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Atopische Dermatitis

Allergisch bedingte Hauterkrankungen bei Hund und Katze

Katze mit Juckreiz Normale Fellpflege oder Juckreiz? © anderm - Fotolia.com

Atopische Dermatitis

Kratzen, scheuern, lecken, knabbern:— Allergien verursachen bei Hunden und Katzen Juckreiz, der die Tiere und ihre Halter regelrecht zur Verzweiflung treiben kann. Doch Abhilfe ist möglich.

Was ist eine atopische Dermatitis?

Die atopische Dermatitis ist eine Hauterkrankung, die durch eine allergische Reaktion auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt (Allergene) hervorgerufen wird; z.B. durch Hausstaubmilben oder Pollen.

Die überschießende Immunreaktion führt bei Hund und Katze nicht zu Heuschnupfen, wie wir Menschen ihn kennen, sondern zu Juckreiz und entzündeter Haut, am ehesten vergleichbar mit Neurodermitis. Die Symptome sind bei Katzen andere als bei Hunden.

Wie äußert sich eine atopische Dermatitis beim Hund?

Das erste und wichtigste Symptom einer allergischen Hauterkrankung bei Hunden ist chronischer Juckreiz.

Typischerweise kratzen und scheuern sich betroffene Hunde im Gesicht, vor allem rund um Lefzen und Augen sowie an den Ohren. Auch die Pfoten, die Vorderseiten der Beine, Achselhöhlen und Leistengegend sowie der Analbereich jucken und werden geleckt oder beknabbert. Viele Hunde bearbeiten die juckenden Stellen bis aufs Blut und manche verstümmeln sich regelrecht selbst (Automutilation).

Viele von atopischer Dermatitis betroffene Hunde leiden gleichzeitig an einer chronischen Ohrenentzündung (Otitis externa).

Die Folge der juckenden, entzündeten Haut ist bei Hunden sehr schnell eine Hautinfektion —— mit Bakterien (Staphylokokken) und/oder Hefen (Malassezien) —— welche die Hautentzündung noch weiter anheizt.

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Typische Befunde, die Sie vielleicht im Arztbericht lesen, sind:

  • Pruritus (Juckreiz)
  • Alopezie (haarlose Stellen)
  • Exkoriationen (flächige blutende Hautdefekte)
  • oberflächliche oder tiefe Pyodermie (eitrige Hautentzündung)
  • Lichenifikation (Hautverdickung)
  • Seborrhö (Schuppenbildung)
  • Cheylitis (Entzündung der Lefzen)
  • Pododermatitis (Entzündung der Ballen und des Zwischenzehenbereichs)

Wie äußert sich eine atopische Dermatitis bei der Katze?

Auch bei Katzen ist Juckreiz das Hauptsymptom. Allerdings lecken sich Katzen eher, statt sich zu kratzen wie ein Hund und fast immer tun sie das heimlich. Viele Katzenbesitzer bemerken deshalb zuerst haarlose Stellen (Alopezie) und wissen gar nicht, dass ihre Katze eigentlich unter Juckreiz leidet.

Juckreiz ist die häufigste Ursache für haarlose Stellen bei Katzen.

Auch Katzen können ihre Haut bei Juckreiz so vehement bearbeiten, dass sie sich selbst blutende Wunden (Exkoriationen) zufügen, meist im Kopf- und Halsbereich. Hautinfektionen wie bei Hunden treten aber nur selten auf.

Typisch ist bei allergischen Katzen eine sogenannte miliare Dermatitis: Es entstehen unzählige kleine Knötchen in der Haut, die aufbrechen, nässen und verkrusten können.

Auch der so genannte eosinophile Granulomkomplex (EGK) ist eine Form der atopischen Dermatitis. Der EGK kommt in drei Ausprägungen vor: Manche Katzen entwickeln ganz typische streifenförmige Schwellungen und Rötungen, die sogenannten linearen Granulome, andere zeigen eosinophile Plaques:— flächige Hautverdickungen und Rötungen, die nässen und bluten können. Wieder andere entwickeln ein sogenanntes indolentes Ulkus (Ulcus rodens), meist an der Oberlippe, die dann wie "angefressen" aussieht, trotzdem jedoch nicht schmerzhaft (indolent) ist. 

Was sind die Ursachen einer atopischen Dermatitis?

Genetische Veranlagung

Das manche Tiere Allergien entwickeln beruht —— ebenso wie bei uns Menschen —— auf einer angeborenen Veranlagung. Diese erbliche Allergie-Neigung nennt man "Atopie", betroffene Hunde und Katzen "Atopiker".

Das Immunsystem von Atopikern reagiert auf Kontakt mit gewissen Fremdstoffen anders als es sollte. Es bildet mehr Antikörper des Typs IgE, welche Juckreiz und Entzündungsreaktionen der Haut fördern. Gleichzeitig ist bei Atopikern nachweislich die Barrierefunktion der Haut gestört, sodass sie zu trockener Haut neigen und Allergene leichter in die Haut eindringen können.

Da die Neigung zu Allergien erblich ist, sollte mit Tieren, die Allergieprobleme zeigen, auf keinen Fall gezüchtet werden!

Fast jeder dritte Nachkomme eines unter Allergien leidenden Elternteils entwickelt selbst eine allergische Erkrankung. Sind beide Elterntiere Allergiker, wird statistisch gesehen jeder zweite Welpe aus einer solchen Paarung Allergien entwickeln. Ein derart hohes Risiko, eine unheilbare chronische Erkrankung zu entwickeln, ist mit verantwortungsvoller Zucht nicht zu vereinbaren —— selbst wenn die Allergie bei den Elterntieren nur leicht ausgeprägt sein sollte!

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Juckreiz-verstärkende Faktoren

Nicht jedes Tier mit Allergie-Neigung entwickelt allerdings eine juckende Hauterkrankung (Dermatitis), auch wenn es mit dem Stoff in Berührung kommt, gegen den es allergisch ist. Es müssen noch andere Faktoren hinzu kommen, damit die individuelle "Juckreiz-Schwelle" überschritten wird, das Tier sich kratzt und die Haut sich entzündet. Zu diesen Faktoren gehören zum Beispiel:

  • Passivrauchen
  • Stress
  • Schwitzen (Zehenbereich)
  • Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit
  • Flohspeichelallergie

Das erklärt, weshalb manche Allergiker lange Zeit gut zurecht kommen und plötzlich wieder starken Juckreiz entwickeln. Dann hat in der Regel einer dieser Faktoren den Juckreiz so verstärkt, dass die Wahrnehmungsschwelle überschritten wurde.

Weshalb nehmen allergische Erkrankungen bei unseren Haustieren zu?

Genau wie bei Menschen wird auch bei Hunden und Katzen in der westlichen Welt die Zahl der Allergiker seit Jahrzehnten immer größer.

Ein Grund scheint zu sein, dass Hund und Katze heute meist in beheizten Räumen leben, in denen z.B. Hausmilben (= Hausstaubmilben und Vorratsmilben) ideale Lebensbedingungen vorfinden und sich stark vermehren.

Gleichzeitig trachten wir danach, unsere Haustiere möglichst gesund und vor allem wurmfrei zu halten, schließlich leben wir in engem Kontakt mit ihnen. Das Immunsystem reagiert auf eine Parasiteninfektion jedoch ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion und durch die verbesserte Hygiene ist dieser Teil des Immunsystems quasi arbeitslos geworden. Man könnte die Allergie also als Ersatzbeschäftigung für unterforderte Immunzellen ansehen.

Wie wird eine atopische Dermatitis diagnostiziert?

Die Diagnose "atopische Dermatitis" ist eine Ausschlussdiagnose: Erst wenn andere Gründe für juckende Hauterkrankungen ausgeschlossen wurden, was manchmal nicht einfach ist, darf man annehmen, dass es sich tatsächlich um eine allergisch bedingte Hauterkrankung handelt.

Sehr wichtig für die Diagnose allergischer Hauterkrankungen ist das Gespräch mit Ihrem Tierarzt über die Krankengeschichte Ihres Tieres (Anamnese). Ihr Tierarzt wird Sie unter anderem fragen,

  • ob bei Geschwistern und Eltern Ihres Hundes bzw. Ihrer Katze ähnliche Probleme auftraten —— da die Atopie familiär gehäuft auftritt
  • ob Sie weitere Tiere im Haushalt haben oder viel Kontakt zu anderen Tieren haben —— um infektiöse Hauterkrankungen wie z.B. Hautpilz auszuschließen
  • ob Ihr Tier im Ausland war —— da Mittelmeerkrankheiten wie die Leishmaniose ähnlich aussehen können wie eine atopische Dermatitis
  • wie die Erkrankung angefangen hat —— typischerweise zuerst Juckreiz, später Hautläsionen
  • in welchem Alter der Juckreiz begonnen hat —— klassicherweise zwischen 6 Monaten und 3 Jahren
  • ob der Juckreiz ganzjährig oder saisonal auftritt —— um Hinweise auf das auslösende Allergen zu bekommen
  • ob Sie regelmäßig Floh- und Zeckenprophylaxe anwenden —— da Floh- und Zeckenbefall ebenfalls Juckreiz auslösen
  • was Sie füttern —  da Futtermittelunverträglichkeiten häufig zusammen mit Atopien auftreten und von diesen klinisch auch nicht zu unterscheiden sind

Um andere Ursachen für juckende Hauterkrankungen auszuschließen, werden in der Regel verschiedene Untersuchungen notwendig sein, zum Beispiel:

  • wird immer geschaut, ob Flöhe oder Flohkot zu entdecken sind
  • in der Regel werden mehrere Hautgeschabsel angefertigt. Unter dem Mikroskop lassen sich dann z.B. Milben, Hefen, Bakterien und Entzündungszellen nachweisen 
  • häufig Tests auf Hautpilzbefall (mykologische Tests). Achtung: Hautpilzerkrankungen bei Hunden und Katzen können auch für Menschen ansteckend sein!
  • eventuell Blutuntersuchungen, z.B. zum Ausschluss von hormonellen Erkrankungen und von Infektionskrankheiten wie Leishmaniose
  • manchmal auch Hautstanzen (Biopsien)

Sinnvoll ist auch, die Katze bzw. den Hund zu Diagnosezwecken auf eine Allergikerdiät (Eliminationsdiät) zu setzen, da Futterunverträglichkeiten allein für den Juckreiz verantwortlich sein können oder eben andere Allergien (z.B. auf Hausstaubmilben) verstärken können.

Anders als man vermuten würde spielen Allergietests bei der Diagnose der atopischen Dermaitits zunächst keine große Rolle, denn viele gesunde Tiere reagieren im Allergietest positiv auf bestimmte Allergene, ohne dass das Auswirkungen auf ihre Gesundheit hätte. Fast alle gesunden Hunde reagieren beispielsweise im Allergietest auf Hausmilben. Ein positives Testergebnis auf Hausmilben heißt deshalb noch lange nicht, dass das aktuelle Hautproblem damit zusammenhängt. Allergietests sind vor allem dann interessant, wenn eine Hyposensibilisierung versucht werden soll.

Es kommt auch vor, dass bei ein und demselben Tier bei verschiedenen Allergietests unterschiedliche Ergebnisse herauskommen und diese nicht wirklich zum Beschwerdebild passen. Das heißt nicht, dass Allergietests sinnlos wären, die Interpretation der Testergebnisse erfordert deshalb viel Erfahrung.

Neben den so genannten Aeroallergenen (luftgetragenen Allergenen) wie Milben und diversen Pollen werden bei Allergietests in der Regel auch andere Allergene getestet, zum Beispiel Flohspeichel und verschiedene Nahrungsmittelbestandteile. Das ist sinnvoll, da Atopiker häufig auch Flohspeichelallergien oder Nahrungsmittelallergien haben.

Wie wird eine atopische Dermatitis behandelt?

Die Allergie, die hinter der atopischen Dermatitis steckt, lässt sich leider nicht heilen. Mit der richtigen Behandlung lässt sich die Erkrankung jedoch häufig gut kontrollieren, sodass Ihr Tier beschwerdefrei oder doch zumindest mit einer guten Lebensqualität alt werden kann. Allerdings erfordert die Behandlung der atopischen Dermatitis anfänglich oft viel Geduld, denn:

  • jedes Tier reagiert individuell auf die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten
  • häufig spielen diverse juckreiz-fördernde Faktoren eine Rolle, die alle erkannt und eliminiert werden müssen
  • die Haut braucht bei hochgradigen Veränderungen mehrere Monate, um sich vollständig zu regenerieren

Juckreiz- und entzündungshemmende Medikamente und Nahrungszusätze

Viele Hunde und Katzen mit allergisch bedingten Hautproblemen benötigen, zumindest in der Anfangsphase, kortisonhaltige Medikamente, um den Juckreiz und die Hautentzündung unter Kontrolle zu bringen. Diese werden oral gegeben  oder auch lokal auf die Haut aufgetragen. In der Regel kann die Kortisondosis langfristig stark reduziert oder das Medikament nach und nach ganz abgesetzt werden.

Bitte setzen Sie Kortisonpräparate nie eigenmächtig und nie schlagartig ab!

Ähnliche Ergebnisse wie mit Kortisonpräparaten lassen sich mit dem Wirkstoff Cyclosporin A erzielen, der zum Beispiel auch bei Autoimmunerkrankungen und in der Transplantationsmedizin verwendet wird. Nachteil von Cyclosporin A ist, dass die Wirkung frühestens vier Wochen nach Behandlungsbeginn einsetzt und dass die Behandlung zumindest bei größeren Hunden recht kostspielig ist.

Auch die vielen Heuschnupfen-Geplagten bekannten Antihistaminika eignen sich zur langfristigen Juckreiz-Unterdrückung. Wichtig ist, dass solche Antihistamin-Tabletten dauerhaft gegeben werden müssen, da sie vorbeugend wirken sollen. Antihistamine erst dann zu verabreichen, wenn die Haut schon "aufgeblüht" ist, weil die Pollen fliegen, nützt leider wenig.

Bitte greifen Sie nicht einfach zu Allergietabletten aus Ihrer eigenen Hausapotheke, um Ihr Tier zu therapieren!

Es gibt Antihistamintabletten für Tiere und die geeignete Dosierung zu finden gehört in die Hände eines Tierarztes.

Sehr gut bewährt haben sich auch Nahrungszusätze mit essenziellen Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren). Sie wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern stärken zusätzlich die bei Atopikern geschwächte Hautbarriere. Empfehlenswert sind zum Beispiel:

Persönlich haben wir in unserer Praxis sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Rinderkolostrum bei Allergikern gemacht. Wir setzen regelmäßig unser Ergänzungsfutter Dr. Hölter Jolostrum bei Hunden und Katzen mit allergisch bedingten Haut- und Verdauungsproblemen ein. Das in Dr. Hölter Jolostrum enthaltene Rindercolostrum kann über immunmodulierende Inhaltsstoffe dazu beitragen, ein überempfindliches Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Darmbarriere zu stärken. Da Atopiker oft zeitgleich unter Futterallergien und -unverträglichkeiten leiden, ist der positive Effekt des Colostrums auf die Darmbarriere sehr hilfreich dabei, chronische Darmreizungen (chronic low grade inflammation) in den Griff zu bekommen und die Darmflora (Mikrobiom) zu normalisieren. Außerdem enthält Dr. Hölter Jolostrum Vitamin D, das eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt, bei Tieren mit chronischen Entzündungen aber oft nicht in ausreichender Menge im Blut vorhanden ist. Eine Studie konnte außerdem nachweisen, dass atopische Hunde, die Vitamin D bekamen, besser auf die Behandlung mit Kortisonpräparaten ansprachen als Hunde, die kein zusätzliches Vitamin D bekamen.

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Behandlung begleitender Hautinfektionen

Gerade Hunde mit atopischer Dermatitis leiden fast immer unter begleitenden Hautinfektionen mit Bakterien (Staphylokokken) oder Hefen (Malassezien), die den Juckreiz massiv verstärken und behandelt werden müssen. Um bakterielle Infektionen in den Griff zu bekommen, ist eine Behandlung mit Antibiotika (Antibiose) nötig, die Sie über mehrere Wochen durchhalten müssen.

Bitte brechen Sie die antibiotische Behandlung nie eigenmächtig ab, auch wenn die Haut Ihres Tieres schon gut aussieht. Eine lange Behandlungszeit ist wichtig, um wiederkehrende Infektionen und vor allem Antibiotikaresistenzen zu vermeiden.

Begleitend zur Antibiotikabehandlung sind Bäder mit antibakteriellen Shampoos empfehlenswert.

Hefepilzinfektionen, die sich gern in Hautfalten entwickeln, wo es warm und feucht ist (z.B. zwischen den Zehen), lassen sich mit geeigneten Shampoos und evtl. oral verabreichten Pilzmedikamenten (Antimykotika) in den Griff bekommen.

Manchmal sind auch verschiedene Hautmilben mit im Spiel, die mit Antiparasitika bekämpft werden sollten.

Bei vielen Tieren mit atopischer Dermatitis müssen Ohrenentzündungen (Otitis externa) mit Ohrreinigern behandelt werden, die antibakteriell und/oder gegen Ohrmilben wirken sowie die Ohrenschmalzproduktion regulieren.

Nicht zuletzt sollten Sie die Analbeuteldrüsen kontrollieren lassen, da geschwollene und entzündete Analbeutel wahnsinnig jucken.

Bäder und Hautpflege

Gesunde Hunde und Katzen sollten Sie eigentlich nur baden, wenn sie so stinken oder vor Dreck starren, dass Sie sie ungebadet nicht ins Haus lassen wollen. Bei Allergikern ist das anders, denn durch Waschungen mit geeigneten medizinischen Shampoos können Sie:

  • im Fell hängende Allergene auswaschen
  • die geschwächte Hautbarriere unterstützen
  • Die Talgproduktion regulieren bzw. Schuppen bekämpfen
  • eventuelle Infektionen unterstützend behandeln (mit entsprechenden Spezialshampoos vom Tierarzt)

Wie oft ein Bad sinnvoll ist, welche Shampoos wann zum Einsatz kommen und was Sie beim Baden beachten sollten, lesen Sie im Beitrag: Hautpflege für Katzen und Hunde mit Allergien.

Zur einfachen, hautschonenden Reinigung ist ein mildes hypoallergenes Shampoo empfehlenswert, z.B.:

Da bei Atopikern die Hautbarriere gestört ist und sie zu trockener Haut neigen, ist außerdem die Anwendung spezieller Spot ons mit essenziellen Fettsäuren und feuchtigkeitsspendender oder juckreizlindernder Hautsprays empfehlenswert, z.B.:

Eliminationsdiät für Allergiker

Eine atopische Dermatitis tritt häufig zusammen mit Futterunverträglichkeiten auf und beide sind klinisch nicht voneinander zu unterscheiden. Deshalb ist eine Ausschlussdiät als diagnostische Maßnahme auf jeden Fall sinnvoll. Ist sie erfolgreich, sollten Sie sie lebenslang beibehalten.

Viele Tierärzte empfehlen für die Phase der Diagnosefindung eine selbstgekochte Diät. Es gibt aber auch hierfür spezielle Allergikerdiäten, so genannte hydrolysierte Diäten, zu kaufen, beispielsweise:

Langfristig ist die Fütterung eines Fertigfutters einfach praktischer und Sie können sicher sein, dass Ihr Tier rund um gut versorgt wird. Wichtig ist, dass Sie auf tierärztliche Diätfutter zurückgreifen, deren Reinheit garantiert ist und bei deren Produktion auf die Vermeidung eines Milbenbefalls Wert gelegt wird.

Falls Sie langfristig eine selbstgekochte Diät füttern möchten, müssen Sie auf jeden Fall Vitamine, Mineralstoffe und möglichst auch Ballaststoffe ergänzen. Achten Sie darauf, dass Sie für Allergiker geeignete Produkte verwenden (z.B. ohne Gelatine oder Geschmackszusätze)!

Für Allergiker geeignete Nahrungsergänzungen, die sich gut mit einer Eliminationsdiät kombinieren lassen, sind z.B.:

Ausführlichere Tipps zu Eliminationsdiäten, zu Vorratsmilben und zur Futterlagerung finden Sie hier:

Parasitenprophylaxe

Viele Atopiker reagieren sehr empfindlich auf Flohbisse oder Zeckenstiche. Ein einziger Floh kann, wenn neben der atopischen Dermatitis eine Flohspeichelallergie besteht, den Juckreiz ins Unerträgliche steigern. Deshalb sollten Sie Ihren Hund oder Ihre Katze ganz konsequent vor Flöhen und Zecken schützen. Am besten sind abschreckende Präparate (Repellentien), die die Parasiten vergraulen und Wirkstoffe, die die Plagegeister schnell töten. Ihr Tierarzt kann Ihnen entsprechende Präparate empfehlen.

Wenn Sie tatsächlich einen Flohbefall feststellen, können Sie davon ausgehen, dass die Umgebung Ihres Tieres bereits mit Floheiern etc. kontaminiert ist. Deshalb ist dann auch eine Umgebungsbehandlung notwendig.

Hyposensibilisierung (ASIT)

Bei der Hyposensibilisierung werden die im Allergietest identifizierten Allergene regelmäßig in sehr geringer Menge gespritzt. Dadurch soll erreicht werden, dass sich die Immunantwort Ihres Tieres bei Kontakt mit dem Allergen "normalisiert", dass es also im Verhältnis weniger Antikörper vom IgE Typ bildet, welche die Allergiereaktion ankurbeln, und mehr IgG-Antikörper, die auch bei der normalen Infektabwehr produziert werden.

In der Regel können Sie als Tierbesitzer die Injektionen bei Ihrem Tier selbst durchführen. Erste Erfolge sind nach 6 bis 12 Monaten zu erwarten, die ganze Behandlung sollte mindestens 2 Jahre durchgehalten werden.

Der gängige wissenschaftliche Name für die Hyposensibilisierung ist ASIT = AntigenSpezifische ImmunTherapie.

Was kann ich noch tun, um meinem Tier mit atopischer Dermatitis zu helfen?

Allergenbelastung reduzieren

Zusätzlich zur tierärztlichen Behandlung und Hautpflege können Sie mit einigen einfachen Maßnahmen die Allergenbelastung reduzieren:

  • Wischen Sie Ihr Tier regelmäßig mit einem feuchten Tuch das Fell ab, z.B. nach dem Spaziergang.
  • Tauchen Sie die Pfoten Ihres Hundes nach dem Spaziergang kurz in kühles Wasser, um Pollen-Allergene abzuspülen

Dezimieren Sie die Hausstaubmilben, z.B. durch:

  • häufiges feuchtes Wischen
  • regelmäßiges Waschen von Decken und Kissen, auf denen Ihr Tier ruht, bei mindestens 60°C
  • Verzicht auf plüschiges Spielzeug (oder Sie stecken es regelmäßig in die Tiefkühltruhe oder den Wäschetrockner)
  • evtl. milbendichte Kissenbezüge, sog. Encasings
  • evtl. den Einsatz von Milbensprays (manche Tiere reagieren allerdings sensibel auf den Geruch)

 Verringern Sie die Vorratsmilbenbelastung. Tipps dazu finden Sie unter:

Für Gesundheit und Wohlbefinden sorgen

Wer selbst Allergien hat, weiß aus eigener Erfahrung wie Stress die allergischen Beschwerden verschlimmert. Nicht anders ist es bei Ihrem Tier. Deshalb sollten Sie versuchen, psychische Stressfaktoren bei Ihrem Tier zu identifizieren und nach Möglichkeit abzustellen. Das kann zum Beispiel sozialer Stress innerhalb einer Katzengruppe oder eines Hunderudels sein, weil Rückzugsmöglichkeiten fehlen, oder auch Stress durch Einsamkeit und Trennungsängste.

Ebenso wichtig ist der Ernährungszustand Ihres Tieres, da Ernährungsmängel die Haut als größtes Körperorgan häufig besonders beeinträchtigen. Bei chronischen Hauterkrankungen unterstützt eine hochwertige Tiernahrung die Regeneration der Haut. Deshalb enthalten Allergikerdiäten in der Regel z.B. hohe Konzentrationen an essenziellen Fettsäuren und besonders hochwertige Proteine.

Temperatur und Luftfeuchte im Aufenthaltsbereich Ihres Tieres beeinflussen die Hautgesundheit. Deshalb sollten Sie sowohl Kälte vermeiden als auch Hitze (Schwitzen an den Pfoten verstärkt dort den Juckreiz). Trockene Luft macht die ohnehin trockene Haut von Allergikern noch trockener und führt so zu mehr Juckreiz. Während der Heizperiode sind deshalb feuchtigkeitsspendende Hautsprays eine gute unterstützende Maßnahme. Luftbefeuchter helfen ebenfalls, allerdings müssen Sie beachten, dass sich Hausstaubmilben und Schimmelpilze in feucht-warmer Raumluft besonders gut vermehren.

Und zum guten Schluss können Sie Ihrem Tier und sich selbst etwas Gutes tun, indem Sie mit dem Rauchen aufhören. Passivrauchen verstärkt Allergien bei Mensch und Tier.

Dr. Hölter und sein Team wünschen Gute Besserung!

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