricht man von Koprostase.

Verstopfung ist ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.

Was ist ein Megakolon?

Der Ausdruck Megakolon beschreibt genau das, was man zum Beispiel auf dem Röntgenbild sieht: ein "megagroßes" Kolon. Ein solcher krankhaft erweiterter Dickdarmteil, in dem sich große Kotmengen anstauen, kann sowohl Ursache als auch Folge der Verstopfung sein.

Beispielsweise  kann sich ein Megakolon entwickeln, wenn der Beckendurchmesser durch einen schlecht verheilten Beckenbruch so verengt ist, dass normal geformter Kot nicht mehr durch das Becken passt und dieser sich vor dem Hindernis anstaut. Wird dieses Problem frühzeitig erkannt und das Hindernis beseitigt, kann sich der Darm vollständig erholen. Wird der Darm jedoch über längere Zeit überdehnt, ist er irgendwann "ausgeleiert" (dilatiert) und kann sich nicht wieder erholen, auch wenn das ursprüngliche Hindernis beseitigt wird.

In fast zwei Drittel der Fälle lässt sich jedoch kein solches Hindernis und auch keine andere Ursache für das Megakolon feststellen. Dann spricht man von einem idiopathischen Megakolon. Idiopathisch bedeutet nichts anderes als "ohne bekannte Ursache". Studien deuten darauf hin, dass der Auslöser des idiopathischen Megakolons eine Fehlfunktion der Darmwandmuskulatur ist. Weshalb die glatte Muskulatur des Darms nicht richtig arbeitet, ist jedoch bis heute nicht bekannt.

Welche Symptome zeigen Katzen mit Verstopfung?

Typischerweise setzen Katzen mit Verstopfung nur alle paar Tage kleine Mengen harten Kot ab oder haben tatsächlich den Kotabsatz eingestellt. Wenn die Katzen Freigang haben, lässt sich aber gar nicht ohne Weiteres feststellen, wie oft sie Kot absetzen und wie dieser Kot aussieht. Folglich bleibt eine chronische Verstopfung häufig lange unbemerkt.

Andere Anzeichen für Verstopfung können sein:

  • Erbrechen: tritt häufig im Zusammenhang mit Verstopfung auf und kann das einzig wahrnehmbare Anzeichen für ein Problem sein.
  • Appetitlosigkeit, evtl. Gewichtsverlust
  • Mattigkeit, Erschöpfung
  • Unruhe
  • erfolgloses Pressen auf Kot (evtl. kommt Schleim oder Blut mit einer kleinen Menge Durchfallkot)
  • Absetzen von kleinen harten Kotballen außerhalb der Katzentoilette
  • Bauchschmerzen (Katze lässt sich ungern am Bauch anfassen)
  • vergrößerter Bauchumfang, evtl. sind feste "Knubbel" oder ein harter Strang im Bauch fühlbar
  • Austrocknung (Hautfalte verstreicht nicht sofort, Maulschleimhaut ist klebrig trocken)

Achtung: Manchmal lässt sich nicht unterscheiden, ob die Katze gerade erfolglos versucht, Kot abzusetzen oder Harn abzusetzen (z.B. bei Verlegung der Harnröhre durch Harnsteine).

Tritt eine leichte Verstopfung immer mal wieder auf, geht es den Katzen in der Regel ansonsten prima — was jedoch nicht bedeutet, dass sie nicht behandelt werden müssen. Bei länger andauernder Verstopfung können sie so große Probleme bekommen, dass sie als Notfall intensivmedizinisch betreut werden müssen; beispielsweise wenn sie austrocknen.

Welche Ursachen hat Verstopfung bei Katzen?

In vielen Fällen lässt sich die Ursache der Verstopfung nicht mehr ermitteln. Es sind jedoch eine Reihe von Faktoren bekannt, die Verstopfung begünstigen und auch einige Erkrankungen, die zu Verstopfung bei Katzen führen können.

Der Mechanismus, wie sich Verstopfung entwickelt, ist dabei immer ähnlich:

  1. Der Darminhalt hat aus irgendeinem Grund eine härtere Konsistenz als normal, sodass es schwierig ist, ihn weiterzutransportieren.
  2. Der Darminhalt bleibt aus irgendeinem Grund länger als üblich im Kolon. So lange er dort ist, wird ihm weiter Wasser entzogen, er dickt ein, wird wiederum härter als normal und kann nicht mehr weitertransportiert werden.

Übergewicht und Bewegungsmangel

Übergewicht und Bewegungsmangel beeinträchtigen die Darmperistaltik, sodass der Darminhalt nur sehr langsam weitertransportiert wird. 

Mangelnde Wasseraufnahme, Mangel an diätetischen Fasern

Damit der Darminhalt einigermaßen zügig durch den Darmkanal transportiert werden kann, ist ein gewisser Wassergehalt wichtig. Die Katze sollte also ausreichend trinken, wenn sie Trockenfutter zu fressen bekommt.

Quellfähige Pflanzenfasern im Futter sorgen dann dafür, dass Feuchtigkeit im Futterbrei gebunden wird und er nicht zu hart wird. Das Quellen der Pflanzenfasern erhöht auch das Volumen des Nahrungsbreis, was die Darmmuskulatur anregt, den Darminhalt weiterzutransportieren.

Stress und Unbehagen oder Schmerzen beim Kotabsatz

Fühlt eine Katze sich in ihrer Umgebung unwohl oder ist ihr die Katzentoilette nicht sauber bzw. nicht ungestört genug, kann es passieren, dass sie den Kotabsatz einstellt. Viele Katzen reagieren sensibel auf Stress zuhause (z.B. in einem Mehrkatzenhaushalt oder bei Familienzuwachs) und auf eine fremde Umgebung, z.B. in einer Katzenpension, bei einem Umzug oder auch bei stationärer Aufnahme in einer Tierarztpraxis. 

Schmerzen beim Kotabsatz sind besonders bei älteren Katzen nicht selten, da sie häufig unter Arthrose leiden. Sind das Becken oder die Hintergliedmaßen von Gelenkverscheiß betroffen, fällt es den Katzen schwer, sich zum Kotabsatz hinzuhocken und zu pressen. Auch schmerzhafte Wunden oder Entzündungen im Bauch- oder Dammbereich können eine Ursache sein.

Erkrankungen des Darms

Die häufigste Darmerkrankung, die mit Verstopfung einhergeht, ist das idiopathische Megakolon

Seltener können auch Verengungen des Darms die Kotpassage behindern, beispielsweise durch Darmtumoren oder durch Narben, die den Darmdurchmesser verkleinern. Solche Strikturen können eine Folge von Darmentzündungen (Kolitis) sein. Manchmal kommt es bei starken Reizungen der Darmschleimhaut durch den ständigen Drang zu pressen auch zum Darmvorfall (Rektumprolaps).

Weitere Ursachen für Verstopfung

  • Fehlbildungen von Rückenwirbeln bzw. Erkrankungen des Rückenmarks und der Nerven können Schmerzen oder Lähmungserscheinungen hervorrufen, die den Kotabsatz ebenfalls unmöglich machen. 
  • Katzen nehmen zwar seltener als Hunde Fremdkörper auf, doch können auch Knochenfragmente, Katzenstreu, Haare oder Gras eine Verstopfung hervorrufen.
  • Manchmal ist die Passage des Darminhalts durch das Becken aufgrund von Hindernissen außerhalb des Darms erschwert, beispielsweise wenn die Katze einmal einen Beckenbruch erlitten hat, der ungünstig wieder zusammengewachsen ist und den Beckenkanal einengt. Oder auch durch Tumoren, zum Beispiel der Gebärmutter oder der Beckenlymphknoten.
  • Bestimmte Medikamente können die Darmbewegungen beeinträchtigen (z.B. Opioide, bestimmte Beruhigungsmittel, Antihistamine etc.).
  • Erkrankungen, die zu Austrocknung oder zu Störungen des Elektrolytgleichgewichts führen, können ebenfalls eine Verstopfung verursachen (z.B. chronische Nierenerkrankungen oder Zuckerkrankheit). 

Welche Katzen sind besonders häufig von Verstopfung betroffen?

Verstopfung tritt häufiger bei mittelalten und älteren Katzen (6 Jahre und älter) auf sowie eher bei übergewichtigen Tieren als bei dünnen. 70 Prozent der betroffenen Tiere sind Kater. 

Was untersucht der Tierarzt bei Katzen mit Verstopfung?

Wenn Sie Ihre Katze wegen Verstopfung zum Tierarzt bringen, wird dieser versuchen, die Schwere und die Ursache des Problems herauszufinden. Hierfür sind die Angaben, die Sie zur Krankengeschichte machen können, ebenso wichtig wie eine gründliche Allgemeinuntersuchung, bei der das Allgemeinbefinden beurteilt, der Bauch vorsichtig abgetastet und die Analregion begutachtet wird. Zeigt die Katze bei diesen Untersuchungen besorgniserregende Krankheitsanzeichen wie etwa starke Austrocknung, wird eventuell bereits jetzt die Entscheidung gefällt, sie stationär aufzunehmen. 

Ein Röntgenbild ist sehr hilfreich, um beispielsweise ein Megakolon (krankhaft erweiterer Dickdarm) oder auch Hindernisse wie ein enges Becken oder Tumoren auszuschließen. Anhand von Blutuntersuchungen lässt sich feststellen, ob eine Stoffwechselerkrankung hinter dem Problem steckt und ob vielleicht Infusionen gegen Austrocknung und Elektrolytverschiebungen nötig sind. 

Sinnvoll ist auch eine vorsichtige rektale Untersuchung (in Sedation oder Narkose), die zum Beispiel Verengungen oder Erweiterungen des Enddarms oder andere Hindernisse im Beckenbereich erkennen lässt.

Bestehen Hinweise auf eine Darmerkrankung, kann nach der ersten Behandlung auch eine endoskopische Untersuchung nötig sein, um Gewissheit über die Krankheitsursache zu erhalten.

Die Untersuchungsergebnisse helfen dem Tierarzt zu entscheiden, welche Therapie am sinnvollsten ist. Manchmal reicht eine einfache Ernährungsumstellung, während in anderen Fällen sogar eine Operation nötig ist.

Wie wird Verstopfung bei Katzen behandelt?

Handelt es sich um eine vorübergehende Verstopfung aufgrund einer falschen Ernährung, reicht es normalerweise aus, die Fütterung zu optimieren und das Problem ist im wahrsten Sinne des Wortes gelöst. Bekommt die Katze Medikamente, welche die Darmperistaltik beeinträchtigen, sollten diese nach Möglichkeit abgesetzt werden.

In leichten Fällen von Verstopfung ist ein Suppositorium — das Gleitmittel oder die Darmmotorik anregende Stoffe enthält und mithilfe einer Pipette anal verabreicht wird — die erste Maßnahme um die Verstopfung zu beheben. Bei wiederkehrender Verstopfung ist es allerdings keine gute Lösung, immer wieder solche Suppositorien (manchmal auch als Mikroklistier bezeichnet) zu verabreichen. Wichtig ist hier die Umstellung auf eine faserreichere Nahrung (siehe unten).

Befinden sich große Mengen harten Kotes im Dickdarm, muss die Katze in Narkose gelegt werden und einen Einlauf (Klistier, Klysma) mit warmem Wasser bekommen, um die Verstopfung zu beseitigen. Manchmal ist diese Prozedur mehrfach nötig und in schweren Fällen muss der Tierarzt den Kot zusätzlich mit der Hand vorsichtig ausräumen.

Oral verabreichte Abführmittel (Laxantien) wie zum Beispiel Lactulose können mittelfristig helfen, den Darmbrei nach einer erfolgreich beseitigten Verstopfung weich zu halten. Allerdings sollten auch sie möglichst nicht über längere Zeit gegeben werden, da sie die Darmschleimhaut reizen können und ihre Wirkung mit der Zeit nachlässt. Ähnliches gilt für Malzpasten oder Paraffin, die als Gleitmittel den Transport des Darmbreis erleichtern.

Geben Sie Ihrer Katze niemals Paraffinöl, ohne dies vorher mit dem behandelnden Tierarzt abzusprechen. Besonders bei geschwächten Tieren besteht das Risiko einer schweren Lungenentzündung durch Verschlucken. 

Leidet die Katze unter Darmträgheit, kann die Darmmotorik mithilfe von sogenannten prokinetischen Medikamenten angeregt werden. Natürlich nur, wenn ausgeschlossen werden konnte, dass ein Fremdkörper oder eine Verlegung des Darms bzw. eine Verengung des Beckenkanals für die Verstopfung verantwortlich ist. In solchen Fällen kann eine Operation notwendig sein. 

Hat die Katze ein ausgeprägtes (dilatatives) Megakolon, ist die Darmwand unwiderbringlich geschädigt und kann mit Medikamenten nicht zufriedenstellend behandelt werden. Eine Entnahme des geschädigten Darmteils (Kolektomie) ist dann die einzige Behandlungsmöglichkeit und hat normalerweise eine gute Prognose. Direkt nach der Operation kann es für mehrere Wochen zu Durchfall kommen, bis sich die Verdauung auf den kürzeren Darm umgestellt hat.

Welches Futter ist für Katzen geeignet, die zu Verstopfung neigen?

Hat Ihre Katze immer wieder Probleme mit Verstopfung, sollte auf jeden Fall geklärt werden, ob sie bereits ein irreversibles Megakolon entwickelt hat, da Katzen mit Megakolon eine deutlich andere Fütterung benötigen als Katzen, die "nur" unter Verstopfung leiden!

Fütterung bei Verstopfung ohne Megakolon

Bei Katzen, die kein Megakolon haben, ist eine ballaststoffreiche Fütterung sinnvoll. Die Ballaststoffe sorgen als quellfähige Pflanzenfasern dafür, dass Wasser im Kot gebunden wird. Er bleibt weich und kann leichter den Dickdarm passieren.

Damit dies funktioniert, darf die Katze nicht mehr ausgetrocknet sein und muss ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen!

Da Ballaststoffe auch die Kotmenge erhöhen, wird die Darmwand etwas mehr gedehnt als bei ballaststoffarmer Fütterung, was die Darmmotorik anregt und für einen zügigen Weitertransport sorgt. Dies ist ein Grund, weshalb Katzen mit Megakolon keine ballaststoffreiche Nahrung bekommen sollten: Ihr überdehntes Kolon schafft es nicht mehr, sich auf einen Dehnungsreiz hin zusammenzuziehen und würde durch die größere Kotmenge nur noch weiter gedehnt, ohne den Kot weitertransportieren zu können. 

Ballaststoffe haben jedoch noch eine andere Eigenschaft, die berücksichtigt werden muss: einige von ihnen (die unlöslichen Fasertypen wie z.B. Futtercellulose) setzen die Verdaulichkeit des Futters herab, das heißt die Katze kann aus der gewohnten Futtermenge weniger Nährstoffe herausziehen als ohne Ballaststoffzusatz. Dies kann bei übergewichtigen Katzen durchaus erwünscht sein, birgt aber auch die Gefahr einer Mangelernährung. Die sogenannten löslichen Fasern (z.B. Flohsamen, Pektine oder Guar), die ebenfalls zu den Ballaststoffen gezählt werden, können in zu hoher Dosierung hingegen Durchfall auslösen.

Aus diesem Grund dürfen Ballaststoffe nicht nach dem Prinzip "viel hilft viel" zu jedem Futter zugegeben werden!

Die Zugabe von Ballaststoffen ist zwar sehr sinnvoll, sollte aber auf das Körpergewicht und die Fütterung der Katze abgestimmt werden. Geeignete Produkte sind zum Beispiel:

Es gibt auch mit Ballaststoffen angereicherte Futtermittel für Katzen, die zu Verstopfung neigen. Der große Vorteil solcher Spezialfutter ist, dass ihr Nährstoff- und Vitamingehalt auf den Ballaststoffgehalt abgestimmt ist, sodass eine Mangelernährung ausgeschlossen ist. Außerdem ist es bei wählerischen Katzen einfacher, sie für ein solches Futter zu begeistern, als ihnen ein Pulver über das gewohnte Futter zu streuen.

Für Katzen mit Verstopfung geeignet sind beispielsweise:

  • Royal Canin Fibre Response
  • Royal Canin Senior Consult Stage 1 Balance
  • Royal Canin Satiety Weight Management
  • Royal Canin Obesity Management
  • Hills w/d Feline
  • Hills r/d Feline
  • Specific FRD

Fütterung von Katzen mit Megakolon

Katzen, die bereits ein Megakolon entwickelt haben, oder immer wieder unter starker Verstopfung leiden, dürfen nicht mit Ballaststoffzusätzen behandelt werden. Da man davon ausgeht, dass die Muskulatur der Darmwand bei ihnen irreversibel geschädigt ist, versucht man die produzierte Kotmenge soweit wie möglich zu reduzieren. Diese Katzen bekommen deshalb ein sehr leicht- und hochverdauliches Futter mit möglichst wenig unverdaulichen Bestandteilen. Ein solches Spezialfutter, das auf Ernährungs- und Gesundheitszustand der Katze abgestimmt werden muss, bekommen Sie von Tierärzten. Zusätzlich benötigen diese Katzen in der Regel Abführmittel. Langfristig ist meist eine Operation die beste Lösung.

Was kann ich sonst noch tun um zu verhindern, dass meine Katze Verstopfung bekommt?

Wenn Ihre Katze zu Verstopfung neigt, können Sie sie neben der eigentlichen Behandlung mit Diätfutter und evtl. Abführmitteln auch mit einigen einfachen Maßnahmen sehr gut unterstützen:

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihrer Katze mehrere Katzentoiletten an ruhigen Orten zur Verfügung stehen und halten Sie diese so sauber wie möglich.
  • Bieten Sie Ihrer Katze an mehreren Plätzen (räumlich getrennt von Katzenoilette und Futternapf) Wasser an. Tipps zur Steigerung der Trinkmenge Ihrer Katze finden Sie auch in Dr. Hölters Ernährungsrubrik.
  • Falls Ihre Katze übergewichtig ist, sollte sie abnehmen. Am besten besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Tierarzt, wie Sie dabei am besten vorgehen.
  • Gefährdeten Katzen sollten Sie Stress so gut es geht ersparen. Lassen Sie sie zum Beispiel lieber von Nachbarn zuhause versorgen als sie in eine Katzenpension zu bringen, wenn Sie einmal wegfahren.
  • Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verstecken und so wissen viele Katzenbesitzer gar nicht, dass ihre ältere Katze unter einer schmerzhaften Arthrose leidet. Lassen Sie Ihre Katze deshalb auf Arthrose untersuchen und lassen Sie ihr eine wirksame Schmerztherapie zukommen.

 

Dr. Hölter wünscht Gute Besserung!

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