Aminosäuren
Aminosäuren sind die Grundbausteine für Eiweiße (Proteine) und Eiweißverbindungen.
Weiterlesen →Aminosäuren sind die Grundbausteine für Eiweiße (Proteine) und Eiweißverbindungen.
Weiterlesen →Mehrzahl: Antioxidanzien, Antioxidantien.
Weiterlesen →Arginin ist eine für Hunde und Katzen essenzielle Aminosäure.
Weiterlesen →Beta-Carotin ist ein Farbstoff, der z.B.
Weiterlesen →Bioaktive Substanzen sind gesundheitsfördernde Wirkstoffe in Nahrungsmitteln, die aber keine Nährstoffe sind.
Weiterlesen →Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin des Vitamin-B-Komplexes.
Weiterlesen →Chlorid ist die elektrisch geladene Form (Ion) von Chlor.
Weiterlesen →Der Mineralstoff Eisen ist sowohl im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) als auch im Muskelfarbstoff (Myoglobin) enthalt...
Weiterlesen →In einer Flüssigkeit gelöstes, elektrisch geladenes Salz eines Mineralstoffs.
Weiterlesen →Abkürzung für Eikosapentaensäure (eicosaic pentaic acid) und Dokosahexaensäure (docosaic hexaic acid).
Weiterlesen →Der Erhaltungsbedarf ist der Bedarf an Energie, den die Tiere im Erhaltungsstoffwechsel haben, wenn sie also keine be...
Weiterlesen →Von den etwa 20 natürlicherweise für die Eiweißsynthese verwendeten Aminosäuren sind nur 10 für Hund und Katze essenz...
Weiterlesen →Essentielle Fettsäuren (EFA, essential fatty acids) sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vom Organismus nicht s...
Weiterlesen →Fette (Lipide) sorgen im Hunde- und Katzenfutter für Schmackhaftigkeit und eine gute Futterstruktur.
Weiterlesen →Glukose ist Traubenzucker und auch unter dem Namen Dextrose bekannt.
Weiterlesen →Das Spurenelement Jod wird für die Synthese von Schilddrüsenhormonen benötigt.
Weiterlesen →Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für alle Tiere, der hauptsächlich innerhalb der Körperzellen vorkommt.
Weiterlesen →Fast das gesamte Kalzium im tierischen Organismus befindet sich in den Knochen und Zähnen.
Weiterlesen →Kohlenhydrate sind Zuckerverbindungen.
Weiterlesen →Kupfer ist ein Spurenelement, dessen Funktion im Organismus sehr eng mit der von Eisen verknüpft ist.
Weiterlesen →Carnitin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure.
Weiterlesen →Linolsäure
Weiterlesen →Magnesium ist ein für die Knochenstabilität[nbsp]und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge der Körperzellen[nbsp]wicht...
Weiterlesen →Das Spurenelement Mangan ist Bestandteil verschiedener Enzyme und dadurch an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Weiterlesen →Mineralstoffe benötigt der Körper für seine Stoffwechselprozesse.
Weiterlesen →Natrium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im tierischen Organismus.
Weiterlesen →NfE ist die Abkürzung für "stickstoffreie Extraktstoffe"[nbsp] englisch "nitrogen free extracts"[nbsp] die bei der...
Weiterlesen →Wirkung im Organismus Für Hunde und Katzen ist die Omega-3-Fettsäure Aplha-Linolensäure essentiell.
Weiterlesen →Omega-6-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren.
Weiterlesen →Große Mengen des Mineralstoffs Phosphor sind in Knochen und Zähnen zu finden.
Weiterlesen →Proteine sind Eiweiße.
Weiterlesen →Schwefel gehört zu den Mineralstoffen.
Weiterlesen →Selen ist ein Spurenelement, dass die Zellmembranen vor Schäden schützt.
Weiterlesen →Spurenelemente sind Mineralstoffe, die im Organismus nur in sehr geringen Mengen (Spuren) vorkommen.
Weiterlesen →Stärke gehört zu den leicht verdaulichen Kohlenhydraten.
Weiterlesen →Taurin ist eine für Katzen essentielle Aminosäure.
Weiterlesen →Thiamin ist eine wasserlösliches Vitamin, das zum Vitamin-B-Komplex gehört.
Weiterlesen →Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin.
Weiterlesen →B-Vitamine sind eine Gruppe wasserlöslicher Vitamine, die im Körper eng zusammenwirken.
Weiterlesen →wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine.
Weiterlesen →Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin.
Weiterlesen →Vitamin D (Calciferol) reguliert zusammen mit der Nebenschilddrüse den Knochenstoffwechsel.
Weiterlesen →Vitamin E (Tocopherol) ist ein Antioxidans.
Weiterlesen →Vitamin K (Phyllochinon) ist ein fettlösliches Vitamin und wichtig für die Blutgerinnung.
Weiterlesen →Vitamine sind Stoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der tierische Organismus sie nicht selbst h...
Weiterlesen →Säugetiere bestehen zu etwa 70 % aus Wasser und bereits ein Verlust von etwa 10 % dieses Körperwassers ist tödlich.
Weiterlesen →Das Spurenelement Zink ist besonders wichtig für das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit.
Weiterlesen →Aminosäuren sind die Grundbausteine für Eiweiße (Proteine) und Eiweißverbindungen. Es existieren 20 "proteinogene" (für die Eiweißbildung verwendete) Aminosäuren, von denen je nach Tierart nur 8 bis 10 unbedingt in der Nahrung enthalten sein müssen. Dies sind die sogenannten essenziellen Aminosäuren. Alle anderen Aminosäuren können vom Organismus durch biochemische Synthese (Biosynthese) gebildet werden.
Alle Aminosäuren kommen in der Nahrung entweder als sog. D-Form oder als L-Form vor. Biologisch aktiv und für die Eiweißsynthese geeignet ist nur die L-Form.
Essenziell für Hund und Katze sind die Aminosäuren: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin; für die Katze auch noch Taurin.
Ohne Aminosäuren aus dem Nahrungseiweiß könnte der Organismus keine Körpereiweiße synthetisieren und nicht überleben, denn Eiweiße werden für nahezu alle physiologischen Prozesse benötigt. Zum Beispiel sind Eiweiße an der Muskelaktivität beteiligt (Aktin, Myosin), das Eiweiß Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Gewebe und das aus Eiweiß bestehende Hormon Insulin schleust Zucker als Brennstoff in die Körperzellen. Haare, Haut, Sehnen und Knorpel bestehen zu einem Großteil aus Eiweißen ... Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.
Essenzielle Aminosäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Sie können entweder aus tierischem oder pflanzlichem Eiweiß stammen. Wichtiges Kriterium für die Qualität des Nahrungseiweißes ist, wie genau die Zusammensetzung der Aminosäuren im Futter mit dem Bedarf des Tieres für seine eigene Eiweißsynthese übereinstimmt. Je besser "Angebot" im Futter und "Nachfrage" des Körpers übereinstimmten, desto hochwertiger ist das Futter.
Mehrzahl: Antioxidanzien, Antioxidantien.
Antioxidanzien sind Stoffe, die eine "Oxidation" verhindern sollen. Als Oxidation wiederum werden sauerstoffabhängige chemische Vorgänge bezeichnet, die eine Rolle beim Entstehen chronischer Entzündungen, beim Altern oder auch beim Verderb von Lebensmitteln spielen.
Antioxidanzien werden in jeder Körperzelle jeden Tag in unvorstellbar großer Zahl benötigt, um im normalen Stoffwechsel oder durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlen und (Passiv-) Rauchen entstehende Freie Radikale zu neutralisieren. Diese sehr reaktionsfreudigen Moleküle (vor allem so genannte reaktive Sauerstoffspezies = ROS) schädigen Körperzellen, indem sie z.B. die Zellmembran, wichtige Enzyme oder die Erbsubstanz (DNA) oxidieren. Sind zu wenig Antioxidanzien im Körper, um die ROS in Schach zu halten, entsteht oxidativer Stress.
In den verschiedensten Produkten begegnen uns Anti-Oxidantien häufig als "Anti-Aging"-Stoffe oder auch als "Radikalfänger", z.B. gegen Faltenbildung.
Bei der Herstellung von Nahrungsmitteln werden sie zugesetzt, um das Ranzig-werden von Fetten durch Oxidation zu verhindern. Zu diesem Zweck dürfen nur Antioxidanzien verwenden werden, die als Zusatzstoffe nach dem Lebensmittelgesetz (bzw. Zusatzstoff-Zulassungsverordnung) und nach EU-Norm zugelassen sind und eine E-Nummer besitzen.
Besonders ungesättigte Fette sind anfällig für Verderb durch Oxidation. Deshalb müssen Futtermittel, die z.B. wertvolle essentielle Fettsäuren (Omega-3- oder Omega-6-Fettsäuren) enthalten, mit Antioxidanzien angereichert werden, damit sie nicht ranzig werden. Wichtig ist, das Futter immer kühl und dunkel zu lagern, da Wärme und UV-Licht die Oxidation beschleunigen.
Beispiele für natürliche Antioxidanzien sind Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin E (Tocopherole) und Beta-Carotin. Auch sekundäre Pflanzenstoffe, die Polyphenole, sind Antioxidanzien. Beispielsweise das im gelben Currygewürz Kurkuma enthaltene Curcumin.
Häufig verwendete synthetische Antioxidanzien sind Ethoxyquin (E 324), BHT (Butylhydroxytoluol, E 321) und BHA (Butylhydroxyanisol, E 320).
Arginin ist eine für Hunde und Katzen essenzielle Aminosäure. Sie benötigen es zum Aufbau von Körpereiweißen, aber z.B. auch zur Umwandlung von Ammoniak in Harnstoff. Ammoniak entsteht nach jeder Futteraufnahme im Körper und muss als Harnstoff mit dem Urin ausgeschieden werden, da es ein Zellgift ist.
Besonders Katzen reagieren sehr empfindlich auf einen Argininmangel. Der Anstieg der Ammoniakkonzentration führt bei ihnen sehr schnell zu Erbrechen, Krämpfen und im Extremfall zum Tod. Allerdings ist Arginin in den meisten Futtereiweißen in ausreichender Menge enthalten. Bekommen die Tiere also ein Futter, das ihren Eiweißbedarf deckt, ist ein Argininmangel nicht zu befürchten.
Beta-Carotin ist ein Farbstoff, der z.B. in Karotten vorkommt (daher der Name) und auch als Provitamin A bezeichnet wird. Praktisch alle Säugetiere können Beta-Carotin aus dem Futter in Vitamin A umwandeln. Die große Ausnahme sind allerdings Katzen. Deshalb muss im Katzenfutter kein Beta-Carotin, sondern Vitamin A selbst enthalten sein.
Bioaktive Substanzen sind gesundheitsfördernde Wirkstoffe in Nahrungsmitteln, die aber keine Nährstoffe sind. Also nicht zur Energiegewinnung oder als Baustoffe verwendet werden. Sie kommen besonders zahlreich in Gemüse und Obst vor, als so genannte sekundäre Pflanzenstoffe oder als Ballaststoffe. Aber auch in Lebensmitteln tierischen Ursprungs können bioaktive Substanzen vorkommen, zum Beispiel Milchsäure als Fermentationsprodukt (in Joghurt oder auch Sauerkraut und vielem mehr).
Zu den sekundären Pflanzenstoffen, die als biokative Substanzen wirken, zählen zum Beispiel die antioxidativ wirksamen Polyphenole (z.B. Curcumin aus Kurkuma) und Carotinoide (Vitamin-A-Vorstufen).
Eine Ernährung, die reich an bioaktiven Substanzen ist, mindert das Risiko, an chronisch-degenerativen Erkrankungen oder an Krebs zu erkranken. Dies konnten humanmedizinische Studien nachweisen.
Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin des Vitamin-B-Komplexes. Manchmal wird es auch Vitamin H genannt.
Als Bestandteil von Enzymen ist Biotin für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten wichtig. Außerdem beeinflusst es das Ablesen bestimmter Gene. Ein Biotinmangel macht sich vor allem an Haut, Fell und Krallen bzw. Hufen bemerkbar, z.B. in Form von schuppiger, entzündeter Haut, Wundheilungsstörungen, Haarausfall oder schlechter Hornqualität.
Biotin ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, kann aber nicht immer vom Organismus aufgenommen werden. Beispielsweise verhindert Avidin in rohen Eiern die Aufnahme von Biotin. Durch das Kochen wird Avidin inaktiviert und Biotin aus dem Eigelb kann aufgenommen werden. Auch Leber, Milch, Hülsenfrüchte, Hefe, Vollkorn und Nüsse sind gute Biotinquellen. Außerdem wird Biotin von der natürlichen Darmflora synthetisiert.
Chlorid ist die elektrisch geladene Form (Ion) von Chlor. Von Tieren wird Chlorid hauptsächlich in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen.
Chlorid-Ionen regulieren zusammen mit Natrium-Ionen den Flüssigkeitshaushalt des Körpers (Elektrolyt). Sie halten die Verteilung der Körperflüssigkeit außerhalb der Zellen im Gleichgewicht. Als Bestandteil von Salzsäure wird Chlorid außerdem für die Verdauung im Magen benötigt.
In Form von Speisesalz ist Chlorid in fast allen Futtermitteln enthalten. Zu einem ernährungsbedingten Chloridmangel kommt es deshalb nicht. Niedrige Chloridwerte im Blut können aber bei ständigem Erbrechen oder bei Veränderungen des Blut-pH-Werts entstehen.
Der Mineralstoff Eisen ist sowohl im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) als auch im Muskelfarbstoff (Myoglobin) enthalten, die für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind. Bei Eisenmangel kommt es deshalb zu "Blutarmut" (Anämie). Zu einem Eisenmangel kommt es bei Hunden und Katzen in der Regel nur nach größeren Blutverlusten, z.B. durch Verletzungen, bei der Geburt oder durch starken Wurmbefall.
Natürliche Quellen
Besonders eisenreich sind Innereien wie Leber und Nieren, aber auch Fleisch, Fisch, Eigelb oder Hülsenfrüchte enthalten ausreichend Eisen. In der Regel kann Eisen aus tierischen Quellen (in Form von Hämeisen) besser vom Organismus aufgenommen werden als pflanzliches.
In einer Flüssigkeit gelöstes, elektrisch geladenes Salz eines Mineralstoffs.
Medizinische Bedeutung als Elektrolyte haben z.B. die Salze von Natrium, Kalium, Kalzium oder Magnesium. Die Menge der gelösten Elektrolyte steuert die Verteilung des Wassers im tierischen Körper. Deshalb ist es wichtig, das Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung der Elektrolyte (Elektrolythaushalt) immer im Gleichgewicht sind.
Wirkung im Organismus
Elektrolyte sind chemische Verbindungen, die aus elektrisch geladenen Teilchen bestehen. Durch ihre elektrische Ladung ziehen sie Wassermoleküle an und halten so das Wasser innerhalb der Zellen oder innerhalb der Blutgefäße. Außerdem werden Elektrolyte zur Bildung und Weiterleitung elektrischer Impulse an Nervenzellen und Muskelzellen benötigt.
Voraussetzung für tierisches Leben ist, das die Verteilung der einzelnen Elektrolyte innerhalb und außerhalb der Zellen im Gleichgewicht gehalten wird. Beispielsweise ist immer viel Kalium in den Körperzellen vorhanden, aber nur wenig außerhalb, während es bei Natrium genau umgekehrt ist. Änderungen in dieser Verteilung können z.B. Nervenimpulse auslösen oder den Zellstoffwechsel normaler Zellen stören.
Natürliche Quellen
Elektrolyte kommen in der Nahrung normalerweise ausreichend vor. Problematisch sind vor allem Elektrolytverluste und -ungleichgewichte durch Erkrankungen, z.B. bei Durchfall/Erbrechen oder bei Nierenerkrankungen, wenn die Zusammensetzung des Urins nicht mehr kontrolliert werden kann.
Wortherkunft: griechisch elektron = Bernstein (an Bernstein wurden zuerst elektrostatische Kräfte beobachtet) und aus dem Griechischen abgeleiteter Wortteil -lysis = Auflösung.
Abkürzung für Eikosapentaensäure (eicosaic pentaic acid) und Dokosahexaensäure (docosaic hexaic acid). EPA und DHA sind Omega-3-Fettsäuren, also mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
Der Erhaltungsbedarf ist der Bedarf an Energie, den die Tiere im Erhaltungsstoffwechsel haben, wenn sie also keine besonderen Leistungsanforderungen erfüllen müssen wie z.B. während der Trächtigkeit oder bei sportlichen Leistungen.
Wenn Sie wissen möchten, wie hoch der Erhaltungsbedarf Ihres Tieres in etwa ist, können Sie den Energiegehalt des Futters, der auf der Verpackung steht (angegeben meist in Kilokalorien oder MegaJoule umsetzbare Energie pro 100 g), mit der Futtermenge multiplizieren, die Ihr Tier täglich aufnimmt. Das funktioniert allerdings nur, wenn Ihr Tier mit dieser Futtermenge sein Gewicht hält! Steht der Energiegehalt nicht auf der Verpackung, müssen Sie ihn beim Hersteller erfragen.
Rechenbeispiel:
Ein 30 kg schwerer Retriever bekommt täglich 450 g Trockenfutter mit einem Energiegehalt von 360 kcal/100 g und hält damit konstant sein Gewicht:
360 x 4,5 = 1620 kcal/Tag
Die rein wissenschaftliche Herangehensweise ist natürlich eine andere:
Der Erhaltungsbedarf ist der Energiebedarf, der benötigt wird, um den Stoffwechsel in Gang sowie die Körpertemperatur und das Körpergewicht konstant zu halten. Wegen der Wärmeabgabe über die Körperoberfläche ist der Energiebedarf nicht vom Körpergewicht abhängig, sondern von der Körperoberfläche, aber auch von Rasse und Alter.
Als Faustregel kann man einen Erhaltungsbedarf von 0,5 MegaJoule umsetzbare Energie pro kg Körpermasse0,75 pro Tag annehmen.
Je nach Rasse, Alter und äußeren Faktoren (z.B. niedrige Umgebungstemperatur und kurzes Fell bei Zwingerhaltung) kann der Erhaltungsbedarf jedoch erheblich schwanken!
Von den etwa 20 natürlicherweise für die Eiweißsynthese verwendeten Aminosäuren sind nur 10 für Hund und Katze essenziell. Das heißt, diese Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und können nicht vom Organismus selbst gebildet werden.
Essenziell für Hund und Katze sind die Aminosäuren: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin; für die Katze auch noch die nicht für die Eiweißsynthese verwendete Aminosäure Taurin.
Wirkung im Organismus
Ohne ausreichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren kommt es zu Imbalancen bei der Eiweißbildung. Diese "Schieflage" wirkt sich negativ auf die Vitalfunktionen aus und gefährdet die Gesundheit.
Natürliche Quellen
Biologisch hochwertiges Nahrungseiweiß soll gut verdaulich und auch reich an essentiellen Aminosäuren sein: z.B. Casein (Milcheiweiß), Hühnereiweiß, Fleisch und Fisch, Sojaisolat.
Essentielle Fettsäuren (EFA, essential fatty acids) sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vom Organismus nicht selbst hergestellt werden können und deshalb in ausreichender Menge im Futter vorhanden sein müssen. Essenziell für Hund und Katze sind die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure und die Omega-6-Fettsäure Linolsäure. Im Katzenfutter muss außerdem Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure vorhanden sein.
Wirkung im Organismus
EFA dienen als Bestandteil von Zellmembranen und zur Bildung verschiedener hormonähnlicher Stoffe. Sie beeinflussen z.B. die Fruchtbarkeit und Entzündungsvorgänge. Wichtig für die Regulation von Entzündungen ist das Verhältnis entzündungshemmender Omega-3-Fettsäuren zu eher entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren.
Da die Haut sich ständig erneuert, reagiert sie besonders empfindlich auf einen EFA-Mangel. Zunächst wird das Fell trocken, stumpf und schütter, dann beginnt die Haut zu jucken und neigt zu Entzündungen. Auch wenn ein wirklicher EFA-Mangel bei Hunden und Katzen selten ist, kann eine zusätzliche Gabe bestimmter EFA bei Hautkrankheiten die Heilung fördern.
Natürliche Quellen
EFA kommen in verschiedenen Ölen in größeren Mengen vor. Linolsäure (Omega 6) z.B. in Sojaöl, Sonnenblumenöl, Distelöl sowie Schweine- und Geflügelfett. Für Katzen wichtige Gamma-Linolensäure (Omega 6) ist in Nachtkerzen- und Borretschöl zu finden, Arachidonsäure in Schweine-, Geflügel- und Rinderfett. Bestimmte Fische und Fischöle sind besonders reich an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, z.B. Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering, Makrele und Thunfisch.
EFA-Mangel kann durch minderwertige und schlecht gelagerte, ranzige Futtermittel entstehen oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme von Fetten aus dem Darm stören (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallen-, Leber- oder Darmerkrankungen).
Fette (Lipide) sorgen im Hunde- und Katzenfutter für Schmackhaftigkeit und eine gute Futterstruktur. Sie sind der wichtigste Energielieferant für Fleischfresser. Im Organismus erfüllen Fette und Fettverbindungen aber noch vielfältige andere Aufgaben, zum Beispiel in Form von Vitaminen oder Cholesterin.
Wirkung im Organismus
Die Liste der Aufgaben, die Fettverbindungen im Organismus haben ist so lang, dass hier nur Beispiele aufgeführt werden können: Fett ist die wichtigste Form der Energiespeicherung im Körper. Kein anderer Nährstoff liefert dem Körper so viel Energie wie Fett. Fette übernehmen aber auch verschiedene Funktionen als Baustoff, zum Beispiel als Bestandteil der Zellmembranen oder als Ummantelung von Nervenfasern. In Form von Lipoproteinen transportieren sie aus dem Darm aufgenommene Nahrungsfette zur Leber. Aus der Fettverbindung Cholesterin werden verschiedene Hormone und Gallensalze aufgebaut. Da Fette wasserunlöslich sind, schützen sie die Haut auf natürliche Weise vor Austrocknung. Essentielle Fettsäuren dienen als Vorstufe verschiedener hormonähnlicher Stoffe, die zum Beispiel den Blutdruck und die Ausschüttung von Magensäure beeinflussen, Entzündungen kontrollieren und die Körpertemperatur regulieren.
Natürliche Quellen
Wichtig bei der Aufnahme von Nahrungsfetten ist nicht nur deren Menge, sondern vor allem die ausreichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren, die der Organismus nicht selbst aufbauen kann. Essenzielle Fettsäuren sind verschiedene Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). In hohen Mengen findet man sie in Fischöl und verschiedenen pflanzlichen Ölen (z.B. Maiskeimöl, Sojaöl).
Glukose ist Traubenzucker und auch unter dem Namen Dextrose bekannt. Chemisch gesehen ist es ein Einfachzucker (Monosaccharid).
Glukose ist das wichtigste Kohlenhydrat für den Energiestoffwechsel von Mensch und Tier. Besonders das Gehirn ist auf Glukose angewiesen, denn es kann seinen Energiebedarf nicht mit anderen Stoffen decken. Der Glukosespiegel im Blut (= Blutzuckerspiegel) wird streng reguliert durch die Hormone Insulin und Glucagon.
Alle Kohlenhydrate aus der Nahrung werden im Darm zu Glukose abgebaut und ins Blut aufgenommen.
Freie Glukose findet man in süßen Früchten, Pflanzensäften und Honig. Glukose ist aber auch Bestandteil fast aller Mehrfachzucker, z.B. von Saccharose (Haushaltszucker), Maltose (Malzzucker), Stärke, Glykogen oder Zellulose.
Das Spurenelement Jod wird für die Synthese von Schilddrüsenhormonen benötigt.
Wirkung im Organismus
Als Bestandteil der Schilddrüsenhormone (Trijodthyronin = T3, Thyroxin = T4) ist Jod an der Regulation des Energiehaushalts und des Wachstums beteiligt. T3 und T4 erhöhen den Energieumsatz, die Herzfrequenz und die Körpertemperatur. Ein Jodmangel äußert sich als Schilddrüsenvergrößerung (Kropf, Struma) und Schilddrüsenunterfunktion mit Abgeschlagenheit, Haarausfall und Fruchtbarkeitsstörungen. Bei Jungtieren entwickelt sich ein sogenannter Kretinismus mit Minderwuchs, deformierten Knochen, Beeinträchtigung der Hirnfunktion und Hautläsionen. Deshalb ist eine ausreichende Jodversorgung während der Trächtigkeit besonders wichtig. Auch bei Überversorgung mit Jod kann eine Unterfunktion der Schilddrüse entstehen.
Natürliche Quellen
Jodreich sind vor allem Meerestiere und Seealgen. Die Jodgehalte in den Futterrohstoffen schwanken je nach Region, Saison und Verarbeitungsart recht stark. Viele Futterhersteller setzen Jod zu, um die Versorgung zu sichern. Ein Jodmangel kann z.B. bei einseitiger Fleischfütterung entstehen, wenn kein Mineralfutter oder Seealgenmehl zugefüttert wird.
Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für alle Tiere, der hauptsächlich innerhalb der Körperzellen vorkommt. Der Kaliumgehalt des Futters spielt eine wichtige Rolle bei Nierendiäten und Harnsteindiäten.
Wirkung im Organismus
Als Elektrolyt (elektrisch geladenes Salz) sorgt Kalium dafür, dass unsere Körperzellen ihren Wassergehalt regulieren können und nicht austrocknen oder zerplatzen. Es wird für verschiedene Stoffwechselprozesse in den Zellen sowie für die normale Funktion von Herzmuskel und Nerven benötigt. Bei einem Kaliummangel kommt es deshalb zu einem Blutdruckabfall und zu Krämpfen. Kalium erhöht den pH-Wert des Harns und dadurch das Risiko der Struvitsteinbildung im Harn.
Natürliche Quellen
In den meisten Futtermitteln (z.B. Fleisch, Fisch, Kartoffeln und Getreide) ist viel Kalium enthalten, sodass ein ernährungsbedingter Kaliummangel im Normalfall nicht zu befürchten ist. Durch Erbrechen, Durchfall oder Nierenerkrankungen kann es aber zu einem Mangel kommen, weshalb in Nierendiäten ausreichend Kalium enthalten sein muss.
Bei einem Harnröhrenverschluss, akutem Nierenversagen oder fortgeschrittenem chronischen Nierenversagen tritt aber auch ein Kaliumüberschuss auf, der lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursachen kann.
Fast das gesamte Kalzium im tierischen Organismus befindet sich in den Knochen und Zähnen. Allerdings erfüllt dieser Mineralstoff auch lebenswichtige Funktionen außerhalb des Skeletts.
Zusammen mit Phosphor sorgt Kalzium für die nötige Stabilität des Skeletts. Knochenmasse wird ständig auf- und abgebaut, sodass sich das Gleichgewicht zwischen Kalziumspiegel im Blut und Kalziumgehalt der Knochen immer neu an den aktuellen Kalziumbedarf anpassen muss. Als elektrisch geladenes Kalzium (Ca2+) wird es beispielsweise für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen, Herztätigkeit, Blutgerinnung, Aktivierung von Stoffwechselenzymen und die Ausschüttung von Hormonen benötigt. Ein Kalziummangel kann zum Beispiel während der Trächtigkeit oder der Säugezeit entstehen, weil der Kalziumbedarf für das Wachstum der Jungtiere besonders hoch ist.
Milchprodukte und Hülsenfrüchte enthalten viel Kalzium, Getreide und Fleisch nur wenig. Phosphor ist hingegen in allen diesen Futtermitteln reichlich vorhanden. Da Kalzium- und Phosphorstoffwechsel zusammen reguliert werden, ist das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor in der Nahrung jedoch sehr wichtig. Es sollte für Hunde etwa bei 1,2 bis 1,4 :1 liegen, für Katzen bei 0,9 bis 1,1 : 1.

Royal Canin

Royal Canin
Kohlenhydrate sind Zuckerverbindungen. Sie erfüllen vielfältige Aufgaben als Energielieferant und Baustoff für Pflanzen und Tiere.
Man unterscheidet Kohlenhydrate in Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker (Oligo- und Polysaccharide). Einfachzucker (Monosaccharide) sind zum Beispiel Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose). Bekannte Vertreter der Zweifachzucker (Disaccharide) sind Milchzucker (Laktose) und der sogenannte Tafelzucker (Saccharose). Mehrfachzucker (Polysaccharide) sind hingegen große Moleküle, die entweder als Gerüststoffe dienen, wie zum Beispiel Pektin, Zellulose und andere "Rohfaser". Oder sie dienen als Energiespeicher für Pflanzen, wie z.B. Stärke in Mais, Weizen oder Reis.
Wirkung im Organismus
Im Körper werden Kohlenhydrate in Form von Glykogen gespeichert. Bei niedrigen Blutzuckerwerten wird diese Energiereserve zu Glukose verstoffwechselt, die als Brennstoff von den Körperzellen aufgenommen werden kann. Außerdem dienen Kohlenhydrate in verschiedensten Verbindungen als Baustoffe, zum Beispiel als Teil der Zellmembran oder auch der Erbsubstanz (DNA). In Form von Rohfaser erfüllen Kohlenhydrate wichtige Aufgaben in der Tierernährung, indem sie die Darmtätigkeit regulieren, das Sättigungsgefühl beeinflussen und den Blutzuckerspiegel stabilisieren.
Kupfer ist ein Spurenelement, dessen Funktion im Organismus sehr eng mit der von Eisen verknüpft ist.
Wirkung im Organismus
Kupfer fördert z.B. die Aufnahme von Eisen und wird wie Eisen für die Bildung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) benötigt. Es ist sowohl an der Bildung des Farbstoffs Melanin und der Bindegewebsfaser Kollagen beteiligt als auch[nbsp]wichtig für die Knochenentwicklung. Als Bestandteil eines Enzyms schützt es die Zellen vor Schäden durch Oxidation.[nbsp]Ein Kupfermangel äußert sich entsprechend als Blutarmut (Anämie), Pigmentmangel des Fells ("Kupferbrille" = helles Fell rund um die Augen), Bindegewebsschwäche und Wachstumsstörung.[nbsp]
Manche Hunderassen leiden an einer erblich bedingten Kupferspeicherkrankheit, die zu Leberschäden führt, z.B. Bedlington Terrier, West Highland White Terrier, Dbermann und Cocker Spaniel.
Natürliche Quellen
Kupferreich sind Innereien (v.a. Leber), Nüsse und Schalentiere. Durch einseitige Fütterung von Fleisch, Milchprodukten und Getreide kann ein Kupfermangel entstehen.
Carnitin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure. Es erleichtert die Verwendung von Fett als Brennstoff für die Zelle. Daher ist es äußerst nützlich und effizient bei physischer Ausdauerleistung. Zudem kann bei manchen Rassen (Boxer, Pinscher, Dobermann, Cocker Spaniel u.a.) eine Herzerkrankung mit einem Defizit an L-Carnitin im Organismus zusammenhängen. Ein schnelles Abmagern fettleibiger Tiere führt zu einer Freisetzung von Fett aus den Fettzellen ins Blut und belastet die Leber. Dieser Effekt wird über eine Futterergänzung mit L-Carnitin "neutralisiert".
Der Organismus verfügt über verschiedene Wege, um die Energie zu produzieren, die von den Zellen gebraucht wird. Der dominierende Stoffwechselprozess bei Hund und Katze ist die Oxidation (Verbrennung mithilfe von Sauerstoff) von Fetten in den sogenannten Mitochondrien, die auch als "Kraftwerke der Zellen" bekannt sind. Auf dieser Ebene greift das L-Carnitin ein, indem es den Transport von Fettsäuren durch die Membran ermöglicht, die jedes Mitochondrium umschließt.
Carnitin wird normalerweise in der Leber aus zwei essenziellen Aminosäuren gebildet: Lysin und Methionin. Wie bei allen anderen Aminosäuren gibt es zwei Molekülformen, die D- und die L-Form, und nur das L-Carnitin ist aktiv und daher wirksam. Neben der Bildung durch den Organismus selbst, in der Leber, ist auch eine Versorgung über die Nahrung möglich. Fleisch ist reich an Carnitin, besonders Schaf- bzw. Lammfleisch, während Pflanzen nur geringe Mengen enthalten.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
Linolsäure
Magnesium ist ein für die Knochenstabilität[nbsp]und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge der Körperzellen[nbsp]wichtiger[nbsp]Mineralstoff.
Wirkung im Organismus
Etwa zwei Drittel des Magnesiums in unserem Körper sind in den Knochen eingebaut. Das restliche Drittel befindet sich vor allem innerhalb den Körperzellen, wo es als[nbsp]Bestandteil vieler Enzyme dient, die[nbsp]zur Eiweißsynthese und für den Kohlenhydratstoffwechsel benötigt werden. In Muskel- und Nervenzellen ist es für die Übertragung von Nervenimpulsen und als "Weichmacher" für das Lösen von Muskelkontraktionen zuständig. Deshalb kommt es bei Magnesiummangel z.B. zu Muskelkrämpfen und Muskelschwäche.
Natürliche Quellen
Viel Magnesium findet sich in Milchprodukten, Getreide und Hülsenfrüchten. Ein Magnesiummangel bei Hund und Katze ist sehr selten. Ein Magnesiumüberschuss scheint sich jedoch negativ auf die Harnwegsgesundheit von Katzen auszuwirken (FLUTD).
Das Spurenelement Mangan ist Bestandteil verschiedener Enzyme und dadurch an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Wirkung im Organismus
Mangan kann wie Kalzium in den Knochen eingebaut werden und wird für die normale Knochenentwicklung benötigt. Es spielt eine Rolle bei der Fortpflanzung und im Energie- bzw. Fettstoffwechsel. Das meiste Mangan befindet sich in den Mitochondrien, den "Kraftwerken" der Körperzellen.
Natürliche Quellen
Manganreich sind Vollkorn und Hülsenfrüchte.
Mineralstoffe benötigt der Körper für seine Stoffwechselprozesse. Sie werden eingeteilt in Mengenelemente und Spurenelemente. Die Mengenelemente kommen in größeren Mengen im Körper vor. Zu ihnen gehören Kalzium, Phosphor, Magnesium, Schwefel, Natrium, Kalium und Chlor. Spurenelemente sind z.B. Zink, Selen, Iod, Kupfer, Mangan und Kobalt.
Natrium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im tierischen Organismus. Natrium und Chlor bilden zusammen Kochsalz (Natriumchlorid).
Wirkung im Organismus
Natrium ist das wichtigste Elektrolyt (bzw. Salz) in der Körperflüssigkeit, die die Zellen umgibt (extrazellulären Flüssigkeit). Es reguliert die Flüssigkeitsverteilung im Körper und dadurch z.B. auch den Blutdruck. Außerdem wird es für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen benötigt.
Natürliche Quellen
Die wichtigste Natriumquelle ist Speisesalz, das in den meisten Futtermitteln enthalten ist. Auch Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte enthalten viel Natrium. Ein Natriummangel kommt praktisch nicht vor, hingegen wird bei herzkranken Tieren häufig eine natriumarme Ernährung empfohlen.[nbsp]
NfE ist die Abkürzung für "stickstoffreie Extraktstoffe"[nbsp] englisch "nitrogen free extracts"[nbsp] die bei der Futtermittelanalyse errechnet werden. Darunter fallen alle Zuckerverbindungen (Kohlenhydrate), sowohl leicht verdauliche wie Tafelzucker und Stärke als auch für Hund und Katze unverdauliche wie Zellulose.[nbsp]
Wirkung im Organismus
Für Hunde und Katzen ist die Omega-3-Fettsäure Aplha-Linolensäure essentiell. Sie kann nicht vom Organismus synthetisiert werden, sondern muss in ausreichender Menge im Futter vorhanden sein. Omega-3-Fettsäuren sind vor allem für den Hautstoffwechsel wichtig, weil sie als Bestandteil von Zellmembranen dienen (Hautzellen werden häufig erneuert) und entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Natürliche Quellen
Leinöl und bestimmte Fische bzw. Fischöle sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, z.B. Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering, Makrele und Thunfisch.
Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann durch minderwertige und schlecht gelagerte, ranzige Futtermittel entstehen oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme von Fetten aus dem Darm stören (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallen-, Leber- oder Darmerkrankungen).

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
Omega-6-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren. Der Name Omega 6 bezieht sich auf die Lage der ersten ungesättigten chemischen Bindung (Doppelbindung) vom Omega-Ende der Fettsäure aus gezählt.
Wirkung im Organismus
Einige Omega-6-Fettsäuren sind für Hund und Katze essenziell, können also nicht vom Organismus gebildet werden und müssen deshalb im Futter vorhanden sein. Im Hundefutter muss Linolsäure enthalten sein, im Katzenfutter außer Linolsäure auch Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure.
Ein Mangel an essentiellen Omega-6-Fettsäuren macht sich durch Hauterkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen oder Blutgerinnungsstörung bemerkbar. Wichtig ist nicht nur die Menge an Omega-6-Fettsäuren allein, sondern auch das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren, weil Omega-6-Fettsäuren entzündungfördernd, Omega-3-Fettsäuren aber entzündungshemmend sind.
Natürliche Quellen
Linolsäure ist z.B. in Sojaöl, Sonnenblumenöl, Distelöl sowie Schweine- und Geflügelfett vermehrt enthalten. Für Katzen wichtige Gamma-Linolensäure ist in Nachtkerzen- und Borretschöl zu finden, Arachidonsäure in Schweine-, Geflügel- und Rinderfett. Wichtig ist eine kühle, dunkle Lagerung der Futtermittel, damit die Öle nicht ranzig werden.
Große Mengen des Mineralstoffs Phosphor sind in Knochen und Zähnen zu finden. Er ist an fast allen Stoffwechselfunktionen des Körpers beteiligt und zum Beispiel in der Erbsubstanz (DNA) oder den Zellmembranen zu finden.
Wirkung im Organismus
Zusammen mit Kalzium sorgt Phosphor für die nötige Stabilität unseres Skeletts. Neben seiner Funktion als Baustoff ist es lebenswichtig für den Energiestoffwechsel. Es ist ein Bestandteil von Adenosin-Triphosphat (ATP), dem wichtigsten Energiespeicher und Energieüberträger in den Körperzellen.
Natürliche Quellen
Phosphor ist in vielen Futtermitteln reichlich vorhanden. Da Kalzium- und Phosphorstoffwechsel zusammen reguliert werden, ist das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor in der Nahrung jedoch sehr wichtig. Es sollte für Hunde etwa bei 1,2 bis 1,4 :1 liegen, für Katzen bei 0,9 bis 1,1 : 1. Nierendiäten sind häufig phosphorreduziert, da sich Phosphor bei Nierenerkrankungen im Blut ansammelt, was z.B. zu Knochenerweichung führen kann. Ein Phosphorüberschuss kann außerdem das Harnsteinrisiko erhöhen und den Blutkalziumspiegel gefährlich senken.
Proteine sind Eiweiße. Sie setzen sich aus langen Ketten verschiedener Aminosäuren zusammen und haben vielfältige Funktionen im Organismus.[nbsp]
Wirkung im Organismus
Proteine werden für nahezu alle physiologischen Prozesse benötigt. Zum Beispiel sind Eiweiße an der Muskelaktivität beteiligt, in Form von Enzymen regulieren sie fast alle Stoffwechselvorgänge und zerkleinern die Nährstoffe aus dem Futter, das Eiweiß Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Gewebe und das aus Eiweiß bestehende Hormon Insulin schleust Zucker als Brennstoff in die Körperzellen. Haare, Haut, Sehnen und Knorpel bestehen zu einem Großteil aus Eiweißen ... Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.
Natürliche Quellen
Proteine aus der Nahrung werden in Form von Aminosäuren vom Organismus aufgenommen. Aus diesen Aminosäuren synthetisiert der Organismus dann die körpereigenen Eiweiße. Biologisch hochwertige Nahrungseiweiße sind leicht verdaulich und haben eine sehr ähnliche Aminosäurenzusammensetzung wie die Körperweiße. Deshalb können sie optimal verwertet werden, ohne dass "Abfall" in Form nicht verwertbarer Aminosäuren entsteht und den Stoffwechsel belastet. Hochwertige Eiweißlierfanten für Hund und Katze sind zum Beispiel tierische Proteinquellen wie Hühnerei oder Fleisch, aber auch pflanzliche Proteinquellen wie Soja oder Mais sind gut geeignet.
Schwefel gehört zu den Mineralstoffen. Im Futter und im Organismus kommt Schwefel hauptsächlich als Eiweißbestandteil vor (in den Aminosäuren Cystin und Methionin).
Wirkung im Organismus
Schwefel findet sich in Strukturproteinen, im Hormon Insulin, in den B-Vitaminen Biotin und Thiamin sowie im Gerinnungshemmer Heparin. Es wird für die Knorpelgesundheit benötigt (im Chondroitinsulfat) und zum Schutz der Körperzellen (in Form von Glutathion).

Dr. Hölter

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Selen ist ein Spurenelement, dass die Zellmembranen vor Schäden schützt.
Wirkung im Organismus
Selen wird in ein Enzym eingebaut, welches als Antioxidans die Zerstörung der Fette in den Zellmembranen verhindert (Glutathionperoxidase).
Der Selenbedarf hängt eng mit dem Vitamin-E-Bedarf zusammen, da beide sich in ihrer Schutzfunktion ergänzen. Ein Selen- und Vitamin-E-Mangel während der Trächtigkeit führt bei den Welpen zu Muskelschwäche und Problemen beim Schlucken, die tödlich enden können. Auch das Immunsystem ist bei Selenmangel beeinträchtigt, sodass eine Neigung zu häufigen Infekten entsteht. Wie bei allen Spurenelementen ist allerdings auch eine Überversorgung mit Selen ungesund. Sie kann Appetitmangel, Abgeschlagenheit und Störungen der Horn(haut)bildung hervorrufen (Aufsplitterung der Krallen, rissige Ballen).
Natürliche Quellen
Selenreich sind beispielsweise Fleisch, Fisch und Getreide.
Deutschland hat vergleichsweise selenarme Böden, besonders im süddeutschen Bereich (Bayern, Baden-Württemberg). Deshalb kann es bei Pferden, die mit einer reinen Heu-Hafer-Ration gefüttert werden, zu Selenmangelerscheinungen kommen.
Spurenelemente sind
Zu den Spurenelementen gehören z.B.: Eisen, Jod, Kupfer, Selen, Kobalt, Zink, Mangan und Fluorid.
Stärke gehört zu den leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Sie besteht aus aneinandergereihten Traubenzuckermolekülen (Glukose) und dient als Energiespeicher in Pflanzenzellen. In Hunde- und Katzenfutter ist Stärke das am häufigsten vorkommende Kohlenhydrat. Sie eignet sich gut als Energiequelle und ist für die Herstellung von Futterpellets bzw. Kroketten wichtig.[nbsp]
Taurin ist eine für Katzen essentielle Aminosäure. Sie kann von Katzen nur in sehr geringen Mengen selbst hergestellt werden und muss deshalb im Katzenfutter enthalten sein, sonst kommt es zu Mangelerscheinungen. Hunde hingegen können normalerweise ausreichend Taurin aus den Aminosäuren Methionin und Cystein herstellen.
Wirkung im Organismus
Taurin wird nicht zur Eiweißherstellung verwendet, sondern erfüllt wichtige Stoffwechselfunktionen als freie Aminosäure. Beispielsweise wird Taurin für die Funktion von Herzmuskel und Netzhaut benötigt. Es dient zur Herstellung von Gallensäuren und bei Kätzinnen ist eine ausreichende Taurinzufuhr Voraussetzung für die Fortpflanzungsfähigkeit. Ein Taurinmangel bei Katzen äußert sich vor allem als Schädigung der Netzhaut (bei monatelangem Mangel bis hin zur Blindheit) und als Herzmuskelschwäche. Der Herzmuskel wird krankhaft gedehnt und das Herz vergrößert sich (dilatative Kardiomyopathie), kann sich aber bei Umstellung auf ein taurinreiches Futter in der Regel wieder erholen. Auch bei Hunden hat der Tauringehalt im Blut Auswirkungen auf den Herzmuskel.
Natürliche Quellen
Taurin ist nur in tierischen Futterquellen wie Fleisch, Fisch und Schalentieren enthalten. Katzen sind im Gegensatz zu Hunden reine Fleischfresser. Ihr hoher Taurinbedarf ist ein Grund, weshalb sie nicht mit Hundefutter ernährt werden können.
Thiamin ist eine wasserlösliches Vitamin, das zum Vitamin-B-Komplex gehört. Das auch Vitamin B1 genannte Thiamin wird unter anderem für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten (Zuckerverbindungen) benötigt. Ein Thiaminmangel beeinträchtigt die Funktion des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), weil es auf eine konstante Versorgung mit Kohlenhydraten angewiesen ist. Deshalb wird Thiamin auch manchmal "Stimmungsvitamin" genannt.
Natürliche Quellen
Thiamin kommt in vielen Futterquellen vor, z.B. in magerem Schweine- und Rindfleisch, Leber, Vollkorn oder Hülsenfrüchten. Es ist aber hitzeempfindlich und erfordert eine schonende Herstellung der Futtermittel. Viele Hersteller setzen dem Tierfutter deshalb extra Thiamin zu.
Ein Thiaminmangel entsteht nur selten und wenn, ist er meist auf "Thiaminhemmer" in der Nahrung zurückzuführen. Zum Beispiel enthalten bestimmte Fischsorten (z.B. Karpfen, Seehering, Hecht, Goldfisch) Enzyme, die Thiamin abbauen. Von Katzen oder auch Schlittenhunden, die mit rohem Fisch dieser Sorten gefüttert wurden, sind Thiaminmangelerscheinungen bekannt (Appetitlosigkeit, Apathie, Lähmungen und Krämpfe).

Dr. Hölter

Dr. Hölter

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Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin. Ein Vitamin-A-Mangel führt zu Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen, Infektanfälligkeit (v.a. der Haut) und gestörter Wundheilung. Ein Vitamin-A-Überschuss hingegen führt unter anderem zu Skelettmissbildungen, Leberschäden und Haarausfall.
Wirkung im Organismus
Der Name Retinol bezieht sich auf die Bedeutung des Vitamin A für die Funktion der Netzhaut (Retina). Neben der Sehfähigkeit beeinflusst Vitamin A auch die Entwicklung des Embryos, die Funktion der Schilddrüse und die Fruchtbarkeit. Es wird für die Bildung von Hautzellen benötigt und unterstützt das Vitamin D bei der Regulation des Knochenstoffwechsels. Deshalb kann ein Vitamin-A-Überschuss z.B. bei Katzen zu einer überschießenden Verknöcherung der Halswirbelsäule führen. Vitamin A wird in der Leber gespeichert und kann diese bei einem Überangebot schädigen. Gerade ältere Tiere reagieren empfindlich auf zu hohe Vitamin-A-Gehalte im Futter (z.B. durch Überdosierung von Vitaminpräparaten oder Leberfütterung).[nbsp]
Natürliche Quellen
Hunde können, wie die meisten anderen Säugetiere auch, Vorstufen von Vitamin A (z.B. Provitamin A = Beta-Carotin) verstoffwechseln, wie sie in vielen Pflanzen enthalten sind; in größeren Mengen z.B. in Karotten oder Spinat. Katzen hingegen können das nicht und müssen aktives Vitamin A mit der Nahrung aufnehmen. Aktives Vitamin A findet sich vor allem in tierischen Produkten wie Leber, Lebertran, Milch und Eigelb.
B-Vitamine sind eine Gruppe wasserlöslicher Vitamine, die im Körper eng zusammenwirken. Sie arbeiten als sogenannte Coenzyme – unverzichtbare Helfer zahlreicher Stoffwechselreaktionen – allen voran bei der Gewinnung von Energie aus der Nahrung. Ein B-Vitamin-Komplex vereint mehrere dieser Vitamine, die sich in ihren Aufgaben ergänzen:
Da B-Vitamine wasserlöslich sind, werden sie – mit Ausnahme von B12, das in der Leber gespeichert wird – kaum im Körper vorgehalten und müssen regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. In Phasen mit erhöhtem Bedarf, etwa bei starker körperlicher Belastung, im Wachstum, im höheren Alter oder in der Rekonvaleszenz, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Dr. Hölter

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wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine.
Vitamin B12 ist wichtig für die Wirkung verschiedener Enzyme sowie Stoffwechselprozesse und kommt in fast allen Körperzellen vor. Es ist wichtig für die Zellteilung, zum Beispiel die Blutbildung und die Bildung von Nervenscheiden (Myelin).
Die Symptome eines Vitamin B12 Mangels bei Hunden und Katzen sind sehr unspezifisch, wie etwa Abgeschlagenheit, Abmagerung und Blutarmut (Anämie), evtl. auch Durchfall und neurologische Störungen.
Vitamin B12 wird im Gegensatz zu anderen wasserlöslichen Vitaminen in größeren Mengen im Körper gespeichert, vor allem in der Leber.
Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Die Darmflora von Pflanzenfressern ist in der Lage, sie mit genügend Vitamin B12 zu versorgen. Hunde und Katzen hingegen müssen Vitamin B12 zusätzlich über das Futter aufnehmen, da ihre Darmflora es nicht in ausreichender Menge produzieren kann.
Mit einem Alleinfutter für Hunde und Katzen ist der Vitamin B12-Bedarf bei gesunden Tieren ausreichend abgedeckt. Ein Mangel an Vitamin B12 ist bei bestimmten Erkrankungen zu erwarten. Dazu gehören:
Vitamin B12 kommt nur in Futtermitteln tierischer Herkunft ausreichend vor, besonders hohe Gehalte finden sich in der Leber. Auch Nieren, Muskelfleisch, Milchprodukte und Fisch enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin B12.
Pflanzliche Futtermittel enthalten praktisch kein Vitamin B12. Hunde, die mit selbst zubereiteten Rationen vegan oder vegetarisch ernährt werden, sollten deshalb stets eine Ergänzung mit Vitamin B12 erhalten.
Cyanocobalamin, Kobalamin, Coenzym B12, extrinsic factor, Antiperniziosa-Faktor

Dr. Hölter

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Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin. Von den meisten Tieren kann Ascorbinsäure aus Glukose selbst hergestellt und muss nicht unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Ausnahme sind Menschen und Meerschweinchen. Bei ihnen führt ein Vitamin-C-Mangel in der Nahrung zu Skorbut.
Allerdings können auch Hunde und Katzen bei Störungen des Leberstoffwechsels einen Vitamin-C-Mangel entwickeln.
Wirkung im Organismus
Vitamin C ist ein Antioxidans, das Schäden an der Erbsubstanz verhindert und das Immunsystem stärkt. Deshalb wird es gern Seniorfutter zugesetzt. Außerdem wird Ascorbinsäure für den Aufbau von Kollagen benötigt, dem wichtigsten Bestandteil von Knochen-, Zahn- und Bindegewebe. Skorbut tritt auf, wenn Vitamin C über mehrere Wochen und Monate in der Nahrung fehlt. Sie ist durch Knochen- und Knorbelfehlbildungen, Zahnfleischbluten, Zahnausfall, Infekanfälligkeit, gestörte Wundheilung, Blutungen und Blutarmut gekennzeichnet.
Natürliche Quellen
Vitamin C ist in Obst und Gemüse reichlich vorhanden, vor allem in Zitrusfrüchten. Als Antioxidans wird Vitamin C leicht durch Hitze und Licht zerstört, weshalb eine kühle, dunkle Lagerung von Vitamin-C-Präparaten wichtig ist. Als Antioxidans in Futtermitteln trägt Ascorbinsäure die E-Nummer E 300.
Vitamin D (Calciferol) reguliert zusammen mit der Nebenschilddrüse den Knochenstoffwechsel. Manche Wissenschaftler stufen es eher als Hormon ein und nicht als Vitamin. Ein Mangel an Vitamin D führt zu Knochenerweichung (Osteomalazie) und einer Überfunktion der Nebenschilddrüse. Bei wachsenden Tieren werden die typischen Knochenverkrümmungen durch Vitamin-D-Mangel als Rachitis bezeichnet. Ein Überschuss an Vitamin D äußert sich hingegen als Kalziumüberschuss im Blut, der zur Verkalkung von Organen führen kann.
Wirkung im Organismus
Vitamin D sorgt dafür, das im Blut ausreichend Kalzium und Phosphor für die Mineralisierung der Knochen vorhanden ist, indem es z.B. die Kalziumaufnahme im Darm stimuliert. Mit dem Futter werden v.a. Vorstufen des Vitamins (Provitamine) aufgenommen. Zum Beispiel Vitamin D3, das als Speicherform des aktiven Vitamins dient. Im Organismus werden die Provitamine dann durch verschiedene Reaktionen in Leber und Niere,aktiviert. Vor allem Nierenerkrankungen können deshalb zu Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel führen.
Neben der Wirkung im Knochenstoffwechsel wurden in den letzten Jahren auch immer mehr andere wichtige Funktionen des Vitamin D beim Menschen entdeckt. Bei Hund und Katze ist die Forschung noch lange nicht so weit, doch scheint es auch hier einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln im Blut und chronischen Erkrankungen zu geben.
Natürliche Quellen
Die meisten Futtermittel enthalten nur sehr wenig oder kein Vitamin D. In Leber, einigen fettreichen Fischarten und Eigelb ist hingegen viel Vitamin D enthalten. Hohe Vitamin-D-Gehalte findet man in Fischölen, vor allem in Lebertran.
Menschen können mithilfe ultravioletter Strahlen des Sonnenlichts Vitamin D3 herstellen. Dies ist bei Hunden und Katzen jedoch anders. Sie sind vollständig auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen.
Vitamin E (Tocopherol) ist ein Antioxidans. Es verhindert das Ranzigwerden, also den Verderb von Fetten (chemisch: Oxidation).
Im Körper stabilisiert es auf diese Weise die Körperzellmembranen und schützt dadurch die Zellen. In Futtermitteln sorgt es für eine lange Haltbarkeit und verhindert, das die für unsere Tiere wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren durch Oxidation zu gesättigten Fettsäuren werden. Futtermittel mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sollten deshalb auch einen hohen Gehalt an Vitamin E aufweisen.
Natürliche Quellen
Viele Pflanzen enthalten Vitamin E. Vitamin-E-reich sind z.B. Weizenkeime, Maisöle, Sojabohnen oder Sonnenblumenkerne. Außerdem findet sich Vitamin E in fast allen Körpergeweben, allen voran in der Leber, die als Vitamin-E-Speicher dient. Wie alle Antioxidantien wird Vitamin E durch Sonnenlicht oder Hitze, also bei falscher Lagerung des Futters, leicht zerstört.
Vitamin K (Phyllochinon) ist ein fettlösliches Vitamin und wichtig für die Blutgerinnung. In Rattengift sind häufig Cumarine enthalten, die als Gegenspieler von Vitamin K die Blutgerinnung hemmen und zu inneren Blutungen führen. Eine Cumarin-Vergiftung bei Hunden und Katzen wird deshalb mit Vitamin K behandelt.
Wirkung im Organismus
Vitamin K wird für die Synthese von Blutgerinnungsfaktoren in der Leber benötigt. Ein Mangel an Vitamin K führt deshalb zu Blutungsneigung. Schäden an Blutgefäßen können nicht abgedichtet werden, sodass Blut austritt und zu inneren Blutungen oder verlängerter Blutungszeit bei Hautwunden führt. [nbsp]
Natürliche Quellen
Die meisten Futtermittel enthalten nur wenig Vitamin K. Allerdings bilden die Bakterien der normalen Darmflora Vitamin K, sodass ein Mangel eigentlich nur entsteht, wenn diese Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Das kann z.B. bei Durchfallerkrankungen passieren oder bei einer längerfristigen Antibiotika-Behandlung.[nbsp]
Vitamine sind Stoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der tierische Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Man unterschiedet fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (z.B. B und C). Erste Anzeichen für einen Vitaminmangel sind z.B. häufige Infekte oder mangelnde Fruchtbarkeit.
Wirkung im Organismus
Vitamine regulieren lebenswichtige Stoffwechselvorgänge im Körper. Ein Vitaminmangel (Hypovitaminose) führt deshalb zu Krankheiten, z.B. Vitamin-C-Mangel (bei Menschen und Meerschweinchen) zu Skorbut oder Vitamin-D-Mangel zu Rachitis.
Allerdings kann auch ein Vitaminüberschuss (Hypervitaminose) gefährlich werden. Zu einem solchen Überschuss kommt es eher bei den fettlöslichen Vitaminen, da der Körper sie (im Gegensatz zu den wasserlöslichen) in der Leber speichern kann. Deshalb ist die Fütterung von Leber in größeren Mengen nicht empfehlenswert.
Säugetiere bestehen zu etwa 70 % aus Wasser und bereits ein Verlust von etwa 10 % dieses Körperwassers ist tödlich. Entsprechend wichtig ist eine ausreichende tägliche Wasseraufnahme mit dem Futter und durch Trinken. Der Wasserbedarf ist zum Beispiel abhängig vom Salzgehalt des Futters, der körperlichen Belastung und der Umgebungstemperatur.[nbsp]
Wirkung im Organismus
Wasser dient als Lösungsmittel, das für Stoffwechselreaktionen und die Verdauung unverzichtbar ist, als Transportmedium und zur Kühlung (etwa durch Hecheln oder Schwitzen). Die Regulation des Wasserhaushalts übernehmen in erster Linie die Nieren.
Das Spurenelement Zink ist besonders wichtig für das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit.
Wirkung im Organismus
Zink ist Bestandteil vieler Enzyme und dadurch an den Verschiedensten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Beispielsweise wird es für den Aufbau von Eiweißen und Erbsubstanz (DNA) benötigt, also immer dann, wenn neue Zellen gebildet werden sollen. Zinkmangel führt zu Abwehrschwäche und Unfruchtbarkeit, Bindehautentzündung, Haarausfall und Hauterkrankungen. Bei Jungtieren macht sich ein Zinkmangel vor allem als verzögertes Wachstum bemerkbar. Manche Hunderassen neigen zu einem erblich bedingten Zinkmangel, z.B: Dobermann, Deutsche Dogge, Sibirischer Husky, Alaskan Malamute, Bullterrier.
Papageien reagieren sehr empfindlich auf ein Überangebot von Zink, weshalb Papageienkäfige nicht verzinkt sein dürfen.
Natürliche Quellen
Zinkreich sind z.B. Leber, Soja, Rinder- und Lammfleisch, Hafer und Mais. Die Zusammensetzung des Futters beeinflusst, wie gut das darin vorhandene Zink vom Körper aufgenommen werden kann. Zink aus tierischen Futterquellen ist meist besser verfügbar als pflanzliches. Hohe Kalzium-, Eisen- und Kupferwerte im Futter beeinträchtigen die Zinkaufnahme.