
Dr. Hölter
Beta-1,3/1,6-Glucane sind natürliche Mehrfachzucker (Polysaccharide) mit einer charakteristisch verzweigten Struktur. Für Dr. Hölter Produkte verwenden wir hochgereinigte Beta-1,3/1,6-Glucane aus Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae), denn: Erst wenn die umgebende Mannoprotein-Schicht entfernt ist, liegt die verzweigte Struktur frei, auf die es ankommt.
Auch Stärke und Zellulose sind Mehrfachzucker, ihre Bausteine sind aber anders verknüpft (in Alpha- bzw. Beta-1,4-Bindungen) und bilden lange, unverzweigte Ketten. Für den Körper sind das reine Nährstoffe bzw. Ballaststoffe. Erst die typische 1,3/1,6-Verzweigung macht aus einem Glucan das, was die Abwehr als besonderes Signal wahrnimmt.
Im Laufe der Evolution hat der Körper gelernt, die typische Struktur von Beta-1,3/1,6-Glucanen zu erkennen, da sie häufig in der Zellwand von Pilzen und Bakterien, also möglichen Krankheitserregern, vorkommt. Bestimmte Zellen der angeborenen Abwehr – vor allem sogenannte Fresszellen (Makrophagen) – tragen passende Bindungsstellen für diese Struktur. Ein Großteil dieser Zellen sitzt in der Darmwand, dem größten immunologischen Bereich des Körpers. Über diesen Weg können Beta-1,3/1,6-Glucane die körpereigene Abwehr ansprechen und ein ausgewogenes Gleichgewicht unterstützen.
Belastende Lebensphasen – etwa das Wachstum junger Tiere, körperliche Anstrengung, Stress oder ein höheres Alter – können die natürliche Abwehr fordern. Beta-1,3/1,6-Glucane werden in solchen Phasen ergänzt, um eine ausgewogene körpereigene Abwehr zu unterstützen. Zusätzlich haben sie einen präbiotischen Effekt.
Haut und Abwehr hängen eng zusammen: Die Haut ist eine wichtige Barriere und zugleich ein aktiver Teil der körpereigenen Abwehr. Da Beta-Glucane die Zellen der angeborenen Abwehr ansprechen, werden sie auch im Zusammenhang mit der Hautgesundheit untersucht. In einer placebokontrollierten Studie an Hunden verbesserte sich unter Beta-Glucan-Fütterung neben dem Hautbild auch die Fellqualität. Für sensible Haut können Beta-Glucane daher eine sinnvolle ernährungsphysiologische Komponente sein.
Die Qualität handelsüblicher Beta-Glucane schwankt stark – nicht ausreichend gereinigte Produkte sprechen die Abwehr kaum an. Reinheit und definierte Struktur sind daher die entscheidenden Qualitätsmerkmale. Beta-1,3/1,6-Glucane aus Hefe gelten als sicher (EFSA, 2011) und sind hitzestabil.