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Futterumstellung

Wie Sie Ihrer Katze neues Katzenfutter schmackhaft machen können

© iStockphoto.com/Julia Mashkova

Futterumstellung

Damit Ihre Katze ein neues Katzenfutter akzeptiert und verträgt, sollten Sie bei der Umstellung langsam vorgehen. Häufig müssen Sie etwas Beharrlichkeit aufbringen, um wählerische Individuen zu überzeugen.

Wechseln Sie das Katzenfutter nicht abrupt

Katzen sind hochspezialisierte Fleischfresser, die in freier Natur weniger Abwechslung auf dem Speiseplan haben, als viele Katzenhalter denken. Da gibt es oft Maus, Maus und nochmals Maus. Der Verdauungstrakt und besonders die Darmflora der Katze passen sich an das gewohnte Futter an und reagieren bei plötzlichen Veränderungen unter Umständen mit Verdauungsstörungen.

Deshalb sollten Sie für eine Futterumstellung etwa eine Woche einplanen, während der Sie das alte Futter schrittweise durch das neue ersetzen. Bewährt hat sich folgende Mischung:

  • Tag 1 und 2: 3/4 altes und 1/4 neues Futter
  • Tag 3 und 4: halb altes, halb neues Futter
  • Tag 5 und 6: 1/4 altes und 3/4 neues Futter
  • ab dem 7. Tag: nur noch das neue Futter 

Falls Ihre Katze das neue Katzenfutter mit Verachtung straft und sich nur ihr geliebtes Fresschen heraussortiert:

Dieser Trick hilft bestimmt...

  • Stellen Sie neben den Napf mit dem gewohnten Futter einen zweiten, mit dem neuen Futter.
  • Vermutlich wird Ihre Katze in den ersten Tagen nur ihr gewohntes Futter fressen. Gleichzeitig riecht sie aber das Aroma des neuen Katzenfutters.
  • So wird aus dem unbekannten Geruch langsam ein vertrauter Duft und nach einigen Tagen wird Ihre Katze das neue Futter auch probieren. 

Beachten Sie die Futterprägung Ihrer Katze

Dass Katzen neues Futter ablehnen, hat häufig gar nicht viel mit dem Geschmack zu tun, sondern liegt einfach an ihrer Futterprägung. Katzenbabys lernen von ihrer Mutter, was fressbar ist und was nicht. Alles was Mama ihnen nicht als Futter präsentiert, wird später schlichtweg nicht als „Futter“ erkannt. 

Wenn also Ihre Katze an Trockenfutter gewöhnt ist und Sie plötzlich Nassfutter in den Napf tun, wird sie Sie womöglich verständnislos ansehen und nicht so recht wissen, was sie damit anfangen soll.

Wenn es geht, bleiben Sie deshalb möglichst bei der Futterart, die Ihre Katze kennt. Ansonsten müssen Sie sehr viel Geduld aufbringen, um die Futterprägung zu überwinden und manchmal klappt es trotzdem nicht. 

Hier ein paar Tricks, die helfen können:

  • Mischen Sie das neue Futter nur häppchenweise unter das gewohnte Futter und planen sie sehr viel Zeit ein, bis schließlich nur noch das neue Futter im Napf ist.
  • Feuchten Sie Trockenfutter an, wenn Ihre Katze Nassfutter gewöhnt ist.
  • Nutzen Sie am Anfang Leckereien, auf die Ihre Katze besonders steht, als Geschmacksverbesserer. Je intensiver das Leckerchen schmeckt, desto besser. Leberwurst, Fleischbrühe oder Fischpaste sind z.B. gut geeignet.

Vorsicht: Benötigt Ihre Katze eine tierärztliche Diät, weil sie etwa Harnsteine, Nieren- oder Leberprobleme hat, müssen Sie einen Tierarzt fragen, welche Leckereien unbedenklich sind!

  • Erwärmen Sie das Katzenfutter evtl. auf Körpertemperatur, damit sich Aromen besser entfalten können.
  • Verbinden Sie das neue Futter spielerisch mit positiven Erlebnissen, indem Sie es etwa aus einem Futterball rieseln lassen.
  • Nutzen Sie den Futterneid: Wenn Sie noch andere Tiere haben, die das neue Futter mögen, kann eine gemeinsame Fütterung auch Futternörgler umstimmen.
  • Füttern Sie mit viel Liebe, am besten aus der Hand. Das wirkt besonders bei kranken Katzen oft Wunder. Allerdings sollten Sie dies möglichst nur kurzfristig tun, damit sich Ihre Katze nicht zu sehr daran gewöhnt.

Ganz wichtig: Bleiben Sie gelassen. Je verkrampfter Sie an die Sache herangehen, desto schlechter sind ihre Erfolgschancen.

Ideal wäre natürlich, bereits Kitten die noch bei der Mutter sind möglichst viele verschiedene Katzenfutter vorzusetzen. So können sie sich an verschiedene Geschmacksrichtungen und Futtertexturen gewöhnen und ein späterer Futterwechsel fällt leichter. 

Vorsicht vor der erlernten Aversion

Haben Sie schon einmal eine Lebensmittelvergiftung gehabt oder einen über den Durst getrunken? Dann verbinden Sie mit dem schuldigen Lebens- oder Genussmittel vermutlich sehr unangenehme Erfahrungen und meiden es.

Genau so ergeht es Katzen mit einer erlernten Futteraversion. Muss Ihre Katze beispielsweise in einer Tierklinik stationär behandelt werden, verbindet sie das Futter, das man ihr dort gegeben hat, vielleicht mit Schmerzen oder Unwohlsein. Es ist also keine gute Idee, ein neues Futter gerade dann zu geben, wenn es Ihrer Katze besonders schlecht geht. Manchmal lässt es sich aus gesundheitlichen Gründen allerdings nicht vermeiden. 

Im Idealfall sollten Sie Ihrer Katze so lange sie sich schlecht fühlt ein Futter geben, dass Sie hinterher nicht weiter füttern möchten. Beispielsweise könnten Sie Ihrer nierenkranken Katze während einer urämischen Phase, in der sie von Übelkeit geplagt wird, eine Nierendiät anbieten und sobald es ihr besser geht auf eine Nierendiät eines anderen Herstellers wechseln. Da nierenkranke Katzen immer mal wieder unter Übelkeit leiden können, ist es auch sinnvoll, mehrere Nierendiäten zu Hause zu haben, um im Notfall schnell ein Ersatzfutter geben zu können.

Die gute Nachricht: Die Futteraversion legt sich oft innerhalb einiger Wochen wieder. Es kann also sein, dass Ihre Katze nach ca. 4 Wochen das Futter wieder mit Appetit verspeist.

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