ad libitum
lateinisch für "nach Belieben". Eine Fütterung ad libitum bedeutet, dass das Tier so viel fressen darf wie es m...
Weiterlesen →lateinisch für "nach Belieben". Eine Fütterung ad libitum bedeutet, dass das Tier so viel fressen darf wie es m...
Weiterlesen →Beschreibt Krankheiten, deren Symptome plötzlich auftreten bzw.
Weiterlesen →pH-Wert über 7.
Weiterlesen →krankhaft erhöhter Blut-pH-Wert.
Weiterlesen →Substanz, die eine allergische Reaktion auslöst.
Weiterlesen →heftige Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen.
Weiterlesen →beschreibt den allgemeinen Gesundheitszustand eines Patienten.
Weiterlesen →Aminosäuren sind die Grundbausteine für Eiweiße (Proteine) und Eiweißverbindungen.
Weiterlesen →krankhafte Eiweißablagerungen in Organen.
Weiterlesen →Appetitlosigkeit, Inappetenz.
Weiterlesen →Substanz, die vom Immunsystem als fremd erkannt wird und eine Abwehrreaktion verursacht.
Weiterlesen →vom Immunsystem gebildete Abwehrstoffe.
Weiterlesen →Mehrzahl: Antioxidanzien, Antioxidantien.
Weiterlesen →Blutarmut.
Weiterlesen →Apfeltrester entsteht aus erntefrischen Äpfeln, nachdem der Saft gewonnen wurde.
Weiterlesen →Arginin ist eine für Hunde und Katzen essenzielle Aminosäure.
Weiterlesen →Bauchwassersucht.
Weiterlesen →genetische Veranlagung, Allergien zu entwickeln.
Weiterlesen →Übersäuerung.
Weiterlesen →Anreicherung von Abbauprodukten aus dem Eiweißstoffwechsel im Blut, welche normalerweise von den Nieren herausge...
Weiterlesen →pH-Wert über 7.
Weiterlesen →Beta-1,3/1,6-Glucane sind natürliche Mehrfachzucker (Polysaccharide) mit einer charakteristisch verzweigten Struktur.
Weiterlesen →Beta-Carotin ist ein Farbstoff, der z.B.
Weiterlesen →BHA (Butylhydroxyanisol) und BHT (Butylhydroxytoluol) sind synthetisch hergestellte Antioxidanzien.
Weiterlesen →Bioaktive Substanzen sind gesundheitsfördernde Wirkstoffe in Nahrungsmitteln, die aber keine Nährstoffe sind.
Weiterlesen →Wenn Welpen und Kätzchen bei der Mutter trinken, wirken sie danach tief entspannt und zufrieden.
Weiterlesen →Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin des Vitamin-B-Komplexes.
Weiterlesen →Canolaöl ist eigentlich nichts anderes als Speiseöl aus Rapssamen.
Weiterlesen →Cantaloupe-Melonen-Konzentrat für Dr.
Weiterlesen →Chlorid ist die elektrisch geladene Form (Ion) von Chlor.
Weiterlesen →Entzündung der Gallenwege bzw.
Weiterlesen →bedeutet, dass eine Krankheit bzw.
Weiterlesen →Entzündung des Dickdarms (Colons).
Weiterlesen →Colostrum – auch Erstmilch oder Biestmilch genannt – ist die besondere Milch, die Säugetiere in den ersten Tagen nach...
Weiterlesen →Hautentzündung, Ekzem.
Weiterlesen →Zuckerkrankheit.
Weiterlesen →Zuordnunge von Krankheitsanzeichen zu einer bestimmten Erkrankung.
Weiterlesen →Faserstoffe gehören in die Gruppe der langkettigen Kohlenhydrate (Zuckerverbindungen), die für Hunde und Katzen nur s...
Weiterlesen →Speziell an die Bedürfnisse von Tieren mit gesundheitlichen Problemen angepasstes Futter. Diätfutter müssen gem...
Weiterlesen →DL-Methionin ist eine Mischung aus der rechtsdrehenden Form (D-Form) der Aminosäure Methionin und der linksdrehenden ...
Weiterlesen →Störung der Bakterienflora.
Weiterlesen →Gemeint ist das Hühnerei.
Weiterlesen →Der Mineralstoff Eisen ist sowohl im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) als auch im Muskelfarbstoff (Myoglobin) enthalt...
Weiterlesen →In einer Flüssigkeit gelöstes, elektrisch geladenes Salz eines Mineralstoffs.
Weiterlesen →Ausschlussdiät zum Nachweis einer Futterunverträglichkeit.
Weiterlesen →Der Energiegehalt eines Futters wird entweder in Kalorien (meist Kilokalorien = kcal) oder in Joule (Kilojoule =...
Weiterlesen →durch eine Lebererkrankung hervorgerufene Störung der Hirnfunktion.
Weiterlesen →Eiweißstoff, der Stoffwechselvorgänge beschleunigt bzw.
Weiterlesen →Abkürzung für Eikosapentaensäure (eicosaic pentaic acid) und Dokosahexaensäure (docosaic hexaic acid).
Weiterlesen →Der epidermale Wachstumsfaktor EGF regelt als Signalmolekül die Vermehrung und Differenzierung bestimmter Zelltypen.
Weiterlesen →Funktionsstörung des Gehirns, die zu Anfällen führt (z.B.
Weiterlesen →Abkürzung für das Hormon Erythropoetin.
Weiterlesen →Der Erhaltungsbedarf ist der Bedarf an Energie, den die Tiere im Erhaltungsstoffwechsel haben, wenn sie also keine be...
Weiterlesen →Von den etwa 20 natürlicherweise für die Eiweißsynthese verwendeten Aminosäuren sind nur 10 für Hund und Katze essenz...
Weiterlesen →Essentielle Fettsäuren (EFA, essential fatty acids) sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vom Organismus nicht s...
Weiterlesen →Ethoxyquin ist ein synthetisch hergestelltes, nach EU-Norm zugelassenes Antioxidans mit der E-Nummer E 324.
Weiterlesen →Fette (Lipide) sorgen im Hunde- und Katzenfutter für Schmackhaftigkeit und eine gute Futterstruktur.
Weiterlesen →Getrocknete Samenschalen verschiedener Wegerich-Arten (Plantago), die reich an Ballaststoffen und Schleimstoffen sind...
Weiterlesen →Abkürzung für "Feline Lower Urinary Tract Disease".
Weiterlesen →FOS gehören zu den sogenannten fermentierbaren Fasern.
Weiterlesen →FOS gehören zu den sogenannten fermentierbaren Fasern.
Weiterlesen →Freie Radikale sind sehr reaktionsfreudige Moleküle, weil ihnen ein Elektron fehlt.
Weiterlesen →GABA wirkt v.a.
Weiterlesen →den Magen-Darm-Trakt betreffend.
Weiterlesen →Giardien sind einzellige Parasiten des Dünndarms.
Weiterlesen →Glucagon wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet, und zwar in den Alpha-Zellen der Langerhansschen Inseln.
Weiterlesen →Glukosamin (Glucosamin) gilt als wichtiger Knorpelbaustoff und wird als gelenkunterstützender Nährstoff in Futte...
Weiterlesen →Glukosamin und Chondroitin gelten als wichtige Knorpelbaustoffe und werden häufig als gelenkunterstützende Zutaten in...
Weiterlesen →Glukose ist Traubenzucker und auch unter dem Namen Dextrose bekannt.
Weiterlesen →Glykogen ist die Speicherform von Glukose (Traubenzucker) bei Tieren.
Weiterlesen →Glykosaminoglykane (GAG) gelten als wichtige Knorpelbaustoffe.
Weiterlesen →Grünlippmuschel für Hund und Katze (Perna canaliculus) Die neuseeländische Grünlippmuschel wird häufig in Diätfut...
Weiterlesen →Feste, steinartige Gebilde in den Harnwegen.
Weiterlesen →wichtiges Endprodukt des Eiweißstoffwechsels.
Weiterlesen →Die Haut ist das größte Organ des Körpers und erneuert sich fortlaufend.
Weiterlesen →Spaltung chemischer Verbindungen durch eine chemische Reaktion mit Wasser.
Weiterlesen →Erhöhter Kaliumwert im Blut.
Weiterlesen →Kalziumüberschuss im Blut.
Weiterlesen →Erhöhung der Blutfettwerte.
Weiterlesen →Überfunktion der Nebenschilddrüse.
Weiterlesen →Bluthochdruck.
Weiterlesen →Schilddrüsenüberfunktion.
Weiterlesen →keine bzw.
Weiterlesen →Kaliummangel im Blut.
Weiterlesen →Kalziummangel im Blut.
Weiterlesen →Gelbsucht.
Weiterlesen →Das Immunsystem unterscheidet, was zum eigenen Körper gehört und was nicht.
Weiterlesen →Gabe von Impfstoffen zum Schutz vor Infektionskrankheiten.
Weiterlesen →Appetitlosigkeit.
Weiterlesen →Sammelbegriff für entzündliche Erkrankungen des Dünndarms mit unbekannter Ursache (abgekürzt IBD).
Weiterlesen →Organschwäche.
Weiterlesen →Hormon, das die Aufnahme von Zucker in die Körperzellen fördert.
Weiterlesen →Interferone sind von Immunzellen gebildete Eiweiße (Peptide), die mit der Vermehrung von Viren "interferieren", sie a...
Weiterlesen →Interleukine sind Botenstoffe, mit denen sich Immunabwehrzellen untereinander verständigen.
Weiterlesen →Das Spurenelement Jod wird für die Synthese von Schilddrüsenhormonen benötigt.
Weiterlesen →Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für alle Tiere, der hauptsächlich innerhalb der Körperzellen vorkommt.
Weiterlesen →aktivierte Form von Vitamin D.
Weiterlesen →Fast das gesamte Kalzium im tierischen Organismus befindet sich in den Knochen und Zähnen.
Weiterlesen →Kohlenhydrate sind Zuckerverbindungen.
Weiterlesen →Kokosmehl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen, nachdem ein Großteil des Öls abgepresst wurde.
Weiterlesen →Kupfer ist ein Spurenelement, dessen Funktion im Organismus sehr eng mit der von Eisen verknüpft ist.
Weiterlesen →Carnitin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure.
Weiterlesen →L-Lysin ist eine essentielle Aminosäure.
Weiterlesen →L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure.
Weiterlesen →Funktionsschwäche der Leber.
Weiterlesen →Linolsäure
Weiterlesen →Aufbau von Speicherfett, das in Fettzellen gelagert wird.
Weiterlesen →Lutein ist ein gelb-oranger Farbstoff.
Weiterlesen →Magnesium ist ein für die Knochenstabilität[nbsp]und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge der Körperzellen[nbsp]wicht...
Weiterlesen →Das Spurenelement Mangan ist Bestandteil verschiedener Enzyme und dadurch an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Weiterlesen →Margoasaextrakt wird aus Neembaumsamen gewonnen und ist auch als Neemöl oder Niemöl bekannt.
Weiterlesen →Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine alte Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler, die im Mittelmeerrau...
Weiterlesen →MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine schwefelhaltige organische Verbindung, die in geringen Mengen natürlich in Pflanz...
Weiterlesen →Mineralstoffe benötigt der Körper für seine Stoffwechselprozesse.
Weiterlesen →Natrium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im tierischen Organismus.
Weiterlesen →NfE ist die Abkürzung für "stickstoffreie Extraktstoffe"[nbsp] englisch "nitrogen free extracts"[nbsp] die bei der...
Weiterlesen →Funktionsschwäche der Niere.
Weiterlesen →verminderte Harnmenge.
Weiterlesen →Wirkung im Organismus Für Hunde und Katzen ist die Omega-3-Fettsäure Aplha-Linolensäure essentiell.
Weiterlesen →Omega-6-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren.
Weiterlesen →Entzündung des äußeren Ohres bzw.
Weiterlesen →Entzündung des Innenohrs.
Weiterlesen →Mittelohrentzündung.
Weiterlesen →Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine natürliche Substanz, die in den Zellen von Pflanzen und Tieren gebildet wird...
Weiterlesen →Bauchspeicheldrüse.
Weiterlesen →Bauchspeicheldrüsenschwäche.
Weiterlesen →Pankreaspulver für die Fütterung von Hunden und Katzen wird durch schonendes Trocknen und Mahlen der Bauchspeicheldrü...
Weiterlesen →Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Weiterlesen →krankhaft.
Weiterlesen →Beschreibt das chemische Verhalten flüssiger Lösungen.
Weiterlesen →Große Mengen des Mineralstoffs Phosphor sind in Knochen und Zähnen zu finden.
Weiterlesen →normal im Sinne von "nicht krankhaft".
Weiterlesen →gesteigerte Harnmenge.
Weiterlesen →Postbiotika sind inaktivierte Mikroorganismen, die gesundheitsfördernde Effekte auf Darm und Immunsystem entfalten kö...
Weiterlesen →Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die das natürliche Gleichgewicht der Darmflora (Mikrobiota) unterstützen kön...
Weiterlesen →Vorbeugung.
Weiterlesen →Propylgallat ist ein synthetisch hergestelltes Antioxidans, das Futtermitteln zugesetzt wird, um die Futterfette zu s...
Weiterlesen →Proteine sind Eiweiße.
Weiterlesen →Präbiotika sind bestimmte Ballaststoffe oder andere unverdauliche Substanzen, die gezielt das Wachstum und die Aktivi...
Weiterlesen →Bausteine der Erbsubstanz (DNA).
Weiterlesen →Nierenbeckenentzündung.
Weiterlesen →Rapsöl enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure, aber auch rund 30 % mehrfach ungesättigte...
Weiterlesen →Rückfall.
Weiterlesen →Anteil anorganischer Bestandteile im Tierfutter.
Weiterlesen →Unter Rohfaser (Rfa) versteht man Futterbestandteile, die bei der Futtermittelanalyse als unverdauliche organische Be...
Weiterlesen →Als Rohfett (Rfe) werden alle Futterbestandteile bezeichnet, die in Alkohol und anderen Fettlösungsmitteln löslich sind.
Weiterlesen →Als Rohprotein (Rp) bezeichnet man alle stickstoffhaltigen Verbindungen in einem Futtermittel.
Weiterlesen →pH-Wert unter 7.
Weiterlesen →Stoffwechselstörung, bei der die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert.
Weiterlesen →Schwefel gehört zu den Mineralstoffen.
Weiterlesen →Selen ist ein Spurenelement, dass die Zellmembranen vor Schäden schützt.
Weiterlesen →Spirulina ist eine Blaualge (genauer ein Cyanobakterium) der Art Arthrospira platensis, die seit Jahrhunderten als Le...
Weiterlesen →Spurenelemente sind Mineralstoffe, die im Organismus nur in sehr geringen Mengen (Spuren) vorkommen.
Weiterlesen →Stärke gehört zu den leicht verdaulichen Kohlenhydraten.
Weiterlesen →Krankheitsanzeichen.
Weiterlesen →Tagetes ist der wissenschaftliche Name der Studentenblume.
Weiterlesen →Taurin ist eine für Katzen essentielle Aminosäure.
Weiterlesen →Thiamin ist eine wasserlösliches Vitamin, das zum Vitamin-B-Komplex gehört.
Weiterlesen →Topinambur ist ein amerikanischer Verwandter der Sonnenblumen und wird heute in vielen Teilen der Welt als Kulturpfla...
Weiterlesen →Gift.
Weiterlesen →TGF-beta heißt auf deutsch "transformierender Wachstumsfaktor".
Weiterlesen →Harnsäure (genauer das Salz der Harnsäure).
Weiterlesen →Leberenzym.
Weiterlesen →Harnsteinerkrankung.
Weiterlesen →Harnvergiftung.
Weiterlesen →Die Verdaulichkeit eines Futters beschreibt, wie viel von der gefressenen Nahrung tatsächlich in den Organismus aufge...
Weiterlesen →Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin.
Weiterlesen →B-Vitamine sind eine Gruppe wasserlöslicher Vitamine, die im Körper eng zusammenwirken.
Weiterlesen →wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine.
Weiterlesen →Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin.
Weiterlesen →Vitamin D (Calciferol) reguliert zusammen mit der Nebenschilddrüse den Knochenstoffwechsel.
Weiterlesen →Vitamin E (Tocopherol) ist ein Antioxidans.
Weiterlesen →Vitamin K (Phyllochinon) ist ein fettlösliches Vitamin und wichtig für die Blutgerinnung.
Weiterlesen →Vitamine sind Stoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der tierische Organismus sie nicht selbst h...
Weiterlesen →Der gesamte Eiinhalt, also Eiweiß und Eigelb.
Weiterlesen →Erbrechen.
Weiterlesen →Wachstumsfaktoren sind Signalmoleküle, die der Kommunikation von Zellen untereinander dienen.
Weiterlesen →Die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus)ist die wild wachsende, europäische Verwandte der größeren Kulturheidelbeere...
Weiterlesen →Säugetiere bestehen zu etwa 70 % aus Wasser und bereits ein Verlust von etwa 10 % dieses Körperwassers ist tödlich.
Weiterlesen →Weihrauch ist das getrocknete Harz des Boswellia-Baums, der in Afrika, Arabien und Indien wächst.
Weiterlesen →Yucca schidigera, die Mohave-Palmlilie, ist eine Pflanze aus den Trockenregionen im Südwesten Nordamerikas.Yucca schi...
Weiterlesen →Zellulose ist der wichtigste "Baustoff" aller Pflanzen.
Weiterlesen →Das Spurenelement Zink ist besonders wichtig für das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit.
Weiterlesen →Zusatzstoffe werden Nahrungsmitteln aus verschiedenen Gründen zugesetzt.
Weiterlesen →Blasenentzündung.
Weiterlesen →Zytokine sind Eiweiße (Peptide), die das Wachstum und die Entwicklung von Zellen stimulieren.
Weiterlesen →lateinisch für "nach Belieben".
Eine Fütterung ad libitum bedeutet, dass das Tier so viel fressen darf wie es möchte und immer Zugang zu einem gefüllten Futternapf hat. Manche Katzen und sehr wenige Hunde können ihre Futteraufnahme so kontrollieren, dass sie auch bei Ad-libitum-Fütterung schlank bleiben. In den meisten Fällen führt diese Fütterungstechnik aber zu Übergewicht, denn gerade Hunde fressen von Natur aus so viel wie in ihren sehr dehnfähigen Magen hineinpasst. Nach dem Motto: Wer weiß, wann es wieder etwas gibt.
Beschreibt Krankheiten, deren Symptome plötzlich auftreten bzw. die erst seit Kurzem (weniger als 2 Wochen) bestehen. Gegenteil von chronisch.
Wortherkunft: von lateinsch acutus = scharf, spitz
pH-Wert über 7.
Beschreibt das chemische Verhalten gelöster Stoffe. Alkalische Flüssigkeiten nennt man Laugen oder Basen. Beispiel für eine alkalische Körperflüssigkeit ist das Blut.
Synonym: basisch.
Gegenbegriff: sauer (Säure).
Wortherkunft: von arabisch al kalja = Pottasche (alkalisch reagierendes Salz)
krankhaft erhöhter Blut-pH-Wert.
Von einer Alkalose spricht man, wenn der pH-Wert des Blutes über 7,45 steigt. Ursache können z.B. Stoffwechselstörungen, heftiges Erbrechen (mit Verlust von viel Magensäure) oder Hyperventilation (krankhaft beschleunigte Atmung, nicht zu verwechseln mit Hecheln) sein. Die Behandlung richtet sich jeweils nach der Ursache.
Gegenwort: Azidose. Wortherkunft: von arabisch al kalja = Pottasche (alkalisch reagierendes Salz), Wortendung -osis = krankhaft bzw. Krankheit.
Substanz, die eine allergische Reaktion auslöst.
Allergene sind meist harmlose Substanzen aus der Umwelt, die vom Immunsystem als fremd erkannt und mit einer unangemessen heftigen Abwehrreaktion bekämpft werden. Typische Allergene sind z.B. Pollen, Hausstaubmilben, Flohspeichel oder Futterinhaltsstoffe wie Milcheiweiß.
Wortherkunft: griechisch allos = anders/fremd, Wortteil -ergo = Tat (Wirkung), Worrteil -gen = etwas verursachend.
heftige Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen.
Häufige Allergien bei Hund und Katze sind: Flohspeichelallergie, Hausstaubmilbenallergie, Futtermittelallergie. Sie äußern sich zum Beispiel durch Juckreiz, Hautentzündungen, Ohrenentzündungen oder auch als Durchfall/Erbrechen (Futtermittelallergie). Die Gefahr eines lebensbedrohlichen allergischen Schocks besteht bei den gängigen Allergien von Hunden und Katzen nicht.
Wortherkunft: griechisch allos = anders/fremd, Wortteil -ergo = Tat (Wirkung).

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
beschreibt den allgemeinen Gesundheitszustand eines Patienten.
Bei jeder Untersuchung prüft der Tierarzt, ob das Allgemeinbefinden gestört ist oder nicht. So kann unterschieden werden, ob eine Krankheit sich nur auf ein Organ beschränkt (z.B. bei einem Knochenbruch) oder ob der gesamte Organismus beeinträchtigt ist und dementsprechend unterstützt werden muss (z.B. bei einer Infektion nach einem offenen Knochenbruch). Störungen des Allgemeinbefindens sind z.B. Fieber, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit.
Aminosäuren sind die Grundbausteine für Eiweiße (Proteine) und Eiweißverbindungen. Es existieren 20 "proteinogene" (für die Eiweißbildung verwendete) Aminosäuren, von denen je nach Tierart nur 8 bis 10 unbedingt in der Nahrung enthalten sein müssen. Dies sind die sogenannten essenziellen Aminosäuren. Alle anderen Aminosäuren können vom Organismus durch biochemische Synthese (Biosynthese) gebildet werden.
Alle Aminosäuren kommen in der Nahrung entweder als sog. D-Form oder als L-Form vor. Biologisch aktiv und für die Eiweißsynthese geeignet ist nur die L-Form.
Essenziell für Hund und Katze sind die Aminosäuren: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin; für die Katze auch noch Taurin.
Ohne Aminosäuren aus dem Nahrungseiweiß könnte der Organismus keine Körpereiweiße synthetisieren und nicht überleben, denn Eiweiße werden für nahezu alle physiologischen Prozesse benötigt. Zum Beispiel sind Eiweiße an der Muskelaktivität beteiligt (Aktin, Myosin), das Eiweiß Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Gewebe und das aus Eiweiß bestehende Hormon Insulin schleust Zucker als Brennstoff in die Körperzellen. Haare, Haut, Sehnen und Knorpel bestehen zu einem Großteil aus Eiweißen ... Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.
Essenzielle Aminosäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Sie können entweder aus tierischem oder pflanzlichem Eiweiß stammen. Wichtiges Kriterium für die Qualität des Nahrungseiweißes ist, wie genau die Zusammensetzung der Aminosäuren im Futter mit dem Bedarf des Tieres für seine eigene Eiweißsynthese übereinstimmt. Je besser "Angebot" im Futter und "Nachfrage" des Körpers übereinstimmten, desto hochwertiger ist das Futter.
krankhafte Eiweißablagerungen in Organen.
Ursache können verschiedene Stoffwechselstörungen sein. Die Ablagerung unlöslicher Eiweißfasern (Amyloid) stört die Funktion des betroffenen Organs (z.B. Niere, Milz oder Leber). Nachweisen lässt sich eine Amyloidose mithilfe von Gewebeproben (Biopsien).
Wortherkunft: lateinisch amylum = Stärke (Kohlenhydrat), Endung -oid = ähnlich, weil sich Amyloid beim Färben von Gewebeproben ähnlich anfärbt wie (Speise-)Stärke.

Royal Canin

Royal Canin
Appetitlosigkeit, Inappetenz.
Die Ursachen für eine Anorexie sind sehr zahlreich. Natürlich spielen Geschmack und Textur des angebotenen Futters eine Rolle, aber auch zahlreiche innere Erkrankungen, Schmerzen und psychische Belastungen führen zu Appetitlosigkeit.
Bei appetitlosen Katzen besteht die Gefahr, dass sie eine Leberverfettung (hepatische Lipidose) entwickeln; vor allem wenn sie Übergewicht haben.
Substanz, die vom Immunsystem als fremd erkannt wird und eine Abwehrreaktion verursacht.
Typische Antigene sind z.B. Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren. Erkennt das Immunsystem ein Antigen, werden Abwehrzellen aktiviert und sogenannte Antikörper gebildet, um die Bedrohung zu beseitigen. Eigentlich harmlose Antigene, die eine allergische Reaktion hervorrufen, nennt man Allergene.
Wortherkunft: griechisch anti = gegen, griechisch -gen = etwas verursachend.
vom Immunsystem gebildete Abwehrstoffe. Auch Immunglobuline genannt.
Antikörper werden gebildet, wenn das Immunsystem eine Substanz als fremd erkennt (Antigen). Die Antikörper lagern sich an das Antigen und lösen dadurch quasi Alarm aus. Die körpereigenen Abwehrmechanismen werden stimuliert und die Bedrohung unschädlich gemacht.
Es gibt verschiedene Klassen von Antikörpern mit unterschiedlichen Aufgabengebieten. So ist zum Beispiel das Immunglobulin A (IgA) vor allem für die Immunabwehr in den Schleimhäuten zuständig (der ersten Eintrittsstelle für Krankheitserreger oder Allergene), währen Immunglobulin E (IgE) bei Allergien und der Abwehr von Parasiten die Hauptrolle spielt.
Wortherkunft: griechisch anti = gegen.
Mehrzahl: Antioxidanzien, Antioxidantien.
Antioxidanzien sind Stoffe, die eine "Oxidation" verhindern sollen. Als Oxidation wiederum werden sauerstoffabhängige chemische Vorgänge bezeichnet, die eine Rolle beim Entstehen chronischer Entzündungen, beim Altern oder auch beim Verderb von Lebensmitteln spielen.
Antioxidanzien werden in jeder Körperzelle jeden Tag in unvorstellbar großer Zahl benötigt, um im normalen Stoffwechsel oder durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlen und (Passiv-) Rauchen entstehende Freie Radikale zu neutralisieren. Diese sehr reaktionsfreudigen Moleküle (vor allem so genannte reaktive Sauerstoffspezies = ROS) schädigen Körperzellen, indem sie z.B. die Zellmembran, wichtige Enzyme oder die Erbsubstanz (DNA) oxidieren. Sind zu wenig Antioxidanzien im Körper, um die ROS in Schach zu halten, entsteht oxidativer Stress.
In den verschiedensten Produkten begegnen uns Anti-Oxidantien häufig als "Anti-Aging"-Stoffe oder auch als "Radikalfänger", z.B. gegen Faltenbildung.
Bei der Herstellung von Nahrungsmitteln werden sie zugesetzt, um das Ranzig-werden von Fetten durch Oxidation zu verhindern. Zu diesem Zweck dürfen nur Antioxidanzien verwenden werden, die als Zusatzstoffe nach dem Lebensmittelgesetz (bzw. Zusatzstoff-Zulassungsverordnung) und nach EU-Norm zugelassen sind und eine E-Nummer besitzen.
Besonders ungesättigte Fette sind anfällig für Verderb durch Oxidation. Deshalb müssen Futtermittel, die z.B. wertvolle essentielle Fettsäuren (Omega-3- oder Omega-6-Fettsäuren) enthalten, mit Antioxidanzien angereichert werden, damit sie nicht ranzig werden. Wichtig ist, das Futter immer kühl und dunkel zu lagern, da Wärme und UV-Licht die Oxidation beschleunigen.
Beispiele für natürliche Antioxidanzien sind Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin E (Tocopherole) und Beta-Carotin. Auch sekundäre Pflanzenstoffe, die Polyphenole, sind Antioxidanzien. Beispielsweise das im gelben Currygewürz Kurkuma enthaltene Curcumin.
Häufig verwendete synthetische Antioxidanzien sind Ethoxyquin (E 324), BHT (Butylhydroxytoluol, E 321) und BHA (Butylhydroxyanisol, E 320).
Blutarmut. Sie kann entstehen, weil zu wenige rote Blutzellen gebildet werden (z.B. bei Eisenmangel), weil rote Blutzellen zerstört werden (z.B. bei Infektionskrankheiten) oder weil das Tier Blut verloren hat.
Zur Diagnose einer Anämie werden die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozytenzahl), der Anteil der Erythrozyten am gesamten Blutvolumen (Hämatokrit) und/oder der Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin, Hb) bestimmt. Weitere Blutwerte und auch Urinwerte können Aufschluss über die Ursache der Anämie geben.
Apfeltrester entsteht aus erntefrischen Äpfeln, nachdem der Saft gewonnen wurde. Schonend getrocknet und fein vermahlen liefert er natürliche Ballaststoffe.
Charakteristisch für den Apfel ist sein hoher Gehalt an Pektin, einem löslichen, präbiotischen Ballaststoff. Pektin bindet Wasser und quillt im Darm zu einem Gel. Das kann dem Darminhalt Konsistenz geben – ein Grund, warum pektinreiche Zutaten ernährungsphysiologisch gerne eingesetzt werden, wenn der Kot zu weich ist. Im Dickdarm von Hunden und Katzen wird Pektin von der Darmflora fermentiert. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, die eine ausgewogene Darmflora unterstützen können.
Neben dem löslichen Pektin enthält Apfeltrester auch unlösliche Ballaststoffe. Dieser natürliche Fasermix kann eine geregelte Verdauung unterstützen. Hinzu kommt: Apfeltrester wird von den meisten Hunden und Katzen gern gefressen. Damit eignet sich Apfeltrester sehr gut als Futter-Zutat zur ernährungsphysiologischen Unterstützung der Verdauung.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
Arginin ist eine für Hunde und Katzen essenzielle Aminosäure. Sie benötigen es zum Aufbau von Körpereiweißen, aber z.B. auch zur Umwandlung von Ammoniak in Harnstoff. Ammoniak entsteht nach jeder Futteraufnahme im Körper und muss als Harnstoff mit dem Urin ausgeschieden werden, da es ein Zellgift ist.
Besonders Katzen reagieren sehr empfindlich auf einen Argininmangel. Der Anstieg der Ammoniakkonzentration führt bei ihnen sehr schnell zu Erbrechen, Krämpfen und im Extremfall zum Tod. Allerdings ist Arginin in den meisten Futtereiweißen in ausreichender Menge enthalten. Bekommen die Tiere also ein Futter, das ihren Eiweißbedarf deckt, ist ein Argininmangel nicht zu befürchten.
Bauchwassersucht.
Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle zwischen den Organen. Ein Aszites kann z.B. bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck entstehen, wenn Flüssigkeit quasi aus den Blutgefäßen gepresst wird (Transsudat). Bei Entzündungen kann ebenfalls Flüssigkeit aus den Blutgefäßen entweichen, die man dann als Exsudat bezeichnet - typisches Beispiel ist die Feline infektiöse Peritonitis (FIP). Bei inneren Verletzungen kann auch Blut den Aszites hervorrufen.
Wortherkunft: griechisch ascites/askites.

Royal Canin

Hill's
genetische Veranlagung, Allergien zu entwickeln.
Häufig auch als Synonym für Umwelt-Allergien wie die Hausstauballergie oder die Flohspeichelallergie verwendet, um sie von den Futtermittelallergien zu unterscheiden. Bei einer allergisch bedingten Hautentzündung spricht man auch von einer "atopischen Dermatitis".
Wortherkunft: griechisch atopia = Ortlosigkeit.

Royal Canin

Royal Canin

Hill's
Übersäuerung.
Bei einer Azidose des Blutes fällt der pH-Wert unter 7,35. Behandelt werden muss spätestens bei einem pH-Wert von 7,3, denn die Übersäuerung gefährdet wichtige Stoffelwechselvorgänge und den Elektrolythaushalt.
Eine sog. respiratorische Azidose entsteht durch Störungen der Atmung mit Ansammlung von Kohlendioxid im Körper. Eine metabolische Azidose entsteht durch Stoffwechselveränderungen, z.B. bei starkem Durchfall oder Nierenerkrankungen. Eine Azidose der Muskulatur kann durch Sauerstoffmangel entstehen, z.B. bei starker Anstrengung oder Durchblutungsstörungen.
Gegenwort: Alkalose. Wortherkunft: lateinisch acidum = Säure, Wortendung -osis = krankhaft bzw. Krankheit.

Royal Canin

Royal Canin
Anreicherung von Abbauprodukten aus dem Eiweißstoffwechsel im Blut, welche normalerweise von den Nieren herausgefiltert und mit dem Urin ausgeschieden werden (z.B. Harnstoff, Kreatinin und Ammoniak).
In der Regel werden Harnstoff und Kreatinin im Blutserum gemessen. Sind diese Werte erhöht, spricht man von einer Azotämie.
Eine hochgradige Azotämie führt zu einer Harnvergiftung, Urämie genannt, mit klinischen Symptomen. Beispielsweise leiden betroffene Hunde und Katzen unter Übelkeit und Erbrechen, wirken teilnahmslos und riechen evtl. aus dem Maul nach Urin.
Wie entsteht eine Azotämie bei Hund und Katze?
Meist liegt die Ursache der Azotämie in den Nieren (renal). Sie kann aber auch davor (prärenal) oder dahinter (postrenal) liegen. Beispiele sind:
prärenal:
renal:
postrenal:
Wortherkunft: von französisch azote = Stickstoff und der aus dem Griechischen stammenden Wortendung -ämie = Blut.

Royal Canin

Royal Canin

Specific
pH-Wert über 7.
Beschreibt das chemische Verhalten gelöster Stoffe. Basische Flüssigkeiten nennt man Laugen oder Basen. Beispiel für eine basische Körperflüssigkeit ist das Blut (pH-Wert etwa 7,4).
Synonym: alkalisch. Gegenbegriff: sauer (Säure).
Beta-1,3/1,6-Glucane sind natürliche Mehrfachzucker (Polysaccharide) mit einer charakteristisch verzweigten Struktur. Für Dr. Hölter Produkte verwenden wir hochgereinigte Beta-1,3/1,6-Glucane aus Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae), denn: Erst wenn die umgebende Mannoprotein-Schicht entfernt ist, liegt die verzweigte Struktur frei, auf die es ankommt.
Auch Stärke und Zellulose sind Mehrfachzucker, ihre Bausteine sind aber anders verknüpft (in Alpha- bzw. Beta-1,4-Bindungen) und bilden lange, unverzweigte Ketten. Für den Körper sind das reine Nährstoffe bzw. Ballaststoffe. Erst die typische 1,3/1,6-Verzweigung macht aus einem Glucan das, was die Abwehr als besonderes Signal wahrnimmt.
Im Laufe der Evolution hat der Körper gelernt, die typische Struktur von Beta-1,3/1,6-Glucanen zu erkennen, da sie häufig in der Zellwand von Pilzen und Bakterien, also möglichen Krankheitserregern, vorkommt. Bestimmte Zellen der angeborenen Abwehr – vor allem sogenannte Fresszellen (Makrophagen) – tragen passende Bindungsstellen für diese Struktur. Ein Großteil dieser Zellen sitzt in der Darmwand, dem größten immunologischen Bereich des Körpers. Über diesen Weg können Beta-1,3/1,6-Glucane die körpereigene Abwehr ansprechen und ein ausgewogenes Gleichgewicht unterstützen.
Belastende Lebensphasen – etwa das Wachstum junger Tiere, körperliche Anstrengung, Stress oder ein höheres Alter – können die natürliche Abwehr fordern. Beta-1,3/1,6-Glucane werden in solchen Phasen ergänzt, um eine ausgewogene körpereigene Abwehr zu unterstützen. Zusätzlich haben sie einen präbiotischen Effekt.
Haut und Abwehr hängen eng zusammen: Die Haut ist eine wichtige Barriere und zugleich ein aktiver Teil der körpereigenen Abwehr. Da Beta-Glucane die Zellen der angeborenen Abwehr ansprechen, werden sie auch im Zusammenhang mit der Hautgesundheit untersucht. In einer placebokontrollierten Studie an Hunden verbesserte sich unter Beta-Glucan-Fütterung neben dem Hautbild auch die Fellqualität. Für sensible Haut können Beta-Glucane daher eine sinnvolle ernährungsphysiologische Komponente sein.
Die Qualität handelsüblicher Beta-Glucane schwankt stark – nicht ausreichend gereinigte Produkte sprechen die Abwehr kaum an. Reinheit und definierte Struktur sind daher die entscheidenden Qualitätsmerkmale. Beta-1,3/1,6-Glucane aus Hefe gelten als sicher (EFSA, 2011) und sind hitzestabil.

Dr. Hölter

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Beta-Carotin ist ein Farbstoff, der z.B. in Karotten vorkommt (daher der Name) und auch als Provitamin A bezeichnet wird. Praktisch alle Säugetiere können Beta-Carotin aus dem Futter in Vitamin A umwandeln. Die große Ausnahme sind allerdings Katzen. Deshalb muss im Katzenfutter kein Beta-Carotin, sondern Vitamin A selbst enthalten sein.
BHA (Butylhydroxyanisol) und BHT (Butylhydroxytoluol) sind synthetisch hergestellte Antioxidanzien. Sie werden Futtermitteln zugesetzt, um die Futterfette vor dem Verderb (Ranzigwerden) zu schützen. Als nach EU-Norm zugelassene Antioxidanzien tragen sie die E-Nummern E 320 und E 321.
Bioaktive Substanzen sind gesundheitsfördernde Wirkstoffe in Nahrungsmitteln, die aber keine Nährstoffe sind. Also nicht zur Energiegewinnung oder als Baustoffe verwendet werden. Sie kommen besonders zahlreich in Gemüse und Obst vor, als so genannte sekundäre Pflanzenstoffe oder als Ballaststoffe. Aber auch in Lebensmitteln tierischen Ursprungs können bioaktive Substanzen vorkommen, zum Beispiel Milchsäure als Fermentationsprodukt (in Joghurt oder auch Sauerkraut und vielem mehr).
Zu den sekundären Pflanzenstoffen, die als biokative Substanzen wirken, zählen zum Beispiel die antioxidativ wirksamen Polyphenole (z.B. Curcumin aus Kurkuma) und Carotinoide (Vitamin-A-Vorstufen).
Eine Ernährung, die reich an bioaktiven Substanzen ist, mindert das Risiko, an chronisch-degenerativen Erkrankungen oder an Krebs zu erkranken. Dies konnten humanmedizinische Studien nachweisen.
Wenn Welpen und Kätzchen bei der Mutter trinken, wirken sie danach tief entspannt und zufrieden. An diesem natürlichen Effekt ist ein besonderes Milcheiweiß beteiligt: Beim Verdauen der Muttermilch entsteht im Darm der Jungtiere aus dem Milchprotein Kasein ein bestimmtes Bruchstück (ein sogenanntes Peptid), dem beruhigende Eigenschaften zugeschrieben werden.
Genau dieses Peptid lässt sich gewinnen, indem man Milcheiweiß gezielt mit einem natürlichen Verdauungsenzym (Trypsin) aufspaltet – so, wie es auch im Körper des Jungtieres geschieht. Das Ergebnis ist ein bioaktiver Milch-Extrakt, der als natürliche Zutat zur ernährungsphysiologischen Unterstützung von Gelassenheit eingesetzt wird.
Der bioaktive Milch-Extrakt kann dazu beitragen, dass Hunde und Katzen in fordernden Situationen gelassener bleiben. Er macht nicht müde und führt nicht zu Gewöhnung. In wissenschaftlichen Studien an Hunden und Katzen wurde er in Zusammenhang mit einer besseren Bewältigung stressreicher Situationen untersucht; die Effekte sind dosisabhängig, weshalb es auf eine ausreichende Menge ankommt.
Sinnvoll ist die Fütterung des bioaktiven Milch-Extrakts vor allem in vorhersehbaren, fordernden Momenten – etwa bei Tierarztbesuch, Silvester, Reisen, Umzug oder Veränderungen im Haushalt – ebenso wie bei Tieren, die generell zu Nervosität und Unruhe neigen.
Hinweis: Ergänzungsfuttermittel ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Bei ausgeprägten Verhaltensproblemen Ihres Tieres lassen Sie sich bitte tierärztlich oder verhaltenstherapeutisch beraten.
Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin des Vitamin-B-Komplexes. Manchmal wird es auch Vitamin H genannt.
Als Bestandteil von Enzymen ist Biotin für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten wichtig. Außerdem beeinflusst es das Ablesen bestimmter Gene. Ein Biotinmangel macht sich vor allem an Haut, Fell und Krallen bzw. Hufen bemerkbar, z.B. in Form von schuppiger, entzündeter Haut, Wundheilungsstörungen, Haarausfall oder schlechter Hornqualität.
Biotin ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, kann aber nicht immer vom Organismus aufgenommen werden. Beispielsweise verhindert Avidin in rohen Eiern die Aufnahme von Biotin. Durch das Kochen wird Avidin inaktiviert und Biotin aus dem Eigelb kann aufgenommen werden. Auch Leber, Milch, Hülsenfrüchte, Hefe, Vollkorn und Nüsse sind gute Biotinquellen. Außerdem wird Biotin von der natürlichen Darmflora synthetisiert.
Canolaöl ist eigentlich nichts anderes als Speiseöl aus Rapssamen. Der Name "Canola" wurde aus dem amerikanischen Sprachgebrauch als Bezeichnung für "Doppelnull-Raps" übernommen. Diese Rapssorten enthalten keine schädlich Erucasäure und keine Glucosinolate und sind daher für den menschlichen Verzehr geeignet. Der heute in Deutschland angebaute Winterraps ist solch ein Doppelnull- oder Canola-Raps.
Rapsöl enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure, aber auch rund 30 % mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren wie Linolsäure (Omega 6) und Linolensäure (Omega 3), was ihn für die Ernährung besonders wertvoll macht. In Amerika wird Canolaöl deshalb z.B. als besonders "herzgesund" deklariert. Außerdem sind besonders in kaltgepresstem Rapsöl Vitamine und Karotinoide enthalten.
Cantaloupe-Melonen-Konzentrat für Dr. Hölter Produkte wird aus dem Saft einer speziellen Cantaloupe-Melonensorte gewonnen, die von Natur aus besonders reich an Superoxid-Dismutase (SOD) ist. SOD zählt zu den wichtigsten körpereigenen Antioxidantien.
Bei der Energiegewinnung in den „Zellkraftwerken" (Mitochondrien) entstehen täglich freie Radikale – reaktive Teilchen, die man sich wie „Rost" im Körper vorstellen kann. Antioxidantien sind ihre natürlichen Gegenspieler. SOD gehört dabei zu den primären, enzymatischen Antioxidantien und und damit zur ersten Verteidigungslinie. Es wandelt besonders reaktives Superoxid in weniger aggressive Verbindungen um. Als Enzym kann es – im Gegensatz zu sekundären Antioxidantien – nicht nur ein, sondern viele freie Radikale neutralisieren, weil es vom Körper immer wieder recycelt wird.
Als Enzym ist SOD ein Eiweiß und würde von der Magensäure weitgehend abgebaut. Deshalb wird das Melonenkonzentrat mit einer schützenden Schicht ummantelt, die sich erst im Dünndarm auflöst, wo die SOD spezifische Rezeptoren anregt. Die Zufuhr von SOD mit dem Futter kann die körpereigene Produktion aller primären Antioxidantien (SOD, CAT, GPx) in verschiedenen Geweben stimulieren und so die gesamte antioxidative Kapazität des Körpers erhöhen.
Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der körpereigenen Antioxidantien nach, während bei jeder Belastung weiter freie Radikale anfallen. Eine gezielte ernährungsphysiologische Unterstützung der antioxidativen Abwehr kann in dieser Lebensphase – und in Phasen erhöhter körperlicher Belastung – sinnvoll sein.

Dr. Hölter

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Chlorid ist die elektrisch geladene Form (Ion) von Chlor. Von Tieren wird Chlorid hauptsächlich in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen.
Chlorid-Ionen regulieren zusammen mit Natrium-Ionen den Flüssigkeitshaushalt des Körpers (Elektrolyt). Sie halten die Verteilung der Körperflüssigkeit außerhalb der Zellen im Gleichgewicht. Als Bestandteil von Salzsäure wird Chlorid außerdem für die Verdauung im Magen benötigt.
In Form von Speisesalz ist Chlorid in fast allen Futtermitteln enthalten. Zu einem ernährungsbedingten Chloridmangel kommt es deshalb nicht. Niedrige Chloridwerte im Blut können aber bei ständigem Erbrechen oder bei Veränderungen des Blut-pH-Werts entstehen.
Entzündung der Gallenwege bzw. der Gallengänge und des Lebergewebes (Cholangiohepatitis).
Es gibt verschiedene Formen und Ursachen der Cholangitis. Häufig handelt es sich um hartnäckige, aufsteigende Infektionen aus dem Dünndarm, die über einen Monat oder länger mit Antibiotika behandelt werden müssen. Katzen sind häufiger betroffen als Hunde. Anzeichen einer Cholangitis können z.B. Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Fieber, Durchfall und Bauchwassersucht sein. Eine Entzündung der Gallenwege breitet sich oft auf das Lebergewebe und andere angrenzende Organe wie die Bauchspeicheldrüse aus. Ein wichtiger Aspekt bei der Behandlung ist die Entlastung der Leber und des Darms durch spezielle Diätfutter für Intensivpatienten.
Wortherkunft: griechisch chole = Galle, Wortteil angio = Gefäß, hepar = Leber, lateinische Wortendung -itis = Entzündung.

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bedeutet, dass eine Krankheit bzw. Symptome bereits seit mehr als zwei Wochen bestehen.
Gegenbegriff: akut.
Entzündung des Dickdarms (Colons).
Eine Colitis äußert sich meist durch schleimigen Durchfall und in manchen Fällen durch sehr häufigen Kotabsatz. Ursache können z.B. bakterielle Infektionen, Magen-Darm-Parasiten oder Futtermittelunverträglichkeiten sein.
Wortherkunft: vom lateinischen colon = Grimmdarm (Teil des Dickdarms) und der lateinischen Wortendung -itis = Entzündung.

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Colostrum – auch Erstmilch oder Biestmilch genannt – ist die besondere Milch, die Säugetiere in den ersten Tagen nach der Geburt bilden. Sie unterscheidet sich deutlich von normaler Milch: Colostrum ist dichter an natürlichen Vitalstoffen.
Der bekannteste Bestandteil von Colostrum sind die Immunglobuline – allen voran Immunglobulin G (IgG). Über sie gibt das Muttertier einen Teil seiner erworbenen Abwehr an das Neugeborene weiter, dessen eigene Abwehr in den ersten Lebenstagen noch nicht vollständig ausgereift ist. Daneben liefert Colostrum Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren sowie zum Beispiel Oligosaccharide mit präbiotischen Eigenschaften.
Als Ergänzung zum Katzen- und Hundefutter kann Colostrum auch bei erwachsenen Tieren auf natürliche Weise dazu beitragen, eine ausgewogene körpereigene Abwehr und eine stabile, vielfältige Darmflora zu unterstützen. Besonders in herausfordernden Phasen – im Wachstum, im höheren Alter, bei Stress oder hoher körperlicher Aktivität – kann eine solche Ergänzung sinnvoll sein.

Dr. Hölter

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Hautentzündung, Ekzem.
Äußert sich z.B. durch Hautrötung, Schuppen, Pickel und Pusteln. Ursachen sind z.B. Allergien oder Infektionen mit Parasiten (Milben, Flöhe), Bakterien oder Hautpilzen. Eine allergisch bedingte Dermatitis wird "atopische Dermatitis" genannt.[nbsp]
Wortherkunft aus dem Altgriechischen: dermis = Lederhaut (oberste Hautschicht), Wortendung -itis = Entzündung.

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Zuckerkrankheit.
Typische Anzeichen einer Zuckerkrankheit bei Hund oder Katze sind großer Durst und häufiges Urinieren, dauernder Hunger (evtl. trotzdem Gewichtsverlust) oder auch Appetitlosigkeit (bei Katzen häufiger) und verminderte Leistungsfähigkeit. Spätfolgen können z.B. ein grauer Star (Trübung der Augenlinse), Bluthochdruck oder Schwäche der Hinterbeine sein. In Blut und Urin sind erhöhte Zuckerwerte nachweisbar (Hyperglykämie, Glukosurie). Ein Anstieg des Blutzuckers kann gerade bei Katzen durch den Stress des Tierarztbesuchs hervorgerufen werden. Deshalb wird meist auch der Fruktosaminwert im Blut bestimmt, um solch eine sogenannte Stress-Hyperglykämie von einem echten Diabetes zu unterscheiden.
Ein Typ-1-Diabetes entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert und wird in der Regel bei Jungtieren festgestellt. Bei einem Typ-2-Diabetes besteht eine Insulinresistenz. Es ist zwar (zunächst) genügend oder sogar sehr viel Insulin vorhanden, die Zellen reagieren aber nicht mehr darauf. Dies beim Menschen als "Altersdiabetes" bekannte Krankheitsbild betrifft eher ältere, übergewichtige Tiere.
Behandelt wird ein Diabetes durch Gabe von Insulin und durch Umstellung auf eine Diabetes-Diät. Häufig kann durch eine konsequente Diät auf Medikamente verzichtet oder deren Menge reduziert werden. Futtermittel für Diabetiker haben z.B. einen hohen Rohfasergehalt, der dabei hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und Übergewicht zu vermeiden. Im Vergleich zu selbst gekochten Rationen haben sie den Vorteil, dass ihre Zusammensetzung konstant bleibt, was für die Blutzuckerregulierung wichtig ist.
Wortherkunft: lateinisch für "süßer Durchfluss", da bei Diabetes-Patienten Zucker im Urin nachweisbar ist.

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Royal Canin
Zuordnunge von Krankheitsanzeichen zu einer bestimmten Erkrankung.
Um eine Diagnose stellen zu können, muss der Tierarzt zunächst alle Symptome erheben, indem er die Krankheitsgeschichte (Anamnese) erfragt und das Tier untersucht. Erst in einem zweiten Schritt bewertet er die Beschwerden und entscheidet sich zwischen allen infrage kommenden Krankheiten (Differenzialdiagnosen) für eine bestimmte Diagnose. Ist keine eindeutige Diagnose möglich, stellt er eine "Verdachtsdiagnose" und veranlasst evtl. weitere Untersuchungen.
Wortherkunft: griechisch diagnosis = Entscheidung, Urteil.
Faserstoffe gehören in die Gruppe der langkettigen Kohlenhydrate (Zuckerverbindungen), die für Hunde und Katzen nur schwer verdaulich sind. Man unterscheidet lösliche (z.B. Pektin) und unlösliche Faserstoffe (z.B. Zellulose). Bei der Ernährung von Hunden und Katzen wird diätetische Faser z.B. in Reduktionsdiäten eingesetzt, um die Gewichtsabnahme zu fördern, die Darmpassage zu beschleunigen oder den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.
Speziell an die Bedürfnisse von Tieren mit gesundheitlichen Problemen angepasstes Futter.
Diätfutter müssen gemäß Futtermittelrecht (Richtlinie 2008/38/EG) besonders strenge Anforderungen an die Deklaration und die Zusammensetzung erfüllen. Sie dürfen nur für bestimmte, gesetzlich festgelegte Ernährungszwecke in Verkehr gebracht werden.
Beispielsweise ist gesetzlich vorgeschrieben, das Futtermittel zur "Unterstützung der Nierenfunktion bei chronischer Niereninsuffizienz" einen niedrigen Phosphorgehalt und einen herabgesetzten Proteingehalt, jedoch besonders hochwertiges Protein enthalten müssen.

Royal Canin

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DL-Methionin ist eine Mischung aus der rechtsdrehenden Form (D-Form) der Aminosäure Methionin und der linksdrehenden Form (L-Form). DL-Methionin wird häufig in Diätfutter für Tiere mit Harnsteinen eingesetzt, da es den Harn ansäuert und so das Risiko einer Struvitsteinbildung senkt.
L-Methionin ist außerdem eine für Hunde und Katzen essenzielle Aminosäure, muss also in jedem Hunde- und Katzenfutter als Eiweißbestandteil enthalten sein.

almapharm

almapharm
Störung der Bakterienflora.
Haut und Schleimhäute sind normalerweise von verschiedenen Bakterienarten besiedelt. Sie bilden zusammen eine schützende, natürliche "Flora". Die Zusammensetzung dieser Bakterienpopulation kann durch Infektionen mit krankmachenden Bakterien gestört werden. Ein typisches Beispiel ist Durchfall als Folge einer Dysbakterie (z.B. durch Salmonelleninfektion). Eine Unterstützung der natürlichen Darmflora kann deshalb helfen, den Durchfall zu bekämpfen.
Wortherkunft: aus dem Griechischen abgeleiteter Wortteil Dys- = Miss- oder Un-; griechisch bakter = Stab (weil die zuerst entdeckten Bakterien stäbchenförmig waren).

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Gemeint ist das Hühnerei. Es eignet sich sehr gut für die Ernährung von Hunden und Katzen, da es viel hochverdauliches Eiweiß enthält.
Aufpassen muss man allerdings z.B. bei Tieren mit Allergieproblemen, da Allergien gegen Hühnereiweiß verhältnismäßig häufig vorkommen. Außerdem enthält Hühnereiweiß relativ viel schwefelhaltige Aminosäuren (Methionin, Cystein) und sollte deshalb nicht an leberkranke Hunde und Katzen verfüttert werden. Hingegen ist es für die purinarme Ernährung von Hunden mit Harnsteinen aus Urat gut geeignet.
Füttern Sie Hühnereier am besten gekocht. Die Verfütterung roher Eier birgt immer die Gefahr einer Salmonellenübertragung. Rohes Eiklar enthält außerdem Avidin, das einen Biotinmangel verursachen kann und einen Trypsininhibitor, der die Eiweißverdauung stört, sodass es zu Durchfall kommen kann.

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Der Mineralstoff Eisen ist sowohl im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) als auch im Muskelfarbstoff (Myoglobin) enthalten, die für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind. Bei Eisenmangel kommt es deshalb zu "Blutarmut" (Anämie). Zu einem Eisenmangel kommt es bei Hunden und Katzen in der Regel nur nach größeren Blutverlusten, z.B. durch Verletzungen, bei der Geburt oder durch starken Wurmbefall.
Natürliche Quellen
Besonders eisenreich sind Innereien wie Leber und Nieren, aber auch Fleisch, Fisch, Eigelb oder Hülsenfrüchte enthalten ausreichend Eisen. In der Regel kann Eisen aus tierischen Quellen (in Form von Hämeisen) besser vom Organismus aufgenommen werden als pflanzliches.
In einer Flüssigkeit gelöstes, elektrisch geladenes Salz eines Mineralstoffs.
Medizinische Bedeutung als Elektrolyte haben z.B. die Salze von Natrium, Kalium, Kalzium oder Magnesium. Die Menge der gelösten Elektrolyte steuert die Verteilung des Wassers im tierischen Körper. Deshalb ist es wichtig, das Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung der Elektrolyte (Elektrolythaushalt) immer im Gleichgewicht sind.
Wirkung im Organismus
Elektrolyte sind chemische Verbindungen, die aus elektrisch geladenen Teilchen bestehen. Durch ihre elektrische Ladung ziehen sie Wassermoleküle an und halten so das Wasser innerhalb der Zellen oder innerhalb der Blutgefäße. Außerdem werden Elektrolyte zur Bildung und Weiterleitung elektrischer Impulse an Nervenzellen und Muskelzellen benötigt.
Voraussetzung für tierisches Leben ist, das die Verteilung der einzelnen Elektrolyte innerhalb und außerhalb der Zellen im Gleichgewicht gehalten wird. Beispielsweise ist immer viel Kalium in den Körperzellen vorhanden, aber nur wenig außerhalb, während es bei Natrium genau umgekehrt ist. Änderungen in dieser Verteilung können z.B. Nervenimpulse auslösen oder den Zellstoffwechsel normaler Zellen stören.
Natürliche Quellen
Elektrolyte kommen in der Nahrung normalerweise ausreichend vor. Problematisch sind vor allem Elektrolytverluste und -ungleichgewichte durch Erkrankungen, z.B. bei Durchfall/Erbrechen oder bei Nierenerkrankungen, wenn die Zusammensetzung des Urins nicht mehr kontrolliert werden kann.
Wortherkunft: griechisch elektron = Bernstein (an Bernstein wurden zuerst elektrostatische Kräfte beobachtet) und aus dem Griechischen abgeleiteter Wortteil -lysis = Auflösung.
Ausschlussdiät zum Nachweis einer Futterunverträglichkeit.
Eine Eliminationsdiät darf nur aus Inhaltsstoffen bestehen, auf die das Tier nicht mit Krankheitssymptomen reagiert. Deshalb wählt man entweder eine hydrolysierte Diät, in der alle Eiweiße so zerkleinert sind, dass sie das Immunsystem nicht mehr erkennen kann. Oder man wählt ein Futter, das jeweils nur eine Eiweißquelle (Single Protein Diät) und nur eine Kohlenhydratquelle enthält, um das Risiko einer Unverträglichkeit zu minimieren.
Eine Eliminationsdiät muss mindestens 6 Wochen, besser 8 oder 10 Wochen durchgehalten werden. Während dieser Zeit darf das Tier ausschließlich sein Diätfutter fressen. Im Anschluss sollte ein Provokationstest mit dem alten Futter erfolgen.

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Der Energiegehalt eines Futters wird entweder in Kalorien (meist Kilokalorien = kcal) oder in Joule (Kilojoule = kJ oder Megajoule = MJ) angegeben.
Umrechnung: Eine Kalorie entspricht 4,185 Joule. Ein MJ entspricht 239 kcal.
Als Energielieferanten für Hund und Katze dienen Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Der Energiegehalt bestimmt maßgeblich über das Sättigungsgefühl, also darüber wie viel Futter das Tier aufnimmt.
Laut Gesetzgebung muss bei Diätfuttermitteln (Futter für einen besonderen Ernährungszweck) ein Energiegehalt deklariert werden, bei anderen Alleinfuttern nicht. Ist ein Energiegehalt deklariert, handelt es sich um die "umsetzbare Energie" (metabolizable energy = ME), also die dem Organismus tatsächlich zur Verfügung stehende Energie abzüglich der Verluste über die Exkremente.
Der Energiegehalt eines Futtermittels lässt sich anhand der auf der Packung angegebenen Nährstoffgehalte (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) einschätzen bzw. näherungsweise errechnen. Genauer ist die Ermittlung des Energiegehalts durch einen Fütterungsversuch. Bei solch einem "Tierversuch" wird einer Gruppe von Hunden oder Katzen das zu testende Futter einige Tage lang gefüttert und ihre Exkremente werden gesammelt, um Nährstoffverluste über Harn und Kot berechnen zu können. Den Tieren werden also keine Schmerzen zugefügt und sie werden auch nicht getötet.

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durch eine Lebererkrankung hervorgerufene Störung der Hirnfunktion.
Kann die Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht erfüllen, sammeln sich Stoffwechselgifte (z.B. Ammoniak) im Körper an und können auch in das Gehirn gelangen. Die Beeinträchtigung der Hirnfunktion äußert sich in vielen Symptomen, z.B. Stolpern, Orientierungslosigkeit, Blindheit, Aggressivität oder Teilnahmslosigkeit, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum sogenannten Leberkoma.
Wortherkunft: altgriechisch Enkephalon = Gehirn; Wortendung -pathie von griechisch Pathos = Schmerz, Krankheit; hepatisch von lateinisch Hepar = Leber.
Eiweißstoff, der Stoffwechselvorgänge beschleunigt bzw. ermöglicht.
Enzyme werden auch als Biokatalysatoren bezeichnet. Sie spalten oder verändern andere Moleküle. Jedes Enzym ist auf ein bestimmtes Molekül (Substrat) spezialisiert, was oft an seinem Namen zu erkennen ist. Beispielsweise spaltet das Enzym Laktase das Substrat Laktose (Milchzucker).
Synonym: Ferment.
Wortherkunft: griechisch en = in, zyme = Sauerteig bzw. Hefe.
Abkürzung für Eikosapentaensäure (eicosaic pentaic acid) und Dokosahexaensäure (docosaic hexaic acid). EPA und DHA sind Omega-3-Fettsäuren, also mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter

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Der epidermale Wachstumsfaktor EGF regelt als Signalmolekül die Vermehrung und Differenzierung bestimmter Zelltypen. Eine wichtige Rolle spielt er für die Gesundheit der Magen-Darm-Schleimhaut und die Wundheilung im gesamten Verdauunstrakt.
Bei manchen Krebsarten werden vermehrt Rezeptoren für EGF auf den Krebszellen gebildet, wodurch sie sich schneller vermehren und schneller Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.
Funktionsstörung des Gehirns, die zu Anfällen führt (z.B. Krampfanfällen oder Ohnmachtsanfällen).
Von einer Epilepsie spricht man, wenn ein Tier zwei aufeinanderfolgende epileptische Anfälle ohne erkennbare Auslöser hatte. Die Ursachen der Epilepsie sind sehr vielfältig und nicht vollständig aufgeklärt. Ein epileptischer Anfall muss sich nicht als sog. Grand-mal-Anfall (von französisch: großes Übel) mit Krämpfen am ganzen Körper äußern. Manchmal treten nur vorübergehende Orientierungslosigkeit und Unruhe oder eine kurze Ohnmacht auf.
Wortherkunft: lateinisch Epilepsia = Fallsucht.
Abkürzung für das Hormon Erythropoetin.
Aus dem Leistungssport als Dopingmittel bekanntes Hormon, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt. Bei Nierenerkrankungen kann es zu einem Erythropoetin-Mangel und als Folge zu einer Blutarmut (Anämie) kommen.
Wortherkunft: von griechisch Erythros = rot; aus dem Griechischen stammender Wortteil -poese = Bildung.

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Der Erhaltungsbedarf ist der Bedarf an Energie, den die Tiere im Erhaltungsstoffwechsel haben, wenn sie also keine besonderen Leistungsanforderungen erfüllen müssen wie z.B. während der Trächtigkeit oder bei sportlichen Leistungen.
Wenn Sie wissen möchten, wie hoch der Erhaltungsbedarf Ihres Tieres in etwa ist, können Sie den Energiegehalt des Futters, der auf der Verpackung steht (angegeben meist in Kilokalorien oder MegaJoule umsetzbare Energie pro 100 g), mit der Futtermenge multiplizieren, die Ihr Tier täglich aufnimmt. Das funktioniert allerdings nur, wenn Ihr Tier mit dieser Futtermenge sein Gewicht hält! Steht der Energiegehalt nicht auf der Verpackung, müssen Sie ihn beim Hersteller erfragen.
Rechenbeispiel:
Ein 30 kg schwerer Retriever bekommt täglich 450 g Trockenfutter mit einem Energiegehalt von 360 kcal/100 g und hält damit konstant sein Gewicht:
360 x 4,5 = 1620 kcal/Tag
Die rein wissenschaftliche Herangehensweise ist natürlich eine andere:
Der Erhaltungsbedarf ist der Energiebedarf, der benötigt wird, um den Stoffwechsel in Gang sowie die Körpertemperatur und das Körpergewicht konstant zu halten. Wegen der Wärmeabgabe über die Körperoberfläche ist der Energiebedarf nicht vom Körpergewicht abhängig, sondern von der Körperoberfläche, aber auch von Rasse und Alter.
Als Faustregel kann man einen Erhaltungsbedarf von 0,5 MegaJoule umsetzbare Energie pro kg Körpermasse0,75 pro Tag annehmen.
Je nach Rasse, Alter und äußeren Faktoren (z.B. niedrige Umgebungstemperatur und kurzes Fell bei Zwingerhaltung) kann der Erhaltungsbedarf jedoch erheblich schwanken!
Von den etwa 20 natürlicherweise für die Eiweißsynthese verwendeten Aminosäuren sind nur 10 für Hund und Katze essenziell. Das heißt, diese Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und können nicht vom Organismus selbst gebildet werden.
Essenziell für Hund und Katze sind die Aminosäuren: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin; für die Katze auch noch die nicht für die Eiweißsynthese verwendete Aminosäure Taurin.
Wirkung im Organismus
Ohne ausreichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren kommt es zu Imbalancen bei der Eiweißbildung. Diese "Schieflage" wirkt sich negativ auf die Vitalfunktionen aus und gefährdet die Gesundheit.
Natürliche Quellen
Biologisch hochwertiges Nahrungseiweiß soll gut verdaulich und auch reich an essentiellen Aminosäuren sein: z.B. Casein (Milcheiweiß), Hühnereiweiß, Fleisch und Fisch, Sojaisolat.
Essentielle Fettsäuren (EFA, essential fatty acids) sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vom Organismus nicht selbst hergestellt werden können und deshalb in ausreichender Menge im Futter vorhanden sein müssen. Essenziell für Hund und Katze sind die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure und die Omega-6-Fettsäure Linolsäure. Im Katzenfutter muss außerdem Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure vorhanden sein.
Wirkung im Organismus
EFA dienen als Bestandteil von Zellmembranen und zur Bildung verschiedener hormonähnlicher Stoffe. Sie beeinflussen z.B. die Fruchtbarkeit und Entzündungsvorgänge. Wichtig für die Regulation von Entzündungen ist das Verhältnis entzündungshemmender Omega-3-Fettsäuren zu eher entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren.
Da die Haut sich ständig erneuert, reagiert sie besonders empfindlich auf einen EFA-Mangel. Zunächst wird das Fell trocken, stumpf und schütter, dann beginnt die Haut zu jucken und neigt zu Entzündungen. Auch wenn ein wirklicher EFA-Mangel bei Hunden und Katzen selten ist, kann eine zusätzliche Gabe bestimmter EFA bei Hautkrankheiten die Heilung fördern.
Natürliche Quellen
EFA kommen in verschiedenen Ölen in größeren Mengen vor. Linolsäure (Omega 6) z.B. in Sojaöl, Sonnenblumenöl, Distelöl sowie Schweine- und Geflügelfett. Für Katzen wichtige Gamma-Linolensäure (Omega 6) ist in Nachtkerzen- und Borretschöl zu finden, Arachidonsäure in Schweine-, Geflügel- und Rinderfett. Bestimmte Fische und Fischöle sind besonders reich an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, z.B. Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering, Makrele und Thunfisch.
EFA-Mangel kann durch minderwertige und schlecht gelagerte, ranzige Futtermittel entstehen oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme von Fetten aus dem Darm stören (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallen-, Leber- oder Darmerkrankungen).
Ethoxyquin ist ein synthetisch hergestelltes, nach EU-Norm zugelassenes Antioxidans mit der E-Nummer E 324. Es wird eingesetzt, um Futterfette vor dem Verderb (Ranzigwerden) zu schützen.
Fette (Lipide) sorgen im Hunde- und Katzenfutter für Schmackhaftigkeit und eine gute Futterstruktur. Sie sind der wichtigste Energielieferant für Fleischfresser. Im Organismus erfüllen Fette und Fettverbindungen aber noch vielfältige andere Aufgaben, zum Beispiel in Form von Vitaminen oder Cholesterin.
Wirkung im Organismus
Die Liste der Aufgaben, die Fettverbindungen im Organismus haben ist so lang, dass hier nur Beispiele aufgeführt werden können: Fett ist die wichtigste Form der Energiespeicherung im Körper. Kein anderer Nährstoff liefert dem Körper so viel Energie wie Fett. Fette übernehmen aber auch verschiedene Funktionen als Baustoff, zum Beispiel als Bestandteil der Zellmembranen oder als Ummantelung von Nervenfasern. In Form von Lipoproteinen transportieren sie aus dem Darm aufgenommene Nahrungsfette zur Leber. Aus der Fettverbindung Cholesterin werden verschiedene Hormone und Gallensalze aufgebaut. Da Fette wasserunlöslich sind, schützen sie die Haut auf natürliche Weise vor Austrocknung. Essentielle Fettsäuren dienen als Vorstufe verschiedener hormonähnlicher Stoffe, die zum Beispiel den Blutdruck und die Ausschüttung von Magensäure beeinflussen, Entzündungen kontrollieren und die Körpertemperatur regulieren.
Natürliche Quellen
Wichtig bei der Aufnahme von Nahrungsfetten ist nicht nur deren Menge, sondern vor allem die ausreichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren, die der Organismus nicht selbst aufbauen kann. Essenzielle Fettsäuren sind verschiedene Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). In hohen Mengen findet man sie in Fischöl und verschiedenen pflanzlichen Ölen (z.B. Maiskeimöl, Sojaöl).
Getrocknete Samenschalen verschiedener Wegerich-Arten (Plantago), die reich an Ballaststoffen und Schleimstoffen sind.
Flohsamenschalen werden in der Ernährung von Hund und Katze gern ergänzt, um die Verdauung auf natürliche Weise zu regulieren. Diätetisch werden sie vorrangig bei Verdauungsproblemen empfohlen, aber zum Beispiel auch bei Übergewicht, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Nierenerkrankungen mit Harnvergiftung (Urämie) oder Fettstoffwechselstörungen tierärztlich eingesetzt.
Meistens werden indische Flohsamen (Plantago ovata) gefüttert, da diese eine stärkere Quellkraft besitzen als in Europa angebaute Plantago-Arten.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und tierärztlicher Erfahrung. Er dient der Aufklärung über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit. Die Inhalte beziehen sich auf die allgemeinen Eigenschaften der Inhaltsstoffe und stellen keine Heilversprechen für spezifische Produkte dar. Der Beitrag ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.
Im Magen und Darm binden Flohsamenschalen Wasser und quellen zu einer gelartigen Masse auf. Die Fasern haben auch einen leicht präbiotischen Effekt, das heißt, sie können erwünschten Darmbakterien als Nahrungsgrundlage dienen und ein gesundes Mikrobiom (Darmflora) unterstützen. Diese Unterstützung des Magen-Darm-Trakts durch Flohsamenschalen kann diätetisch genutzt werden, z.B. bei:
Neigung zu Verstopfung: Da Flohsamenschalen mehr als das 40-fache ihres Eigengewichts an Wasser binden können, entsteht eine größere Menge (weicherer) Kot als ohne Flohsamen im Futter. Dieser drückt mehr auf die Darmwand, wodurch die Darmbewegung (Peristaltik) und der Entleerungsreflex des Darms angeregt werden. Der von den Flohsamen gebildete Schleim “schmiert” gleichzeitig die Darmwand, sodass der Kot leichter Richtung Ausgang bewegt werden kann. Wichtig: Dies funktioniert nicht, wenn sich bereits sehr harter Kot im Enddarm angesammelt hat oder wenn die Darmperistaltik beeinträchtigt ist, wie etwa beim Megakolon.
Durchfall: Flohsamenschalen können überschüssiges Wasser im Darm binden und dadurch den Kot festigen. Sie können helfen, die Darmpassagezeit zu normalisieren, sodass der Kot länger im hinteren Dickdarm bleibt, wo ihm wieder Wasser entzogen werden kann. Zum Beispiel auch bei sensibler Verdauung in stressigen Situationen.
Analdrüsen: Die durch Flohsamenschalen im Futter erhöhte Menge “fest-elastischen” Kots kann die natürliche Entleerung der Analbeutel fördern.
Gewicht: Die quellenden Fasern sorgen für ein schnelles und lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Flohsamen können daher auch diätetisch zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden.
Flohsamenschalen sind in der Regel sehr gut verträglich. Dennoch sollten sie mit Bedacht gefüttert werden.
Plantago psyllium, Flohkraut, indischer Wegerich, Flohsamen-Wegerich, Heusamen etc.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
Abkürzung für "Feline Lower Urinary Tract Disease".
Englischer Sammelbegriff für Krankheiten der unteren Harnwege bei Katzen, wie z.B. wiederkehrende Blasenentzündungen und Harnstein-Erkrankungen. Eine veraltete, aber noch häufig verwendet Bezeichnung ist FUS = Felines urologisches Syndrom.
FOS gehören zu den sogenannten fermentierbaren Fasern. Sie werden nicht im Dünndarm verdaut, sondern gelangen in den Dickdarm und werden von der dortigen Darmflora vergoren. Dabei werden sogenannte flüchtige Fettsäuren freigesetzt.
Wirkung im Organismus
Wenn im Dickdarm aus FOS flüchtige Fettsäuren entstehen, wird der Darminhalt angesäuert und dies begünstigt das Überleben bzw. die Ansiedlung säureliebender Bakterien, die zur "erwünschten" oder "nützlichen" Darmflora gehören, z.B. Bifidus-Bakterien und Laktobazillen. Diese erwünschten Darmbakterien können das Wachstum krankmachender Bakterien eindämmen, weshalb FOS gern bei Durchfall eingesetzt werden.
Außerdem dienen die flüchtigen Fettsäuren, die beim Vergären der FOS entstehen, direkt den Darmwandzellen als Nahrung. Dies kann ebenfalls bei infektiösem Durchfall wichtig sein, da es die Darmwand widerstandsfähiger gegen Angriffe krankmachender Keime macht bzw. die Regeneration der Darmwand fördert.
Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass FOS im Futter von Zuchthündinnen den mit der Muttermilch übertragen Immunschutz verbessern (Anstieg der IgM-Antikörper in der Milch).
Erwünscht ist ein Ansäuern des Darminhalts auch bei bestimmten Erkrankungen wie zum Beispiel Leberinsuffizienz oder Niereninsuffizienz. Wird die "nützliche Darmflora" in ihrem Wachstumg gefördert, nutzt sie stickstoffhaltige Verbindungen aus dem Eiweißstoffwechsel, die dadurch nicht wieder ins Blut aufgenommen werden können (enterohepatischer Kreislauf). Dies entlastet Leber und Nieren.
Natürliche Quellen
FOS sind in verschiedenen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten enthalten, z.B: in Zichorie, Banane und Weizen. Für die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln steht jedoch auch mithilfe spezieller Enzyme aus Zuckersirup gewonnenes FOS zur Verfügung.
FOS gehören zu den sogenannten fermentierbaren Fasern. Sie werden nicht im Dünndarm verdaut, sondern gelangen in den Dickdarm und werden von der dortigen Darmflora vergoren. Dabei werden sogenannte flüchtige Fettsäuren freigesetzt.
Wirkung im Organismus
Wenn im Dickdarm aus FOS flüchtige Fettsäuren entstehen, wird der Darminhalt angesäuert und dies begünstigt das Überleben bzw. die Ansiedlung säureliebender Bakterien, die zur "erwünschten" oder "nützlichen" Darmflora gehören, z.B. Bifidus-Bakterien und Laktobazillen. Diese erwünschten Darmbakterien können das Wachstum krankmachender Bakterien eindämmen, weshalb FOS gern bei Durchfall eingesetzt werden.
Außerdem dienen die flüchtigen Fettsäuren, die beim Vergären der FOS entstehen, direkt den Darmwandzellen als Nahrung. Dies kann ebenfalls bei infektiösem Durchfall wichtig sein, da es die Darmwand widerstandsfähiger gegen Angriffe krankmachender Keime macht bzw. die Regeneration der Darmwand fördert.
Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass FOS im Futter von Zuchthündinnen den mit der Muttermilch übertragen Immunschutz verbessern (Anstieg der IgM-Antikörper in der Milch).
Erwünscht ist ein Ansäuern des Darminhalts auch bei bestimmten Erkrankungen wie zum Beispiel Leberinsuffizienz oder Niereninsuffizienz. Wird die "nützliche Darmflora" in ihrem Wachstumg gefördert, nutzt sie stickstoffhaltige Verbindungen aus dem Eiweißstoffwechsel, die dadurch nicht wieder ins Blut aufgenommen werden können (enterohepatischer Kreislauf). Dies entlastet Leber und Nieren.
Natürliche Quellen
FOS sind in verschiedenen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten enthalten, z.B: in Zichorie, Banane und Weizen. Für die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln steht jedoch auch mithilfe spezieller Enzyme aus Zuckersirup gewonnenes FOS zur Verfügung.
Freie Radikale sind sehr reaktionsfreudige Moleküle, weil ihnen ein Elektron fehlt. Sie sind bestrebt, das fehlende Elektron von einem anderen Molekül zu entziehen. Das Opfer dieses "Elektronenraubes" wird dadurch oxidiert. Die Oxidation sorgt einerseits dafür, dass es seine biologische Funktion nicht mehr erfüllen kann. Außerdem kann das oxidierte Molekül nun selbst ein neues Elektron aufnehmen und dadurch eine Kettenreaktion auslösen. Gerät ein Freies Radikal (ein Oxidans) an ein Antioxidans, entzieht es auch diesem ein Elektron, doch die Kettenreaktion wird gestoppt. Das Antioxidans "opfert sich", um andere Moleküle vor dem Elektronenraub zu schützen, wie etwa die Moleküle der Zellmembran, für den Zellstoffwechsel wichtige Eiweiße und die Erbsubstanz (DNA).
Freie Radikale entstehen in jeder Körperzelle täglich als natürliche Nebenprodukte normaler Stoffwechselprozesse. Es handelt sich dabei vor allem um reaktive Sauerstoffspezies (ROS = reactive oxygen species), die insbesondere bei der zellulären Energiegewinnung in den "Zellkraftwerken" (Mitochondrien) entstehen.
Um sich vor den potenziellen Schäden durch freie Radikale zu schützen, verfügt jede Zelle über ein Schutzsystem an Antioxidantien. Wichtige Antioxidantien für Tiere und Menschen sind beispielsweise antioxidative Enzyme (Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase, Katalase) als erste Verteidigungslinie sowie die Vitamine C und E sowie Beta-Carotin (eine Vorstufe von Vitamin A). Darüber hinaus spielen auch zahlreiche sekundäre Antioxidantien pflanzlichen Ursprungs, wie beispielsweise Curcumin aus Kurkuma oder Silymarin aus der Mariendistel, eine wichtige Rolle bei der Neutralisierung freier Radikale. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die natürliche Antioxidantien liefert, kann daher zum Schutz vor oxidativem Stress beitragen. Freie Radikale werden nach Möglichkeit in bestimmten Zellbereichen (vor allem in den Mitochondrien) gehalten und dort umgehend neutralisiert. Eventuelle Schäden durch diese reaktiven Moleküle, beispielsweise an der DNA, werden durch effiziente Reparaturmechanismen rasch behoben.
Eine Gefährdung für den Organismus entsteht, wenn ein Übermaß an freien Radikalen vorhanden ist, das die Kapazität der verschiedenen Schutzmechanismen übersteigt. Dieses Ungleichgewicht wird als oxidativer Stress bezeichnet. Oxidativer Stress gilt als ein bedeutender Faktor im Alterungsprozess und bei der Entstehung chronischer Erkrankungen.
Andererseits erfüllen ROS auch wichtige physiologische Funktionen im Organismus. Sie werden beispielsweise benötigt, um Krankheitserreger oder entartete Zellen (Tumorzellen) zu eliminieren. Bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems (Makrophagen, neutrophile Granulozyten) setzen dabei in einem schnellen und intensiven Prozess, dem sogenannten "oxidative burst", große Mengen an ROS frei, um die Zielzellen mit freien Radikalen zu überschwemmen und sie dadurch unschädlich zu machen.

Dr. Hölter

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GABA wirkt v.a. hemmend auf die Übertragung von Nervensignalen und ist dadurch der wichtigste Gegenspieler des erregend wirkenden Neurotransmitters Glutamat. Therapeutisch wird vor allem die angstlösende Wirkung ausgenutzt. Dabei wird nicht GABA selbst gegeben (weil sie die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann), sondern verschiedene Substanzen, die an dieselben Bindungsstellen wie GABA im Gehirn andocken und dadurch deren Wirkung imitieren.
Zum Beispiel wirkt das im Darm von Neugeborenen aus Muttermilch entstehende Alpha-Casozepin GABA-ähnlich. Es ist für die beruhigende Wirkung des Säugens verantwortlich. Auch Tranquilizer (Benzodiazepine) wie das bekannte Valium (Diazepam) binden an bestimmte GABA-Rezeptoren im zentralen Nervensystem.

Royal Canin

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Vetoquinol
den Magen-Darm-Trakt betreffend.
Wortherkunft: griechisch gaster = Magen, lateinisch intestinum = Darm.
Giardien sind einzellige Parasiten des Dünndarms. Sie gehören zu den häufigsten Darmparasiten bei Hund und Katze.
Erwachsene Hunde und Katzen zeigen häufig keine Symptome. Erkranken tun vor allem Katzen und Hunde unter einem Jahr, weil ihr Immunsystem noch unreif ist, oder immunsupprimierte Tiere.
Das klassische Symptom einer Giardien-Erkrankung (Giardiose) ist chronischer bzw. wiederkehrender Durchfall, der breiig bis wässrig oder auch blutig sein kann. Auch
können hinzu kommen.
Infizierte Hunde und Katzen scheiden mit dem Kot Giardien-Eier (Zysten) aus, selbst wenn sie keinen Durchfall haben. Die Zysten können mehrere Monate in der Umwelt überleben und es reichen einige wenige für eine Ansteckung aus.
Giardien werden direkt über den Kot (z.B. durch gegenseitiges Ablecken, Beschnüffeln oder Kotfressen) übertragen, oder durch fäkal kontaminierte Umwelt (z.B. Pfützen, Gras der Hundewiese).
Die meisten bei Hund und Katze vorkommenden Giardien können Menschen nicht krank machen, deshalb ist das Ansteckungsrisiko sehr gering. Allerdings ist mit den normalen Tests in der Praxis nicht zu erkennen, ob das Tier mit einem für Menschen ansteckenden Giardien-Typ infiziert ist. Hygiene ist also wichtig, gerade wenn immunsupprimierte Personen (besonders jung, alt oder chronisch krank) im Haushalt sind.
Im Kot kann man Giardien mikroskopisch nachweisen (Zysten) oder mit einem Schnelltest (Giardien-Antigen-ELISA). Eine Sammelkotprobe von drei aufeinander folgenden Tagen erhöht die Wahrscheinlichkeit, Zysten zu entdecken, da sie nicht täglich ausgeschieden werden.
Hunde und Katzen mit Durchfall sollten immer behandelt werden, symptomlose Tiere zum Beispiel dann wenn Risikopatienten oder weitere Tiere im Haushalt leben.
Die üblichen Routine-Wurmkuren töten Giardien nicht zuverlässig ab, sondern es müssen gezielt Medikamente nach einem speziellen Schema eingesetzt werden. Wichtig ist eine Kotuntersuchung nach der Behandlung.
Werden nach der Behandlung noch Giardien im Kot nachgewiesen, liegt dies meist an einer erneuten Infektionen (Reinfektion), weil die Erreger noch in der Umgebung des Tieres vorhanden sind und selten daran, dass sie gegen das Medikament resistent sind. Strikte Hygienemaßnahmen gegen Giardien sind deswegen unerlässlich.
Ein leicht verdauliches Futter kann den Darm entlasten und die Therapie unterstützen.
Lamblien, Giardia lamblia, Giardia duodenalis, Giardia intestinalis, Giardiasis (Giardien-Erkrankung bei Menschen)

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Dr. Hölter

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Glucagon wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet, und zwar in den Alpha-Zellen der Langerhansschen Inseln.
Als Gegenspieler von Insulin erhöht Glucagon den Blutzuckerspiegel, indem es die Zuckerfreisetzung aus der Leber erhöht. Glucagon gibt der Leber das Signal, Glukose aus dem Speicherstoff Glykogen (Glykogenolyse) oder aus Aminosäuren (Glukoneogenese) zu bilden.

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Glukosamin (Glucosamin) gilt als wichtiger Knorpelbaustoff und wird als gelenkunterstützender Nährstoff in Futtermitteln für Tiere mit Gelenkproblemen eingesetzt.
Wirkung im Organismus
Glukosamin ist ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes, vor allem des Gelenkknorpels und der Gelenkflüssigkeit. Es hat einen entzündungshemmenden Effekt und stimuliert die Knorpelzellen zur Bildung von Glykosaminoglykanen (GAG), die dem Knorpel seine Elastizität verleihen und der Gelenkschmiere ihre Schmierfähigkeit.
Natürliche Quellen
Glukosaminpräparate werden meist aus dem Chitinpanzer von Krebs- und Schalentieren hergestellt.

Dr. Hölter

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Glukosamin und Chondroitin gelten als wichtige Knorpelbaustoffe und werden häufig als gelenkunterstützende Zutaten in Futtermitteln für Hunde und Katzen eingesetzt.
Glukosamin ist ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes, vor allem des Gelenkknorpels und der Gelenkflüssigkeit. Es kann die Knorpelzellen zur Bildung von Glykosaminoglykanen (GAG) stimulieren, die dem Knorpel seine Elastizität verleihen und der Gelenkschmiere ihre Schmierfähigkeit.
Chondroitin (in der Regel Chondroitinsulfat) gehört zu Gruppe der Glykosaminoglykane. Es ist ein sehr großes Molekül mit hoher Wasserbindungskapazität, das im Gelenkknorpel für die Elastizität wichtig ist.
Glukosaminpräparate werden meist aus dem Chitinpanzer von Krebs- und Schalentieren hergestellt. Chondroitinsulfat in Ergänzungsfuttermitteln stammt meist von Rindern oder Schweinen.

Dr. Hölter

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Glukose ist Traubenzucker und auch unter dem Namen Dextrose bekannt. Chemisch gesehen ist es ein Einfachzucker (Monosaccharid).
Glukose ist das wichtigste Kohlenhydrat für den Energiestoffwechsel von Mensch und Tier. Besonders das Gehirn ist auf Glukose angewiesen, denn es kann seinen Energiebedarf nicht mit anderen Stoffen decken. Der Glukosespiegel im Blut (= Blutzuckerspiegel) wird streng reguliert durch die Hormone Insulin und Glucagon.
Alle Kohlenhydrate aus der Nahrung werden im Darm zu Glukose abgebaut und ins Blut aufgenommen.
Freie Glukose findet man in süßen Früchten, Pflanzensäften und Honig. Glukose ist aber auch Bestandteil fast aller Mehrfachzucker, z.B. von Saccharose (Haushaltszucker), Maltose (Malzzucker), Stärke, Glykogen oder Zellulose.
Glykogen ist die Speicherform von Glukose (Traubenzucker) bei Tieren. Da Pflanzen Glukose in Form von Stärke speichern, nennt man Glykogen auch "tierische Stärke".
Glykogen dient als Energiespeicher in Leber und Muskeln. Das Leberglykogen ist für die Regulation des Blutzuckerspiegels wichtig. Das Hormon Glucagon bewirkt den Abbau von Glykogen zu Glukose (Glykogenolyse) und damit einen Anstieg des Blutzuckerspiegels.
Glykosaminoglykane (GAG) gelten als wichtige Knorpelbaustoffe. Sie werden häufig als gelenkunterstützende Nährstoffe dem Futter zugesetzt, z.B. in Diätfuttermitteln zur Unterstützung bei Gelenkroblemen wie Arthrose.
Wirkung im Organismus
GAG sind sehr große Moleküle aus Zuckerverbindungen (Mucopolysaccharide), die natürlicherweise in der Gelenkflüssigkeit, im Gelenkknorpel und anderen Bindegeweben vorkommen. Sie bilden Gerüste, die wie ein Schwamm große Mengen Wasser aufnehmen können. Dadurch sorgen sie zum Beispiel für die Elastizität des gesunden Gelenkknorpels und dienen als "biologisches Schmiermittel" in der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Bekannte Vertreter der GAG sind z.B. Hyaluronsäure, Heparin und Chondroitinsulfat. Glukosamin ist an der Bildung von GAGs beteiligt.
Natürliche Quellen
Die neuseeländische Grünlippenmuschel Perna canaliculus ist besonders reich an GAG. Sie enthält zusätzlich Omega-3-Fettsäuren. Deshalb wird Grünlippenmuschelextrakt gerne im Hunde- und Katzenfutter für Senioren oder in Diätfuttermitteln zur Unterstützung bei Arthrose verwendet.
Synonyme: Glycosaminoglycane, Glukosaminoglykane.
Die neuseeländische Grünlippmuschel wird häufig in Diätfuttermitteln für Hunde und Katzen mit Arthrose, in Seniorfutter oder in Ergänzungsfuttermitteln für Hunde und Katzen zur Unterstützung der Gelenke verwendet.
Synonyme: Grünlippenmuschel, Grünschalmuschel oder Neuseeland-Miesmuschel.
Ihre Beliebtheit verdankt die Grünlippmuschel einem einzigartigen Mix aus biologisch aktiven Inhaltsstoffen. Im Gegensatz zu vielen anderen Muschelarten enthält sie eine besonders hohe Menge an:
Je nach Verarbeitung (z. B. Vollfett-Extrakt oder entfettetes Pulver) können die Gehalte stark variieren.
Die Grünlippmuschel dient der langfristigen ernährungsphysiologischen Unterstützung der Gelenke, zum Beispiel für:
Die Studienlage zur Fütterung von Grünlippmuschel bei Hunden und Katzen ist vielversprechend, aber auch komplex. In Studien wird meist nicht „die Grünlippmuschel an sich“, sondern ein konkretes Produkt (Pulver, Extrakt, Diätfutter mit definiertem Zusatz) untersucht. Die Ergebnisse sind deshalb nicht automatisch auf jedes Grünlippmuschel-Produkt übertragbar.
Es gibt gute Hinweise auf eine Verbesserung der Mobilität von Hunden. Besonders effektiv wirkt die Grünlippmuschel-Fütterung in Kombination mit einer insgesamt Omega-3-reichen Ernährung aus (Vandeweerd 2012). Eine neuseeländische Pilotstudie von 2024 zeigte zudem positive Effekte auf die Aktivität von Arbeitshunden.
Zum Effekt der Grünlippenmuschel bei Katzen gibt es deutlich weniger Studien. In Kombinationspräparaten (z. B. mit Glucosamin) wurden positive Effekte auf die Beweglichkeit beobachtet, wobei der genaue Anteil der Muschel am Erfolg schwer isolierbar ist.
Sie suchen eine durchdachte Lösung? Dr. Hölter Pro Agility kombiniert die Kraft der Grünlippmuschel mit bewährten Gelenkbausteinen. Ideal, um die Bewegungsfreude Ihres Hundes bis ins hohe Alter zu unterstützen.
Wichtig: Ergänzungsfuttermittel dienen der Unterstützung einer normalen Gelenkfunktion im Rahmen einer gesunden Ernährung. Sie sind keine Arzneimittel und nicht dafür gedacht, eine tierärztliche Behandlung von Arthrose zu ersetzen. Bei Verdacht auf Gelenkerkrankungen lassen Sie Ihren Hund bitte tierärztlich untersuchen.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter

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Feste, steinartige Gebilde in den Harnwegen.
Harnsteine sammeln sich meist in der Blase, kommen aber auch in Nierenbecken, Harnleiter oder Harnröhre vor. Sie können Entzündungen, Schmerzen oder einen Harnrückstau verursachen. Struvitsteine und Kalziumoxalatsteine sind die häufigsten Harnsteine bei Hund und Katze. Spezielle Diätfutter können das Harnsteinrisiko verringern.

Royal Canin

Royal Canin
wichtiges Endprodukt des Eiweißstoffwechsels.
Wird in der Leber gebildet und über die Niere ausgeschieden. Dient als wichtigste Ausscheidungsform von Stickstoff. Die Messung der Harnstoffwerte im Blut dient zur Einschätzung der Leber- und Nierenfunktion. Erhöhte Harnstoffwerte sind z.B. typisch für chronische Nierenerkrankungen.
Die Haut ist das größte Organ des Körpers und erneuert sich fortlaufend. Für diese ständige Regeneration braucht sie eine verlässliche Versorgung mit bestimmten Vitaminen. Ein abgestimmter Komplex aus Niacin (B3), Pantothensäure (B5), Biotin und natürlichem Vitamin E vereint Nährstoffe, die eine normale Funktion von Haut und Fell unterstützen können:
Diese Vitamine ergänzen sich: Während B3, B5 und Biotin vor allem am Aufbau und an der Erneuerung von Haut und Fell beteiligt sind, trägt Vitamin E als Antioxidans zum Schutz der Zellen bei. Gemeinsam unterstützen sie Haut und Fell von innen – gerade bei sensibler Haut oder in Phasen erhöhter Beanspruchung.
Hinweis: Ergänzungsfuttermittel ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Bei Hautveränderungen lassen Sie Ihr Tier bitte tierärztlich untersuchen.
Spaltung chemischer Verbindungen durch eine chemische Reaktion mit Wasser.
Für Futtermittelallergiker gibt es so genannte "hydrolysierte Diäten", in denen alle Eiweiße so weit aufgeschlossen sind, dass das Immunsystem sie nicht mehr als körperfremd erkennt.
Wortherkunft: griechisch hydor = Wasser, lysis = Auflösung.

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Erhöhter Kaliumwert im Blut.
Tritt häufig bei Störungen der Nierenfunktion (z.B. akutem Nierenversagen) oder Veränderungen des Blut-pH-Werts auf. Auch ein Harnröhrenverschluss durch Harnsteine kann die Ursache sein. Sehr hohe Kaliumwerte beeinträchtigen die Herzfunktion und sind deshalb lebensgefährlich.
Gegenbegriff: Hypokaliämie. Wortherkunft: griechisch hyper = über/oberhalb, kali für Kalium, -ämie = Blut.

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Royal Canin
Kalziumüberschuss im Blut.
Vielfältige Ursachen führen zu erhöhten Kalziumwerten im Blut, z.B. Überfunktionen von Schilddrüse oder Nebenschilddrüse, Nierenerkrankungen oder auch Krebserkrankungen. Symptome können vermehrter Durst, Erbrechen, Verstopfung oder Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen sein. Bei länger anhaltendem Kalziumüberschuss kann es zu Verkalkungen der Organe kommen.
Synonyme: Hyperkalziämie, Hypercalcämie. Gegenbegriff: Hypokalzämie.
Wortherkunft: griechisch hyper = oberhalb, kalzi für Kalzium, -ämie = Blut.
Erhöhung der Blutfettwerte.
Erhöhte Werte von Cholesterin und bestimmten anderen Fetten (Triglyzeriden) werden bei Hunden und Katzen meist festgestellt, weil sie bei der Blutabnahme nicht nüchtern waren. Es kann aber auch durch genetische Veranlagung oder diverse Erkrankungen zur Hyperlipidämie kommen, z.B. bei Schilddrüsenunterfunktion, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Überfunktion der Nebennierenrinde (Cushing Syndrom) sowie Nieren-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen. Die Behandlung richtet sich jeweils nach der Ursache.
Wortherkunft: griechisch hyper = oberhalb, lipos = Fett, -ämie = Blut

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Überfunktion der Nebenschilddrüse.
Kennzeichen ist eine erhöhte Ausschüttung von Parathormon, die zu Störungen des Kalzium- und Phosphorstoffwechsels führt. Ein Hyperparathyreoidismus entsteht entweder durch eine Erkrankung der Nebenschilddrüse selbst (primär), oder als Folge anderer Krankheiten (sekundär), meist einer Niereninsuffizienz.
Wortherkunft: griechisch hyper = oberhalb, para = neben, thyreoidea = Schilddrüse.
Bluthochdruck.
Beim Hund liegt der Blutdruck im Durchschnitt bei 133/75 mmHg (bei einigen Rassen höher, bei anderen niedriger), bei der Katze etwa bei 124/84 mmHg. Den Blutdruck bei Tieren zu messen, ohne dass sie sich aufregen (wodurch der gemessene Wert steigen würde), ist nicht ganz einfach. Deshalb muss immer mehrmals hintereinander gemessen werden
Ein Bluthochdruck entsteht bei Hunden und Katzen in der Regel als Folge verschiedenster Erkrankungen wie etwa einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Nierenerkrankung. Steigt der Blutdruck bei drei aufeinanderfolgenden Messungen auf Werte über 180/120 mmHg, muss das Tier behandelt werden, um Schäden an den Organen (z.B. Augen oder Nieren) zu vermeiden.[nbsp]
Wortherkunft: griechisch hyper = oberhalb, lateinisch tensio = Spannung.
Schilddrüsenüberfunktion.
keine bzw. kaum Allergien auslösend.
Wörtlich bedeutet der Begriff: unterhalb der Allergie-auslösenden Schwelle. Beispielsweise ist ein Futtermittel, in dem alle Eiweiße so aufgespalten (hydrolysiert) wurden, dass das Immunsystem sie nicht mehr erkennt, hypoallergen. Häufig wird der Begriff verwendet, um darauf hinzuweisen, dass keine Inhaltsstoffe enthalten sind, die häufig Allergien auslösen (z.B. bei Pflegeprodukten wie Shampoos).
Wortherkunft: griechisch hypo = unterhalb, allos = anders/fremd, Wortteil ergo = Wirkung.

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Kaliummangel im Blut.
Die Ursachen eines Kaliummangels sind vielfältig. Meist wird er durch erhöhte Kaliumverluste oder Veränderungen des Blut-pH-Wert verursacht, z.B. bei starkem Durchfall, Erbrechen oder Nierenerkrankungen mit Produktion großer Harnmengen. Nur sehr selten ist eine zu geringe Kaliumaufnahme mit der Nahrung schuld. Ein starker Kaliummangel kann z.B. zu Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen führen.
Wortherkunft: griechisch hypo = wenig, kali für Kalium, -ämie = Blut.
Kalziummangel im Blut.
Führt in schweren Fällen zu ausgeprägten Muskelkrämpfen (Tetanie). Vielfältige Ursachen können eine Kalziummangel hervorrufen, unter anderem Nierenerkrankungen oder ein erhöhter Kalziumbedarf in der Trächtigkeit bzw. der Säugeperiode (Milchfieber).
Gegenbegriff: Hyperkalzämie. Synonyme: Hypokalziämie, Hypocalcämie.
Wortherkunft: griechisch hypo = unter, kalzi für Kalizum, -ämie = Blut.
Gelbsucht.
Sichtbare Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten durch Ansammlung des Gallenfarbstoffs Bilirubin im Organismus. Besonders gut zu sehen ist die Gelbfärbung an der normalerweise weißen Sklera der Augäpfel.
Die Ursachen der Gelbsucht werden eingeteilt in:

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Das Immunsystem unterscheidet, was zum eigenen Körper gehört und was nicht. Gegen "Fremdes" wird eine Abwehrreaktion in Gang gesetzt, die beispielsweise vor Krankheiten schützen soll. Das Immunsystem lernt im Laufe eines Lebens durch Kontakt mit vielen Fremdstoffen (Antigenen), immer schneller und besser zu reagieren. Dieser Lernprozess wird zum Beispiel bei Impfungen ausgenutzt.
Wortherkunft: lateinisch immunis = unberührt.
Gabe von Impfstoffen zum Schutz vor Infektionskrankheiten.
Bei der sogenannten aktiven Impfung werden abgeschwächte oder getötete Krankheitserreger gegeben, um das körpereigene Abwehrsystem zu trainieren. Es erkennt die Erreger im Impfstoff als fremd und bildet innerhalb einiger Tage Schutzstoffe gegen sie (sog. Antikörper). Bei einer späteren erneuten Infektion kann das Immunsystem dann schneller und besser reagieren. Bei einer sogenannten passiven Impfung werden die Antikörper selbst gegeben, um einen nur kurz anhaltenden aber sofortigen Schutz zu gewährleisten. Eine Liste der für Tiere empfohlenen Impfungen wurde von einem Expertengremium, der "Ständigen Impfkommission Vet" (STIKO Vet) erarbeitet.
Synonyme: Vakzine, Schutzimpfung. Wortherkunft: lateinisch imputare = veredeln, griechisch emfyteuo = einpflanzen.
Appetitlosigkeit.
Inappetenz ist ein unspezifisches Symptom, welches bei sehr vielen verschiedenen Erkrankungen, psychischem Stress und Schmerzen auftreten kann.
Sammelbegriff für entzündliche Erkrankungen des Dünndarms mit unbekannter Ursache (abgekürzt IBD).
Typische Symptome einer IBD sind chronischer Durchfall und Gewichtsverlust. Die Diagnose "IBD" kann erst dann gestellt werden, wenn alle anderen Durchfallursachen ausgeschlossen wurden, was in der Regel viele Untersuchungen erfordert.
Wortherkunft: englisch inflammatory = entzündlich, bowel = Darm, disease = Krankheit.

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Organschwäche.
Arbeitet ein Organ insuffizient, kann es seine Aufgaben nicht vollständig erfüllen. Dadurch kommt es zu Krankheitsanzeichen.
Wortherkunft: lateinisch in- = un-, sufficiens = genügend/hinreichend.
Hormon, das die Aufnahme von Zucker in die Körperzellen fördert.
Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet, genauer in den Beta-Zellen der "Langerhansschen Inseln". Es reguliert zusammen mit seinem Gegenspieler Glucagon den Blutzuckerspiegel.
Insulin:
Bei einem Insulinmangel kommt es zur Zuckerkrankheit (Typ-1-Diabetes mellitus) mit krankhaft erhöhten Blutzuckerwerten. Beim Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) besteht hingegen eine Insulinresistenz, das heißt die Körperzellen sprechen nicht mehr auf Insulin an.

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Interferone sind von Immunzellen gebildete Eiweiße (Peptide), die mit der Vermehrung von Viren "interferieren", sie also stören. Sie haben antivirale und antitumorale Wirkungen und gehören in die große Gruppe der "Zytokine", die bei jeder Immunreaktion bzw. bei jeder Entzündungsreaktion eine wichtige Rolle spielen.
Interleukine sind Botenstoffe, mit denen sich Immunabwehrzellen untereinander verständigen. Sie dienen der Regulation der Immunantwort und der Entzündungsreaktion. Beispielsweise können bestimmte Interleukine Fieber auslösen und die Durchblutung im entzündeten Gebiet steigern, sodass mehr Abwehrzellen zum Ort des Geschehens gelangen.
Das Spurenelement Jod wird für die Synthese von Schilddrüsenhormonen benötigt.
Wirkung im Organismus
Als Bestandteil der Schilddrüsenhormone (Trijodthyronin = T3, Thyroxin = T4) ist Jod an der Regulation des Energiehaushalts und des Wachstums beteiligt. T3 und T4 erhöhen den Energieumsatz, die Herzfrequenz und die Körpertemperatur. Ein Jodmangel äußert sich als Schilddrüsenvergrößerung (Kropf, Struma) und Schilddrüsenunterfunktion mit Abgeschlagenheit, Haarausfall und Fruchtbarkeitsstörungen. Bei Jungtieren entwickelt sich ein sogenannter Kretinismus mit Minderwuchs, deformierten Knochen, Beeinträchtigung der Hirnfunktion und Hautläsionen. Deshalb ist eine ausreichende Jodversorgung während der Trächtigkeit besonders wichtig. Auch bei Überversorgung mit Jod kann eine Unterfunktion der Schilddrüse entstehen.
Natürliche Quellen
Jodreich sind vor allem Meerestiere und Seealgen. Die Jodgehalte in den Futterrohstoffen schwanken je nach Region, Saison und Verarbeitungsart recht stark. Viele Futterhersteller setzen Jod zu, um die Versorgung zu sichern. Ein Jodmangel kann z.B. bei einseitiger Fleischfütterung entstehen, wenn kein Mineralfutter oder Seealgenmehl zugefüttert wird.
Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für alle Tiere, der hauptsächlich innerhalb der Körperzellen vorkommt. Der Kaliumgehalt des Futters spielt eine wichtige Rolle bei Nierendiäten und Harnsteindiäten.
Wirkung im Organismus
Als Elektrolyt (elektrisch geladenes Salz) sorgt Kalium dafür, dass unsere Körperzellen ihren Wassergehalt regulieren können und nicht austrocknen oder zerplatzen. Es wird für verschiedene Stoffwechselprozesse in den Zellen sowie für die normale Funktion von Herzmuskel und Nerven benötigt. Bei einem Kaliummangel kommt es deshalb zu einem Blutdruckabfall und zu Krämpfen. Kalium erhöht den pH-Wert des Harns und dadurch das Risiko der Struvitsteinbildung im Harn.
Natürliche Quellen
In den meisten Futtermitteln (z.B. Fleisch, Fisch, Kartoffeln und Getreide) ist viel Kalium enthalten, sodass ein ernährungsbedingter Kaliummangel im Normalfall nicht zu befürchten ist. Durch Erbrechen, Durchfall oder Nierenerkrankungen kann es aber zu einem Mangel kommen, weshalb in Nierendiäten ausreichend Kalium enthalten sein muss.
Bei einem Harnröhrenverschluss, akutem Nierenversagen oder fortgeschrittenem chronischen Nierenversagen tritt aber auch ein Kaliumüberschuss auf, der lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursachen kann.
aktivierte Form von Vitamin D.
Fast das gesamte Kalzium im tierischen Organismus befindet sich in den Knochen und Zähnen. Allerdings erfüllt dieser Mineralstoff auch lebenswichtige Funktionen außerhalb des Skeletts.
Zusammen mit Phosphor sorgt Kalzium für die nötige Stabilität des Skeletts. Knochenmasse wird ständig auf- und abgebaut, sodass sich das Gleichgewicht zwischen Kalziumspiegel im Blut und Kalziumgehalt der Knochen immer neu an den aktuellen Kalziumbedarf anpassen muss. Als elektrisch geladenes Kalzium (Ca2+) wird es beispielsweise für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen, Herztätigkeit, Blutgerinnung, Aktivierung von Stoffwechselenzymen und die Ausschüttung von Hormonen benötigt. Ein Kalziummangel kann zum Beispiel während der Trächtigkeit oder der Säugezeit entstehen, weil der Kalziumbedarf für das Wachstum der Jungtiere besonders hoch ist.
Milchprodukte und Hülsenfrüchte enthalten viel Kalzium, Getreide und Fleisch nur wenig. Phosphor ist hingegen in allen diesen Futtermitteln reichlich vorhanden. Da Kalzium- und Phosphorstoffwechsel zusammen reguliert werden, ist das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor in der Nahrung jedoch sehr wichtig. Es sollte für Hunde etwa bei 1,2 bis 1,4 :1 liegen, für Katzen bei 0,9 bis 1,1 : 1.

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Kohlenhydrate sind Zuckerverbindungen. Sie erfüllen vielfältige Aufgaben als Energielieferant und Baustoff für Pflanzen und Tiere.
Man unterscheidet Kohlenhydrate in Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker (Oligo- und Polysaccharide). Einfachzucker (Monosaccharide) sind zum Beispiel Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose). Bekannte Vertreter der Zweifachzucker (Disaccharide) sind Milchzucker (Laktose) und der sogenannte Tafelzucker (Saccharose). Mehrfachzucker (Polysaccharide) sind hingegen große Moleküle, die entweder als Gerüststoffe dienen, wie zum Beispiel Pektin, Zellulose und andere "Rohfaser". Oder sie dienen als Energiespeicher für Pflanzen, wie z.B. Stärke in Mais, Weizen oder Reis.
Wirkung im Organismus
Im Körper werden Kohlenhydrate in Form von Glykogen gespeichert. Bei niedrigen Blutzuckerwerten wird diese Energiereserve zu Glukose verstoffwechselt, die als Brennstoff von den Körperzellen aufgenommen werden kann. Außerdem dienen Kohlenhydrate in verschiedensten Verbindungen als Baustoffe, zum Beispiel als Teil der Zellmembran oder auch der Erbsubstanz (DNA). In Form von Rohfaser erfüllen Kohlenhydrate wichtige Aufgaben in der Tierernährung, indem sie die Darmtätigkeit regulieren, das Sättigungsgefühl beeinflussen und den Blutzuckerspiegel stabilisieren.
Kokosmehl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen, nachdem ein Großteil des Öls abgepresst wurde. Übrig bleibt ein feines Mehl, das von Natur aus getreide- und glutenfrei ist und sich daher gut für die allergenarme Fütterung von Hunden und Katzen eignet.
Kokosmehl ist ausgesprochen ballaststoffreich – rund ein Drittel seines Gewichts besteht aus Ballaststoffen. Diese Fasern werden im Dünndarm von Hunden und Katzen nicht verdaut, sondern unterstützen eine normale, regelmäßige Verdauung und eine normale Kotkonsistenz. Im Dickdarm werden sie zum Teil von der Darmflora fermentiert, dienen also als Präbiotika (Nahrung für nützliche Darmbakterien). Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, vor allem Butyrat, das als bevorzugte Energiequelle der Dickdarm-Schleimhautzellen gilt.
Ernährungsphysiologisch liefert Kokosmehl zudem Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Eisen. Aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts gehen die enthaltenen Kohlenhydrate vergleichsweise langsam ins Blut über – Kokosmehl zählt damit zu den Zutaten mit niedrigem glykämischen Index.
Das im Kokosmehl verbliebene Kokosfett enthält von Natur aus mittelkettige Fettsäuren (MCT). MCT werden anders verstoffwechselt als die meisten Nahrungsfette: Sie gelangen überwiegend direkt über das Blut zur Leber, statt über die Lymphe, und benötigen für ihre Aufnahme kaum Gallensäuren oder Bauchspeicheldrüsen-Sekrete. Deshalb gelten sie als gut verträgliche Energieform, wenn die Fettverdauung gestört ist oder die Bauchspeicheldrüse geschont werden soll. In der Leber können MCT zu Ketonkörpern umgebaut werden – einer alternativen Energiequelle, die besonders das Gehirn älterer Tiere nutzen kann.
Kupfer ist ein Spurenelement, dessen Funktion im Organismus sehr eng mit der von Eisen verknüpft ist.
Wirkung im Organismus
Kupfer fördert z.B. die Aufnahme von Eisen und wird wie Eisen für die Bildung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) benötigt. Es ist sowohl an der Bildung des Farbstoffs Melanin und der Bindegewebsfaser Kollagen beteiligt als auch[nbsp]wichtig für die Knochenentwicklung. Als Bestandteil eines Enzyms schützt es die Zellen vor Schäden durch Oxidation.[nbsp]Ein Kupfermangel äußert sich entsprechend als Blutarmut (Anämie), Pigmentmangel des Fells ("Kupferbrille" = helles Fell rund um die Augen), Bindegewebsschwäche und Wachstumsstörung.[nbsp]
Manche Hunderassen leiden an einer erblich bedingten Kupferspeicherkrankheit, die zu Leberschäden führt, z.B. Bedlington Terrier, West Highland White Terrier, Dbermann und Cocker Spaniel.
Natürliche Quellen
Kupferreich sind Innereien (v.a. Leber), Nüsse und Schalentiere. Durch einseitige Fütterung von Fleisch, Milchprodukten und Getreide kann ein Kupfermangel entstehen.
Carnitin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure. Es erleichtert die Verwendung von Fett als Brennstoff für die Zelle. Daher ist es äußerst nützlich und effizient bei physischer Ausdauerleistung. Zudem kann bei manchen Rassen (Boxer, Pinscher, Dobermann, Cocker Spaniel u.a.) eine Herzerkrankung mit einem Defizit an L-Carnitin im Organismus zusammenhängen. Ein schnelles Abmagern fettleibiger Tiere führt zu einer Freisetzung von Fett aus den Fettzellen ins Blut und belastet die Leber. Dieser Effekt wird über eine Futterergänzung mit L-Carnitin "neutralisiert".
Der Organismus verfügt über verschiedene Wege, um die Energie zu produzieren, die von den Zellen gebraucht wird. Der dominierende Stoffwechselprozess bei Hund und Katze ist die Oxidation (Verbrennung mithilfe von Sauerstoff) von Fetten in den sogenannten Mitochondrien, die auch als "Kraftwerke der Zellen" bekannt sind. Auf dieser Ebene greift das L-Carnitin ein, indem es den Transport von Fettsäuren durch die Membran ermöglicht, die jedes Mitochondrium umschließt.
Carnitin wird normalerweise in der Leber aus zwei essenziellen Aminosäuren gebildet: Lysin und Methionin. Wie bei allen anderen Aminosäuren gibt es zwei Molekülformen, die D- und die L-Form, und nur das L-Carnitin ist aktiv und daher wirksam. Neben der Bildung durch den Organismus selbst, in der Leber, ist auch eine Versorgung über die Nahrung möglich. Fleisch ist reich an Carnitin, besonders Schaf- bzw. Lammfleisch, während Pflanzen nur geringe Mengen enthalten.

Dr. Hölter

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L-Lysin ist eine essentielle Aminosäure. Der Körper kann sie nicht selbst bilden, sondern muss sie regelmäßig über die Nahrung aufnehmen. Als einer der Grundbausteine von Eiweißen ist Lysin am Aufbau und Erhalt zahlreicher Körperstrukturen beteiligt – etwa an Muskulatur, Bindegewebe und Kollagen.
Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sind von Natur aus reich an Lysin. Pflanzliche Eiweißquellen wie Getreide enthalten dagegen vergleichsweise wenig Lysin – in stark getreidebasierten Rationen kann Lysin daher zur limitierenden Aminosäure werden, also zu dem Baustein, der als Erstes knapp wird.
Lysin erfüllt im Stoffwechsel mehrere Aufgaben. Es ist unter anderem an der Aufnahme von Calcium und an der Bildung von Carnitin beteiligt, das eine Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Als Baustein von Kollagen trägt Lysin zur Struktur von Haut und Bindegewebe bei Es ist auch an einer normalen Funktion der körpereigenen Abwehr beteiligt.
Ein Mangel an Lysin ist bei ausgewogener, eiweißreicher Fütterung selten. Ein anhaltender Mangel kann sich unter anderem in verminderter Futteraufnahme und nachlassender Kondition zeigen. Eine gezielte Ergänzung kann dazu beitragen, eine bedarfsgerechte Lysin-Versorgung sicherzustellen und das Aminosäureprofil der täglichen Ration abzurunden.
L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie regelmäßig über die Nahrung aufnehmen. Als Baustein von Eiweißen erfüllt sie im Körper mehrere Aufgaben – ihre bekannteste ist die Rolle als Ausgangsstoff für Serotonin.
Serotonin ist ein körpereigener Botenstoff (Neurotransmitter), der an der Regulation von Stimmung, Appetit und Schlaf beteiligt ist – oft wird er auch als „Wohlfühl-Hormon" bezeichnet. Zusätzlich bildet der Körper aus L-Tryptophan Melatonin, das den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus mitreguliert.
L-Tryptophan ist im Futter meist nur in vergleichsweise kleinen Mengen enthalten und „konkurriert" bei der Aufnahme ins Gehirn mit anderen Aminosäuren. Eine gezielte Ergänzung kann daher dazu beitragen, dass Tryptophan als Serotonin-Vorstufe ausreichend zur Verfügung steht – vor allem in Phasen, in denen ein Tier zu Nervosität und Unruhe neigt oder besonderen Herausforderungen ausgesetzt ist.
Hinweis: Ergänzungsfuttermittel ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Bei ausgeprägten Verhaltensproblemen Ihres Tieres lassen Sie sich bitte tierärztlich oder verhaltenstherapeutisch beraten.

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Funktionsschwäche der Leber.
Ursache können verschiedenste Erkrankungen sein. Anzeichen einer fortgeschrittenen Leberinsuffizienz bzw. eines Leberversagens sind Gelbsucht (Ikterus), Blutgerinnungsstörungen und Beeinträchtigungen der Hirnfunktion wie Krämpfe oder Bewusstlosigkeit. Spezielle Leberdiätfutter können das geschwächte Organ entlasten.

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Linolsäure
Aufbau von Speicherfett, das in Fettzellen gelagert wird. Das Signal zur Lipogenese liefert das Hormon Insulin.
Gegenbegriff: Lipolyse
Lutein ist ein gelb-oranger Farbstoff. Ebenso wie das Provitamin A gehört Lutein zu den sogenannten Carotinoiden. In der Tierfütterung wird Lutein zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Es ist auch zum Färben von Lebensmitteln zugelassen und wird in der Humanmedizin zur Behandlung von Erkrankungen des Sehnervs verwendet.
Natürliche Quellen
Besonders viel Lutein findet man in den gelb-orangefarbenen Blüten der Studentenblume (Tagetesblüten). Auch Spinat, Grünkohl und Eidotter sind luteinreich.
Wortherkunft
lateinisch luteus = "mit Reseda gefärbt" bzw. "orangegelb".
Magnesium ist ein für die Knochenstabilität[nbsp]und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge der Körperzellen[nbsp]wichtiger[nbsp]Mineralstoff.
Wirkung im Organismus
Etwa zwei Drittel des Magnesiums in unserem Körper sind in den Knochen eingebaut. Das restliche Drittel befindet sich vor allem innerhalb den Körperzellen, wo es als[nbsp]Bestandteil vieler Enzyme dient, die[nbsp]zur Eiweißsynthese und für den Kohlenhydratstoffwechsel benötigt werden. In Muskel- und Nervenzellen ist es für die Übertragung von Nervenimpulsen und als "Weichmacher" für das Lösen von Muskelkontraktionen zuständig. Deshalb kommt es bei Magnesiummangel z.B. zu Muskelkrämpfen und Muskelschwäche.
Natürliche Quellen
Viel Magnesium findet sich in Milchprodukten, Getreide und Hülsenfrüchten. Ein Magnesiummangel bei Hund und Katze ist sehr selten. Ein Magnesiumüberschuss scheint sich jedoch negativ auf die Harnwegsgesundheit von Katzen auszuwirken (FLUTD).
Das Spurenelement Mangan ist Bestandteil verschiedener Enzyme und dadurch an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Wirkung im Organismus
Mangan kann wie Kalzium in den Knochen eingebaut werden und wird für die normale Knochenentwicklung benötigt. Es spielt eine Rolle bei der Fortpflanzung und im Energie- bzw. Fettstoffwechsel. Das meiste Mangan befindet sich in den Mitochondrien, den "Kraftwerken" der Körperzellen.
Natürliche Quellen
Manganreich sind Vollkorn und Hülsenfrüchte.
Margoasaextrakt wird aus Neembaumsamen gewonnen und ist auch als Neemöl oder Niemöl bekannt. Margosa-Extrakt wirkt gegen Ektoparasiten wie Milben, Zecken und Flöhe, indem er ihre Fraßlust und ihren Häutungsstoffwechsel hemmt. Die Neembaumsamen haben einen zwiebelartigen Eigengeruch, der jedoch schnell verfliegt.
In der Humanmedizin wird Neemöl bzw. Margosaextrakt für Hausstauballergiker zur Umgebungsbehandlung (z.B. von Matratzen) angeboten, da es die Vermehrung von Hausstaubmilben unterdrückt. Auch in manchen Kosmetika ist Neemöl enthalten.
Die traditionelle indische Medizin verwendet Margosaextrakt bereits seit über 2000 Jahren für verschiedene medizinische Probleme.
Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine alte Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler, die im Mittelmeerraum beheimatet ist. Genutzt werden vor allem ihre reifen Samen. Sie enthalten von Natur aus Bitterstoffe, die der Pflanze ihren typischen, herb-aromatischen Charakter geben.
Charakteristisch für die Mariendistelsamen ist eine Gruppe natürlicher Pflanzenstoffe, die als Silymarin zusammengefasst werden und zu den Flavonolignanen gehören – sekundären Pflanzenstoffen, die in der Forschung viel Aufmerksamkeit erhalten haben.
Im Katzen- und Hundefutter wird Mariendistel-Extrakt als sensorischer Zusatzstoff verwendet. Seine natürlich herb-aromatische, leicht bittere Note kann Appetit und Verdauung anregen helfen.

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Mineralstoffe benötigt der Körper für seine Stoffwechselprozesse. Sie werden eingeteilt in Mengenelemente und Spurenelemente. Die Mengenelemente kommen in größeren Mengen im Körper vor. Zu ihnen gehören Kalzium, Phosphor, Magnesium, Schwefel, Natrium, Kalium und Chlor. Spurenelemente sind z.B. Zink, Selen, Iod, Kupfer, Mangan und Kobalt.
Natrium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im tierischen Organismus. Natrium und Chlor bilden zusammen Kochsalz (Natriumchlorid).
Wirkung im Organismus
Natrium ist das wichtigste Elektrolyt (bzw. Salz) in der Körperflüssigkeit, die die Zellen umgibt (extrazellulären Flüssigkeit). Es reguliert die Flüssigkeitsverteilung im Körper und dadurch z.B. auch den Blutdruck. Außerdem wird es für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen benötigt.
Natürliche Quellen
Die wichtigste Natriumquelle ist Speisesalz, das in den meisten Futtermitteln enthalten ist. Auch Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte enthalten viel Natrium. Ein Natriummangel kommt praktisch nicht vor, hingegen wird bei herzkranken Tieren häufig eine natriumarme Ernährung empfohlen.[nbsp]
NfE ist die Abkürzung für "stickstoffreie Extraktstoffe"[nbsp] englisch "nitrogen free extracts"[nbsp] die bei der Futtermittelanalyse errechnet werden. Darunter fallen alle Zuckerverbindungen (Kohlenhydrate), sowohl leicht verdauliche wie Tafelzucker und Stärke als auch für Hund und Katze unverdauliche wie Zellulose.[nbsp]
Funktionsschwäche der Niere.
Sehr häufig bei älteren Katzen und Hunden, meist als schleichend fortschreitende chronische Niereninsuffizienz, die zur Harnvergiftung (Urämie) und evtl. zum Nierenversagen führt. Typische Anzeichen sind z.B. starker Durst (Polydipsie) und häufiges Absetzen großer Urinmengen (Polyurie) sowie Abgeschlagenheit (Apathie), Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Mundgeruch, Blutarmut (Anämie) etc. Spezielle Nierendiätfutter können die geschwächten Nieren entlasten und die Folgen der Erkrankung lindern.
verminderte Harnmenge.
Ein 10 kg schwerer Hund produziert täglich zwischen einem Viertelliter und einem halben Liter Urin. Eine durchschnittliche, 4 kg schwere Katze nur zwischen 36 und 80 Milliliter - also knapp zwei bis[nbsp]vier Schnapsgläser voll.
Liegt die Urinmenge unter diesen Normalwerten, spricht man von einer Oligurie. Eine Oligurie tritt bei längeren Durstphasen auf oder bei Wasserverlusten durch Hitze (Schwitzen), Durchfall oder Erbrechen. Sie kann aber auch Folge eines akuten Nierenversagens oder anderer Erkrankungen sein (z.B. Herzinsuffizienz, Harnwegsblockaden, Morbus Addison).
Gegenbegriff: Polyurie. Wortherkunft: griechisch oligos = wenig, lateinisch urina = Harn.
Wirkung im Organismus
Für Hunde und Katzen ist die Omega-3-Fettsäure Aplha-Linolensäure essentiell. Sie kann nicht vom Organismus synthetisiert werden, sondern muss in ausreichender Menge im Futter vorhanden sein. Omega-3-Fettsäuren sind vor allem für den Hautstoffwechsel wichtig, weil sie als Bestandteil von Zellmembranen dienen (Hautzellen werden häufig erneuert) und entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Natürliche Quellen
Leinöl und bestimmte Fische bzw. Fischöle sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, z.B. Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering, Makrele und Thunfisch.
Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann durch minderwertige und schlecht gelagerte, ranzige Futtermittel entstehen oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme von Fetten aus dem Darm stören (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallen-, Leber- oder Darmerkrankungen).

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Omega-6-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren. Der Name Omega 6 bezieht sich auf die Lage der ersten ungesättigten chemischen Bindung (Doppelbindung) vom Omega-Ende der Fettsäure aus gezählt.
Wirkung im Organismus
Einige Omega-6-Fettsäuren sind für Hund und Katze essenziell, können also nicht vom Organismus gebildet werden und müssen deshalb im Futter vorhanden sein. Im Hundefutter muss Linolsäure enthalten sein, im Katzenfutter außer Linolsäure auch Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure.
Ein Mangel an essentiellen Omega-6-Fettsäuren macht sich durch Hauterkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen oder Blutgerinnungsstörung bemerkbar. Wichtig ist nicht nur die Menge an Omega-6-Fettsäuren allein, sondern auch das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren, weil Omega-6-Fettsäuren entzündungfördernd, Omega-3-Fettsäuren aber entzündungshemmend sind.
Natürliche Quellen
Linolsäure ist z.B. in Sojaöl, Sonnenblumenöl, Distelöl sowie Schweine- und Geflügelfett vermehrt enthalten. Für Katzen wichtige Gamma-Linolensäure ist in Nachtkerzen- und Borretschöl zu finden, Arachidonsäure in Schweine-, Geflügel- und Rinderfett. Wichtig ist eine kühle, dunkle Lagerung der Futtermittel, damit die Öle nicht ranzig werden.
Entzündung des äußeren Ohres bzw. Gehörgangs.
Entzündung des Innenohrs.
Mittelohrentzündung.
Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine natürliche Substanz, die in den Zellen von Pflanzen und Tieren gebildet wird, auch bei Hunden, Katzen und Menschen. Sie gehört zur Gruppe der so genannten Fettsäureamide. PEA hat Zell- und Gewebe-schützende Eigenschaften, die von praktisch allen Pflanzen und Tieren genutzt werden. Der Körper erhöht die Produktion von PEA vor allem dann, wenn bestimmte Gewebe oder Zelltypen besonders gefordert sind – etwa bei körperlichem oder emotionalem Stress.
Natürliche Quellen für Palmitoylethanolamid sind zum Beispiel Eigelb, Milchprodukte und Hülsenfrüchte (Erbsen, Sojabohnen).
PEA ist Teil der körpereigenen Antwort auf innere und äußere Herausforderungen. Es unterstützt dabei, dass das Zusammenspiel zwischen Nervensystem, Immunabwehr und Zellstoffwechsel im Gleichgewicht bleibt.
Wenn ein Tier über längere Zeit Stress ausgesetzt ist, kann der Körper eine erhöhte Reizempfindlichkeit entwickeln: Ein Zustand, in dem Nerven- und Immunsystem überaktiv reagieren, obwohl keine unmittelbare Gefahr besteht. In solchen Situationen werden bestimmte Zellen besonders aktiv – darunter Mastzellen des Immunsystems und Gliazellen des Nervensystems – die Signale verstärken. Was bei kurzfristigem Stress eine sinnvolle Anpassung des Körpers ist, kann bei anhaltender Belastung zur Reizüberflutung beitragen.
PEA wird in diesen Momenten vermehrt vom Körper freigesetzt und kann dabei helfen, solche Prozesse in einem gesunden Rahmen zu halten – indem es Signale zwischen den beteiligten Zellen ausgleicht. Neben Mastzellen und Gliazellen beeinflusst PEA z.B. auch das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS), einen Teil des Nervensystems, der an vielen wichtigen Prozessen beteiligt ist – etwa an der Regulation von Stress, Schlaf, Stimmung und Reizverarbeitung. Es besteht aus körpereigenen Botenstoffen und Rezeptoren, die im gesamten Organismus verteilt sind. PEA beeinflusst das ECS nicht direkt, wird aber als sogenanntes "Entourage-Molekül" beschrieben. Das bedeutet, dass es die Aktivität körpereigener Cannabinoide begleiten und unterstützen kann. In wissenschaftlichen Studien wird PEA daher oft im Zusammenhang mit der natürlichen Stressregulation und der Unterstützung des inneren Gleichgewichts untersucht.
PEA ist sehr gut verträglich. Beim Kauf von Ergänzungsfuttermitteln mit PEA sollten Sie darauf achten, welche Form von PEA im Produkt enthalten ist. Studien konnten zeigen, dass so genanntes ultramikronisiertes PEA (PEA-um) mit einer sehr kleinen Molekülgröße vom Körper leichter aufgenommen werden kann, also eine höhere Bioverfügbarkeit hat.
PEA ist kein Arzneimittel, sondern ein körpereigener Stoff, der vor allem in belastenden oder stressreichen Phasen eine unterstützende Rolle im Organismus spielt. Es wird daher auch in Ergänzungsfuttermitteln verwendet, um die tägliche Fütterung gezielt zu ergänzen – etwa in Phasen, in denen das Tier besonderen Herausforderungen ausgesetzt ist.
Wenn Sie das Wohlbefinden Ihres Hundes oder Ihrer Katze in Phasen besonderer Belastung unterstützen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Dr. Hölter Futterzusätze mit PEA:
Ihre Dr. Hölter Vorteile:
Hinweis: Ergänzungsfuttermittel sind keine Arzneimittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Besonders bei chronischen Beschwerden oder starkem Stress sollte vorab immer der Rat einer Tierärztin oder eines Tierarztes eingeholt werden.

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Dechra
Bauchspeicheldrüse.
Drüsenorgan, das zum Einen Verdauungsenzyme bildet, die für die Aufspaltung der Nährstoffe im Darm benötigt werden. Zum anderen bildet das Pankreas Hormone wie z.B. Insulin und seinen Gegenspieler Glucagon, die den Blutzuckerspiegel regulieren.
Wortherkunft: griechisch pan = alles, kreas = Fleisch (wegen der fleischigen Konsistenz des Organs).
Bauchspeicheldrüsenschwäche.
Man unterscheidet zwischen einer exokrinen und einer endokrinen Pankreasinsuffizienz (PI). Bei der exokrinen PI bildet die Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme, die zur Aufspaltung der Nährstoffe im Darm benötigt werden. Dadurch verlieren betroffene Tiere Gewicht, obwohl sie mit Appetit fressen. Häufig leiden sie auch unter Durchfall, der fettig glänzt, da viel unverdautes Fett mit ausgeschieden wird. Der Mangel an Verdauungsenzymen kann durch Fütterung von Enzymprodukten ausgeglichen werden, die in der Regel aus Schweinepankreas hergestellt werden. Eine exokrine PI kann genetisch bedingt sein oder durch eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehen.
Bei einer endokrinen PI bildet das Pankreas zu wenig Hormone. Bekanntestes Beispiel einer endokrinen PI ist die durch einen Mangel des Hormons Insulin hervorgerufene Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Wortherkunft: griechisch pan = alles,[nbsp]kreas = Fleisch (wegen der fleischigen Konsistenz des Organs), lateinisch in = Verneinung, sufficiens = genügend/hinreichend.

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Pankreaspulver für die Fütterung von Hunden und Katzen wird durch schonendes Trocknen und Mahlen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) vom Schwein gewonnen.
Die Bauchspeicheldrüse ist ein zentrales Verdauungsorgan: Sie bildet Sekrete mit Verdauungsenzymen – darunter Amylase (für Kohlenhydrate), Lipase (für Fette) und Proteasen (für Eiweiße) –, die im Dünndarm an der Aufspaltung der Nahrung beteiligt sind. Pankreasgewebe und damit auch Pankreaspulver enthalten von Natur aus diese Enzyme und sind insofern eine natürliche Enzymquelle.
Im Gegensatz zu Pankreaspulver ist Pankreatin ein Extrakt mit einem standardisiert hohen Enzymgehalt. Pankreatin dient zur Herstellung von Arzneimitteln für Patienten mit Pankreasinsuffizienz.
Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
krankhaft.
Wortherkunft: griechisch pathos = Leiden(schaft), logos = Lehre.
Beschreibt das chemische Verhalten flüssiger Lösungen.
Ein pH-Wert von 7 heißt "neutral". Flüssigkeiten mit einem pH-Wert unter 7 sind "sauer" (Säuren), bei einem pH-Wert über 7 sind sie "alkalisch" (Laugen bzw. Basen). Medizinische Bedeutung haben zum Beispiel der pH-Wert des Blutes (sollte relativ konstant um 7,4 liegen) oder des Urins (verändert sich z.B. bei Blasenentzündungen und beeinflusst das Harnsteinrisiko).
Große Mengen des Mineralstoffs Phosphor sind in Knochen und Zähnen zu finden. Er ist an fast allen Stoffwechselfunktionen des Körpers beteiligt und zum Beispiel in der Erbsubstanz (DNA) oder den Zellmembranen zu finden.
Wirkung im Organismus
Zusammen mit Kalzium sorgt Phosphor für die nötige Stabilität unseres Skeletts. Neben seiner Funktion als Baustoff ist es lebenswichtig für den Energiestoffwechsel. Es ist ein Bestandteil von Adenosin-Triphosphat (ATP), dem wichtigsten Energiespeicher und Energieüberträger in den Körperzellen.
Natürliche Quellen
Phosphor ist in vielen Futtermitteln reichlich vorhanden. Da Kalzium- und Phosphorstoffwechsel zusammen reguliert werden, ist das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor in der Nahrung jedoch sehr wichtig. Es sollte für Hunde etwa bei 1,2 bis 1,4 :1 liegen, für Katzen bei 0,9 bis 1,1 : 1. Nierendiäten sind häufig phosphorreduziert, da sich Phosphor bei Nierenerkrankungen im Blut ansammelt, was z.B. zu Knochenerweichung führen kann. Ein Phosphorüberschuss kann außerdem das Harnsteinrisiko erhöhen und den Blutkalziumspiegel gefährlich senken.
normal im Sinne von "nicht krankhaft".
Wortherkunft: griechisch physis = Natur, logos = Lehre.
gesteigerte Harnmenge.
Ein 10 kg schwerer Hund produziert täglich zwischen einem Viertelliter und einem halben Liter Urin. Eine durchschnittliche, 4 kg schwere Katze nur zwischen 36 und 80 Milliliter - also knapp zwei bis[nbsp]vier Schnapsgläser voll.
Liegt die Urinmenge oberhalb dieser Werte, spricht man von einer Polyurie. Sie kann vorübergehend auftreten, wenn das Tier sehr viel trinkt. Als Krankheitsanzeichen tritt eine Polyurie z.B. bei Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit, Schilddrüsenüberfunktion, Gebärmuttervereiterungen etc. auf.
Gegenbegriff: Oligurie [LINK zu Oligurie]. Wortherkunft: griechisch poly = viel, lateinisch urina = Harn.
Postbiotika sind inaktivierte Mikroorganismen, die gesundheitsfördernde Effekte auf Darm und Immunsystem entfalten können. Im Gegensatz zu Probiotika – lebenden Bakterienkulturen – müssen Postbiotika nicht erst im Körper aktiviert werden. Sie sind besonders gut verträglich und ohne Kühlung lange haltbar, weshalb Postbiotika gern in Spezialfutter für Hunde und Katzen mit Verdauungsstörungen eingesetzt werden.
Postbiotika können auf verschiedene Weise mit dem Körper interagieren, insbesondere im Magen-Darm-Trakt. Zu ihren wichtigsten ernährungsphysiologischen Eigenschaften zählen:
Postbiotika entstehen auf natürliche Weise während der mikrobiellen Fermentation. Es können schonend inaktivierte, intakte Mikroorganismen sein oder Bruchstücke von Mikroben mit oder ohne Stoffwechselprodukte der Fermentation. Häufig werden Postbiotika aus probiotischen Kulturen hergestellt.
In der Hunde- und Katzenernährung eingesetzte Postbiotika sind zum Beispiel:
Paraprobiotika, Metabiotika, tyndallisierte Probiotika, Bakterien-Lysate
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und tierärztlicher Erfahrung. Er dient der Aufklärung über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit. Die Inhalte beziehen sich auf die allgemeinen Eigenschaften der Inhaltsstoffe und stellen keine Heilversprechen für spezifische Produkte dar. Der Beitrag ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.

Dr. Hölter

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Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die das natürliche Gleichgewicht der Darmflora (Mikrobiota) unterstützen können. Sie werden in Diät-Ergänzungsfuttermitteln für Hunde und Katzen zur Stabilisierung der physiologischen Verdauung eingesetzt. Sprachlich ist "Probiotika" die Mehrzahl des aus dem Lateinischen stammenden Begriffs "Probiotikum", abgeleitet von den silben pro = für und bios = Leben.
Im Verdauungstrakt können Probiotika das natürliche Gleichgewicht der Darmflora unterstützen, indem sie zum Beispiel:
Probiotische Kulturen können auch an der Bildung bestimmter Vitamine und Botenstoffe beteiligt sein, die für einen normalen Stoffwechsel wichtig sind. Darüber hinaus können sie die lokale Immunabwehr im Darm unterstützen. Damit Probiotika diesen Nutzen entfalten können, müssen sie die Magen-Darm-Passage lebend überstehen und sich im Dickdarm des Tieres vermehren können.
Damit Probiotika in Futtermitteln für Hunde oder Katzen verwendet werden dürfen, müssen die darin enthaltenen probiotischen Kulturen in der EU als Zusatzstoff zugelassen sein. Voraussetzung für diese Zulassung sind Nachweise der Stabilität, der Sicherheit und der funktionellen Eigenschaften (z. B. über ein verbessertes mikrobielles Gleichgewicht im Darm). Beispiele für in der EU zugelassene Probiotika sind:
Wichtig: Nicht jeder probiotisch wirkende Stamm ist automatisch als Zusatzstoff zugelassen – nur die im EU-Zusatzstoffregister als Darmflorastabilisator (zootechnischer Zusatzstoff) gelisteten Stämme dürfen rechtlich in Futtermitteln für Hunde und Katzen verwendet werden.
Unsere Futterzusätze DiarDoc Pro (für ausgewachsene Hunde) und DiarDoc Puppy (speziell für Welpen) mit probiotischen B. velezensis Kulturen stabilisieren Verdauung und Darmflora. Ihre Vorteile:
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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Er ist kein Bestandteil einer Produktbeschreibung, kann jedoch Werbung für Dr. Hölter Produkte enthalten. Die vorgestellten Forschungsergebnisse, insbesondere Wirkmechanismen, können nicht ohne Weiteres auf individuelle Fälle oder Produkte übertragen werden. Bitte konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen zu Ihrem Tier stets einen Tierarzt.
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Dr. Hölter

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Vorbeugung.
Propylgallat ist ein synthetisch hergestelltes Antioxidans, das Futtermitteln zugesetzt wird, um die Futterfette zu stabilisieren und vor dem Verderb (Ranzigwerden) zu schützen. Es trägt die E-Nummer E 310 und wird auch in Kosmetika und Haarpflegeprodukten verwendet.
Proteine sind Eiweiße. Sie setzen sich aus langen Ketten verschiedener Aminosäuren zusammen und haben vielfältige Funktionen im Organismus.[nbsp]
Wirkung im Organismus
Proteine werden für nahezu alle physiologischen Prozesse benötigt. Zum Beispiel sind Eiweiße an der Muskelaktivität beteiligt, in Form von Enzymen regulieren sie fast alle Stoffwechselvorgänge und zerkleinern die Nährstoffe aus dem Futter, das Eiweiß Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Gewebe und das aus Eiweiß bestehende Hormon Insulin schleust Zucker als Brennstoff in die Körperzellen. Haare, Haut, Sehnen und Knorpel bestehen zu einem Großteil aus Eiweißen ... Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.
Natürliche Quellen
Proteine aus der Nahrung werden in Form von Aminosäuren vom Organismus aufgenommen. Aus diesen Aminosäuren synthetisiert der Organismus dann die körpereigenen Eiweiße. Biologisch hochwertige Nahrungseiweiße sind leicht verdaulich und haben eine sehr ähnliche Aminosäurenzusammensetzung wie die Körperweiße. Deshalb können sie optimal verwertet werden, ohne dass "Abfall" in Form nicht verwertbarer Aminosäuren entsteht und den Stoffwechsel belastet. Hochwertige Eiweißlierfanten für Hund und Katze sind zum Beispiel tierische Proteinquellen wie Hühnerei oder Fleisch, aber auch pflanzliche Proteinquellen wie Soja oder Mais sind gut geeignet.
Präbiotika sind bestimmte Ballaststoffe oder andere unverdauliche Substanzen, die gezielt das Wachstum und die Aktivität nützlicher Darmbakterien fördern – und damit das Gleichgewicht der Darmflora unserer Hunden und Katzen positiv beeinflussen können. Sprachlich ist "Präbiotika" die Mehrzahl des aus dem Lateinischen stammenden Begriffs "Präbiotikum", abgeleitet von den Silben prä = vor und bios = Leben.
Präbiotika werden im Dünndarm von Hunden und Katzen nicht verdaut, sondern gelangen in den Dickdarm, wo sie von bestimmten Mikroorganismen verstoffwechselt (fermentiert) werden. Dabei entstehen so genannte kurzkettige Fettsäuren (SCFA) wie Acetat, Propionat und Butyrat, die eine wichtige Rolle für die Energieversorgung der Darmzellen und die Aufrechterhaltung einer gesunden Darmbarriere spielen.
Ernährungsphysiologische Eigenschaften von Präbiotika:
Häufig in Hunde- und Katzenfutter eingesetzte Präbiotika sind z.B.:
Präbiotika sind kein Ersatz für Probiotika, sondern ergänzen die Unterstützung des Mikrobioms – oft werden sie in Kombination mit Pro- und/oder Postbiotika in Ergänzungsfuttermitteln eingesetzt, um das Darmmilieu nachhaltiger zu beeinflussen. Produkte, die Präbiotika und Probiotika kombinieren, nennt man auch Synbiotika.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und tierärztlicher Erfahrung. Er dient der Aufklärung über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit. Die Inhalte beziehen sich auf die allgemeinen Eigenschaften der Inhaltsstoffe und stellen keine Heilversprechen für spezifische Produkte dar. Der Beitrag ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.
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Bausteine der Erbsubstanz (DNA).
Bei der normalen Zellalterung, werden Purine aus dem Zellkern freigesetzt und abgebaut. Ist dieser Purinabbau gestört, kann es zur Entstehung von Harnsteinen kommen (Uratsteine). Dalmatiner haben eine Veranlagung, solche Urat-Harnsteine zu entwickeln.
Nierenbeckenentzündung.
Rapsöl enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure, aber auch rund 30 % mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren wie Linolsäure (Omega 6) und Linolensäure (Omega 3). Außerdem sind besonders in kaltgepresstem Rapsöl Vitamine und Karotinoide enthalten.
Rückfall.
Wiederauftreten einer Krankheit nachdem sie als geheilt galt.
Wortherkunft: lateinisch recidere = zurückfallen.
Anteil anorganischer Bestandteile im Tierfutter.
Rohasche besteht fast ausschließlich aus Mineralstoffen, die eingeteilt werden in Mengenelemente (z.B. Kalzium, Magnesium) und Spurenelemente (z.B. Zink, Kupfer). Weitere Bestandteile der Rohasche können mineralische Trägerstoffe (Silikate) sein.
Zur Bestimmung des Rohaschegehalts wird das Futtermittel bei 550°C in einem speziellen Ofen (Muffelofen) verbrannt. Dabei verbrennt alles organische Material. Übrig bleibt dann nur noch die Rohasche, deren Menge anschließend bestimmt wird.
Der Begriff Rohasche bedeutet also nicht, dass dem Hunde- oder Katzenfutter zusätzlich Asche hinzugefügt wird.
Die Rohasche beschreibt den Gesamtgehalt aller mineralischen Stoffe im Futter. Sie gibt keine Auskunft über die Menge einzelner Mineralstoffe. Diese müssen über weitere chemische Analysen bestimmt werden.
Die Kennzeichnung auf der Verpackung von Hunde,- und Katzenfutter ist gesetzlich vorgeschrieben (Deklarationspflicht). Die Bestimmung der Rohasche ist Teil der Weender Futtermittelanalyse, mit der auch die Gehalte an Rohprotein, Rohfett und Rohfaser im Futter ermittelt werden.
Gesetzliche Grundlage ist die EU-Verordnung (EG) Nr. 767/2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln (FMVV = Futtermittelverkehrsverordnung)
Die Kennzeichnung der Rohasche wird unter “Analytische Bestandteile” auf der Verpackung in Prozent angegeben.
anorganischer Stoff, Ascherückstand
Unter Rohfaser (Rfa) versteht man Futterbestandteile, die bei der Futtermittelanalyse als unverdauliche organische Bestandteile zurückbleiben. Hauptbestandteil der Rohfaser ist der Pflanzenbaustoff Zellulose. Rohfaser gehört zu den unlöslichen Ballaststoffen (lösliche Ballaststoffe sind z.B. Pektin und Guar), ist jedoch nur ein Teil dieser Gruppe. Der Ballaststoffgehalt eines Futters ist also nicht dem Rohfasergehalt gleichzusetzen, sondern liegt höher.
Rohfaser kann von Hunden und Katzen kaum oder gar nicht verdaut werden. Pflanzenfresser wie Pferde oder Kaninchen haben sich hingegen auf die Verdauung von Zellulosefasern spezialisiert. Bei der Fütterung von Hunden und Katzen werden unlösliche Faserstoffe wie Zellulose zum Beispiel in Diätfuttern zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Sie reduzieren die Verdaulichkeit anderer Futterinhaltsstoffe und fördern eine schnellere Darmpassage. Bei zuckerkranken Hunden und Katzen hilft ein hoher Rohfasergehalt im Futter, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.
Als Rohfett (Rfe) werden alle Futterbestandteile bezeichnet, die in Alkohol und anderen Fettlösungsmitteln löslich sind. Darunter fallen neben reinen Fetten (Triglyzeriden) auch andere Fettverbindungen (z.B. fettlösliche Vitamine) und Wachse. [nbsp]
Als Rohprotein (Rp) bezeichnet man alle stickstoffhaltigen Verbindungen in einem Futtermittel. Darunter fallen nicht nur Proteine (Eiweiße), sondern auch einzelne Aminosäuren (die Eiweiß-Bausteine), kleine Aminosäureketten (Peptide) und andere Moleküle (Alkaloide, Amide).
Bei der Analyse der Nährstoffgehalte eines Futtermittels wird zunächst der Stickstoffgehalt bestimmt und daraus der Rohproteingehalt errechnet. Der Anteil an verwertbarem Protein im Rohprotein hängt von der Qualität der einzelnen Futterstoffe ab und muss als verdauliches Rohprotein für jeden Inhaltsstoff einzeln errechnet werden.
pH-Wert unter 7.
Beschreibt das chemische Verhalten gelöster Stoffe. Flüssigkeiten mit einem sauren pH-Wert nennt man Säuren. Ein Beispiel für eine Körperflüssigkeit mit leicht saurem pH-Wert ist der Urin von Fleischfressern wie Hund und Katze.
Gegenbegriff = alkalisch.
Stoffwechselstörung, bei der die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert.
Die Schilddrüsenunterfunktion ist bei Hunden eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen, bei Katzen hingegen sehr selten.
Mittelalte und mittelgroße bis große Hunde erkranken am häufigsten an einer Schilddrüsenunterfunktion. Bestimmte Hunderassen sind auffallend oft betroffen, vor allem Golden Retriever, Boxer und Dobermann.
Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen verlangsamt fast alle Stoffwechselprozesse und deshalb kommt es zu ganz unterschiedlichen Symptomen. Besonders häufig sind z.B.:
Aber auch verschiedene neurologische Symptome wie Lähmungen, Koordinationsstörungen oder Anfälle können vorkommen. Viele Hunde mit Hypothyreose wirken vorzeitig gealtert.Tritt die Erkrankung bereits im Welpenalter auf, werden Wachstum und Hirnentwicklung stark beeinträchtigt (Kretinismus).
Ob die Schilddrüse ausreichend Hormone produziert, kann per Blutuntersuchung festgestellt werden. Andere Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden, da diese zu einem erhöhten Verbrauch an Schilddrüsenhormonen führen können und der Blutspiegel dadurch erniedrigt sein kann (Euthyroid Sick Syndrome).
Meist entsteht die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund durch eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift dabei das Schilddrüsengewebe an und zerstört es (lymphozytäre Thyreoiditis). Diese Form der Erkrankung ist vergleichbar mit der Hashimoto-Erkrankung des Menschen.
Schilddrüsentabletten, die den Hormonmangel ausgleichen, müssen lebenslang gegeben werden.
Hyperthyreose = Schilddrüsenüberfunktion. Kommt häufig bei der Katze vor, sehr selten beim Hund.
Schwefel gehört zu den Mineralstoffen. Im Futter und im Organismus kommt Schwefel hauptsächlich als Eiweißbestandteil vor (in den Aminosäuren Cystin und Methionin).
Wirkung im Organismus
Schwefel findet sich in Strukturproteinen, im Hormon Insulin, in den B-Vitaminen Biotin und Thiamin sowie im Gerinnungshemmer Heparin. Es wird für die Knorpelgesundheit benötigt (im Chondroitinsulfat) und zum Schutz der Körperzellen (in Form von Glutathion).

Dr. Hölter

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Selen ist ein Spurenelement, dass die Zellmembranen vor Schäden schützt.
Wirkung im Organismus
Selen wird in ein Enzym eingebaut, welches als Antioxidans die Zerstörung der Fette in den Zellmembranen verhindert (Glutathionperoxidase).
Der Selenbedarf hängt eng mit dem Vitamin-E-Bedarf zusammen, da beide sich in ihrer Schutzfunktion ergänzen. Ein Selen- und Vitamin-E-Mangel während der Trächtigkeit führt bei den Welpen zu Muskelschwäche und Problemen beim Schlucken, die tödlich enden können. Auch das Immunsystem ist bei Selenmangel beeinträchtigt, sodass eine Neigung zu häufigen Infekten entsteht. Wie bei allen Spurenelementen ist allerdings auch eine Überversorgung mit Selen ungesund. Sie kann Appetitmangel, Abgeschlagenheit und Störungen der Horn(haut)bildung hervorrufen (Aufsplitterung der Krallen, rissige Ballen).
Natürliche Quellen
Selenreich sind beispielsweise Fleisch, Fisch und Getreide.
Deutschland hat vergleichsweise selenarme Böden, besonders im süddeutschen Bereich (Bayern, Baden-Württemberg). Deshalb kann es bei Pferden, die mit einer reinen Heu-Hafer-Ration gefüttert werden, zu Selenmangelerscheinungen kommen.
Spirulina ist eine Blaualge (genauer ein Cyanobakterium) der Art Arthrospira platensis, die seit Jahrhunderten als Lebensmittel und zunehmend auch als nachhaltiges Futtermittel für Hunde und Katzen genutzt wird.
Ernährungsphysiologisch ist Spirulina vor allem als hochwertige Eiweißquelle bemerkenswert: Getrocknet besteht sie zu rund 60–70 % aus leicht verdaulichem Protein mit allen für den Hund essentiellen Aminosäuren. Daneben liefert sie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Eisen und weitere Mineralstoffe sowie natürliche Antioxidantien – darunter Beta-Carotin, Vitamin E und den charakteristischen blau-grünen Farbstoff Phycocyanin.
Zu den Effekten der Spirulina-Fütterung beim Hund gibt es erste kontrollierte Studien: In einer Untersuchung war die Darmflora von Hunden unter Spirulina-Fütterung stabiler und die Immunantwort stärker ausgeprägt als in der Kontrollgruppe (Satyaraj et al. 2021) – ein Hinweis auf einen präbiotischen Effekt. Viele weitere Eigenschaften wurden bislang vor allem an anderen Spezies untersucht und sind nicht automatisch übertragbar.
Wichtig ist, auf die Qualität von Spirulina-Produkten zu achten: Arthrospira platensis selbst bildet keine Cyanotoxine – unter ähnlichen Bedingungen können jedoch andere, toxinbildende Blaualgen wachsen. Eine kontrollierte Herkunft ist daher entscheidend für ein reines, sicheres Produkt. Für Dr. Hölter Produkte verwenden wir ausschließlich in Deutschland laborgeprüftes Spirulina-Pulver aus zertifiziertem Anbau.

Dr. Hölter

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Spurenelemente sind
Zu den Spurenelementen gehören z.B.: Eisen, Jod, Kupfer, Selen, Kobalt, Zink, Mangan und Fluorid.
Stärke gehört zu den leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Sie besteht aus aneinandergereihten Traubenzuckermolekülen (Glukose) und dient als Energiespeicher in Pflanzenzellen. In Hunde- und Katzenfutter ist Stärke das am häufigsten vorkommende Kohlenhydrat. Sie eignet sich gut als Energiequelle und ist für die Herstellung von Futterpellets bzw. Kroketten wichtig.[nbsp]
Krankheitsanzeichen.
Tagetes ist der wissenschaftliche Name der Studentenblume. Ihre gelb-orangefarbenen Blüten enthalten hohe Mengen des Farbstoffs Lutein, der in manchen Tierfuttermitteln enthalten ist. Er färbt das Futter nicht nur schön gelb-orange, sondern soll auch die Abwehrkräfte stärken und ebenso wie die anderen Carotinoide (z.B. Provitamin A) die Augengesundheit fördern.
Taurin ist eine für Katzen essentielle Aminosäure. Sie kann von Katzen nur in sehr geringen Mengen selbst hergestellt werden und muss deshalb im Katzenfutter enthalten sein, sonst kommt es zu Mangelerscheinungen. Hunde hingegen können normalerweise ausreichend Taurin aus den Aminosäuren Methionin und Cystein herstellen.
Wirkung im Organismus
Taurin wird nicht zur Eiweißherstellung verwendet, sondern erfüllt wichtige Stoffwechselfunktionen als freie Aminosäure. Beispielsweise wird Taurin für die Funktion von Herzmuskel und Netzhaut benötigt. Es dient zur Herstellung von Gallensäuren und bei Kätzinnen ist eine ausreichende Taurinzufuhr Voraussetzung für die Fortpflanzungsfähigkeit. Ein Taurinmangel bei Katzen äußert sich vor allem als Schädigung der Netzhaut (bei monatelangem Mangel bis hin zur Blindheit) und als Herzmuskelschwäche. Der Herzmuskel wird krankhaft gedehnt und das Herz vergrößert sich (dilatative Kardiomyopathie), kann sich aber bei Umstellung auf ein taurinreiches Futter in der Regel wieder erholen. Auch bei Hunden hat der Tauringehalt im Blut Auswirkungen auf den Herzmuskel.
Natürliche Quellen
Taurin ist nur in tierischen Futterquellen wie Fleisch, Fisch und Schalentieren enthalten. Katzen sind im Gegensatz zu Hunden reine Fleischfresser. Ihr hoher Taurinbedarf ist ein Grund, weshalb sie nicht mit Hundefutter ernährt werden können.
Thiamin ist eine wasserlösliches Vitamin, das zum Vitamin-B-Komplex gehört. Das auch Vitamin B1 genannte Thiamin wird unter anderem für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten (Zuckerverbindungen) benötigt. Ein Thiaminmangel beeinträchtigt die Funktion des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), weil es auf eine konstante Versorgung mit Kohlenhydraten angewiesen ist. Deshalb wird Thiamin auch manchmal "Stimmungsvitamin" genannt.
Natürliche Quellen
Thiamin kommt in vielen Futterquellen vor, z.B. in magerem Schweine- und Rindfleisch, Leber, Vollkorn oder Hülsenfrüchten. Es ist aber hitzeempfindlich und erfordert eine schonende Herstellung der Futtermittel. Viele Hersteller setzen dem Tierfutter deshalb extra Thiamin zu.
Ein Thiaminmangel entsteht nur selten und wenn, ist er meist auf "Thiaminhemmer" in der Nahrung zurückzuführen. Zum Beispiel enthalten bestimmte Fischsorten (z.B. Karpfen, Seehering, Hecht, Goldfisch) Enzyme, die Thiamin abbauen. Von Katzen oder auch Schlittenhunden, die mit rohem Fisch dieser Sorten gefüttert wurden, sind Thiaminmangelerscheinungen bekannt (Appetitlosigkeit, Apathie, Lähmungen und Krämpfe).

Dr. Hölter

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Topinambur ist ein amerikanischer Verwandter der Sonnenblumen und wird heute in vielen Teilen der Welt als Kulturpflanze angebaut.
Seine Wurzelknollen sind eine ballaststoffreiche Alternative zur Kartoffel und können an Hunde, Katzen und Pferde sowie viele andere Haustierarten verfüttert werden. Die dem Ingwer ähnlich sehenden Knollen sind inzwischen in vielen Supermärkten zu finden. Man kann statt der Topinambur auch die Topinambur sagen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Er ist kein Bestandteil einer Produktbeschreibung, kann jedoch Werbung für Dr. Hölter Produkte enthalten. Die vorgestellten Forschungsergebnisse, insbesondere Wirkmechanismen, können nicht ohne Weiteres auf individuelle Fälle oder Produkte übertragen werden. Bitte konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen zu Ihrem Tier stets einen Tierarzt.
Topinambur enthält keine bekannten giftigen Substanzen und kann roh oder gekocht, geschält oder mit geputzter Schale gefüttert werden.
In der Hunde- und Katzenernährung wird Topinambur hauptsächlich wegen seines hohen Gehalts an Inulin und Fructooligosacchariden (FOS, auch Oligofructose genannt) eingesetzt. Die Pflanze nutzt diese beiden Kohlenhydrate anstelle von Stärke als Energiespeicher.
Inulin und FOS werden im Gegensatz zur Stärke nicht im Dünndarm verdaut, sondern von nützlichen Darmbakterien (z.B. Laktobazillen und Bifidobakterien) im Dickdarm als Nahrung genutzt. Sie fördern dadurch deren Wachstum, das heißt sie dienen als Präbiotika (präbiotische Ballaststoffe). Deshalb kann die Fütterung von Topinambur zum Aufbau einer gesunden Darmflora (Mikrobiom) beitragen und die Darmgesundheit fördern.
Hinweis: Diät-Ergänzungsfuttermittel sind keine Arzneimittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Es wird empfohlen, vor der Fütterung oder bei Verlängerung der Fütterungsdauer den Rat eines Tierarztes einzuholen.
Weitere Einsatzmöglichkeiten von Topinambur bei Hund und Katze sind:
In Alleinfutter für Diabetiker, übergewichtige Tiere oder Hunde und Katzen mit Magen-Darm-Erkrankungen wird Topinambur gern als Inulin-Quelle genutzt.
Topinambur liefert außerdem besonders viel Kalium, aber auch Magnesium und Kalzium sowie Vitamin B1, B2, B3 (Niacin) und Vitamin C.
Laut Studien aus der Humanmedizin kann Topinambur beim Menschen auch zu einer Erhöhung der Kalziumaufnahme beitragen. Möglicherweise trifft dies auch auf unsere Haustiere zu.
Ist der Hund oder die Katze bisher nicht an die Fütterung von Präbiotika gewöhnt, sollte man zunächst nur kleine Mengen Topinambur füttern, da es sonst durch Gärung im Dickdarm zu Blähungen oder Bauchschmerzen kommen könnte.
Diabetikerkartoffel, Rossler, Ross-Erdapfel, Erdbirne, Jerusalem-Artischocke, Knollige Sonnenblume und viele weitere; wissenschaftlicher Name: Helianthus tuberosus
TGF-beta heißt auf deutsch "transformierender Wachstumsfaktor". Er dient als Signalmolekül (Zytokin), das Zellen anregt, sich zu vermehren (proliferativ) oder sich zu verschiedenen Zelltypen zu differenzieren.
TGF-beta ist sehr wichtig für die vorgeburtliche Entwicklung (Embryogenese), aber auch an vielen Vorgängen im erwachsenen Organismus beteiligt, beispielsweise bei der Wundheilung. Da TGF-beta die Kollagenbildung fördert, spielt es eine negative Rolle bei verschiedenen Erkrankungen, wie zum Beispiel Arthrose, Fibrosen von Leber und Lunge oder auch bei Erkrankungen des Herzmuskels.
Außerdem wirkt Transforming Growth Factor beta hemmend auf das Immunsystem sowie auf die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) und kann den programmierten Zelltod (Apoptose) auslösen.
Harnsäure (genauer das Salz der Harnsäure).
Urat ist ein Abbauprodukt des Stoffwechsels, das bei der normalen Zellerneuerung entsteht. Es wird bei den meisten Säugetieren weiter abgebaut zu Allantoin und dann mit dem Harn ausgeschieden. Einige Hunderassen (Dalmatiner, Englische Bulldoggen) scheiden jedoch auch[nbsp]Harnsäuresalz in größerem Umfang über den Urin aus und neigen deshalb zu Harnsteinen aus Urat.
Wortherkunft: lateinisch urina = Harn, Wortendung -at = Salz (chemische Verbindung aus metallischen und nichtmetallischen Ionen).
Leberenzym.
Zuständig für den Abbau von Harnsäure (Urat) zu Allantoin.
Harnsteinerkrankung.
Wortherkunft: lateinisch urina = Harn, lithus = Stein.
Harnvergiftung. Der Begriff Urämie bezeichnet die sichtbaren (klinischen) Symptome einer Vergiftung des Blutes mit Stoffen, die normalerweise über den Urin ausgeschieden werden.
Der oft synonym verwendete Begriff Azotämie bezeichnet nur den Anstieg harnpflichtiger Substanzen wie etwa Harnstoff und Kreatinin im Blut, also den Laborbefund. Bei einer Urämie besteht immer eine Azotämie, aber umgekehrt kann eine leichte Azotämie ohne Symptome vorkommen.
Neben erhöhten Harnstoff- und Kreatininwerten im Blut (Azotämie) sind Symptome einer Urämie bei Hund und Katze z.B.:
Gleichzeitig bestehen meist Symptome einer gestörten Nierenfunktion wie:
Die häufigste Ursache für eine Urämie bei Hund und Katze ist eine akut oder chronisch verringerte Nierenfunktion, verursacht durch eine Niereninsuffizienz bzw. ein Nierenversagen im fortgeschrittenen Stadium.
Bei einer Niereninsuffizienz können die Nieren nicht mehr genügend Stoffwechselprodukte aus dem Eiweißstoffwechsel filtern und über den Urin ausscheiden. Diese Stoffe reichern sich deshalb vermehrt im Blut an und vergiften den Körper.
Weitere mögliche Ursachen einer Urämie sind unter anderem Erkrankungen, die die Nierendurchblutung beeinträchtigen (z.B. Herzinsuffizienz) oder ein Harnstau (z.B. durch Harnsteine).
Eine Urämie stellt je nach Schweregrad eine lebensbedrohliche Situation dar. Meistens müssen die Tiere anfangs stationär (in der Praxis/Klinik) mit Medikamenten und Infusionen über mehrere Tage behandelt werden.
Ziel der Infusionsbehandlung ist es unter anderem, die Ausscheidung der giftigen Stoffe über den Urin zu fördern und das Blut zu “verdünnen”. Durch eine Futterumstellung auf eine Nierendiät (geringerer, aber hochwertiger Proteinanteil) entstehen weniger giftige Stoffwechselprodukte.

Royal Canin

Royal Canin

Royal Canin

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Die Verdaulichkeit eines Futters beschreibt, wie viel von der gefressenen Nahrung tatsächlich in den Organismus aufgenommen und verwertet werden kann. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, muss aber auf der Verpackung nicht deklariert werden.
Man unterscheidet zwischen scheinbarer Verdaulichkeit und wahrer Verdaulichkeit.
Die scheinbare Verdaulichkeit lässt sich einfach bestimmen, indem man z.B. schaut, wie viel Eiweiß (oder Fett oder Kohlenhydrate) gefressen wird und wie viel unverdauliches Eiweiß mit dem Kot wieder ausgeschieden wird. Dieser Wert ist allerdings ungenau, da der Körper z.B. auch mit den Verdauungssekreten eiweißartige Stoffe ausscheidet, die das Rechenergebnis mindern. Erst wenn man die normalen Nährstoffverluste über den Verdauungstrakt rausrechnet, erhält man die wahre Verdaulichkeit des Futters.
Anhand der gesetzlich vorgeschriebenen Deklaration können Sie die Verdaulichkeit in der Regel nicht einschätzen. Steht dort zum Beispiel "Fleisch und tierische Nebenprodukte" kann als Nebenprodukt zum Beispiel Herz enthalten sein, was gut verdaulich wäre, oder sehnen- und knorpelreiche Stücke, die weniger gut verdaulich sind. Bei manchen hochwertigen Futtermitteln ist die Verdaulichkeit deklariert oder Sie können sie beim Hersteller erfragen.
Es gibt aber einen ganz praktischen Anhaltspunkt für die Verdaulichkeit:
Je kleiner der Kothaufen ist, desto höher verdaulich ist das Futter.
Schon eine kleine Änderung der Verdaulichkeit macht viel aus, denn:
Eine Erhöhung der Verdaulichkeit um 10% reduziert die Kotmenge auf die Hälfte.
Ob Sie regelmäßig 150 g Hundehaufen oder 300 g Hundehaufen entsorgen müssen, wird Ihnen mit Sicherheit nicht entgehen. Allerdings ist eine größere Kotmenge manchmal auf eine medizinisch sinnvolle Beigabe von Ballaststoffen zurückzuführen, die zum Beispiel bei Welpenfutter die Reifung des Magen-Darm-Systems günstig beeinflussen. Nicht immer bedeutet ein großer Kothaufen also ein minderwertiges Futter.
Ein vernünftiges Trockenfutter sollte z.B. eine Verdaulichkeit von mindestens 85% aufweisen. Reines Muskelfleisch hat eine Verdaulichkeit von etwa 98%, während sehnige, also bindegewebsreichere Fleischstücke schlechter verdaulich sind. Auch pflanzliche Zutaten haben oft eine hohe Verdaulichkeit und sind nicht als "billige Füllstoffe" zu werten. Beispielsweise liegt die Eiweiß-Verdaulichkeit im Dünndarm von Sojaisolat bei 95%, die von Weizengluten bei 99%.
Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin. Ein Vitamin-A-Mangel führt zu Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen, Infektanfälligkeit (v.a. der Haut) und gestörter Wundheilung. Ein Vitamin-A-Überschuss hingegen führt unter anderem zu Skelettmissbildungen, Leberschäden und Haarausfall.
Wirkung im Organismus
Der Name Retinol bezieht sich auf die Bedeutung des Vitamin A für die Funktion der Netzhaut (Retina). Neben der Sehfähigkeit beeinflusst Vitamin A auch die Entwicklung des Embryos, die Funktion der Schilddrüse und die Fruchtbarkeit. Es wird für die Bildung von Hautzellen benötigt und unterstützt das Vitamin D bei der Regulation des Knochenstoffwechsels. Deshalb kann ein Vitamin-A-Überschuss z.B. bei Katzen zu einer überschießenden Verknöcherung der Halswirbelsäule führen. Vitamin A wird in der Leber gespeichert und kann diese bei einem Überangebot schädigen. Gerade ältere Tiere reagieren empfindlich auf zu hohe Vitamin-A-Gehalte im Futter (z.B. durch Überdosierung von Vitaminpräparaten oder Leberfütterung).[nbsp]
Natürliche Quellen
Hunde können, wie die meisten anderen Säugetiere auch, Vorstufen von Vitamin A (z.B. Provitamin A = Beta-Carotin) verstoffwechseln, wie sie in vielen Pflanzen enthalten sind; in größeren Mengen z.B. in Karotten oder Spinat. Katzen hingegen können das nicht und müssen aktives Vitamin A mit der Nahrung aufnehmen. Aktives Vitamin A findet sich vor allem in tierischen Produkten wie Leber, Lebertran, Milch und Eigelb.
B-Vitamine sind eine Gruppe wasserlöslicher Vitamine, die im Körper eng zusammenwirken. Sie arbeiten als sogenannte Coenzyme – unverzichtbare Helfer zahlreicher Stoffwechselreaktionen – allen voran bei der Gewinnung von Energie aus der Nahrung. Ein B-Vitamin-Komplex vereint mehrere dieser Vitamine, die sich in ihren Aufgaben ergänzen:
Da B-Vitamine wasserlöslich sind, werden sie – mit Ausnahme von B12, das in der Leber gespeichert wird – kaum im Körper vorgehalten und müssen regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. In Phasen mit erhöhtem Bedarf, etwa bei starker körperlicher Belastung, im Wachstum, im höheren Alter oder in der Rekonvaleszenz, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Dr. Hölter

Dr. Hölter
wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine.
Vitamin B12 ist wichtig für die Wirkung verschiedener Enzyme sowie Stoffwechselprozesse und kommt in fast allen Körperzellen vor. Es ist wichtig für die Zellteilung, zum Beispiel die Blutbildung und die Bildung von Nervenscheiden (Myelin).
Die Symptome eines Vitamin B12 Mangels bei Hunden und Katzen sind sehr unspezifisch, wie etwa Abgeschlagenheit, Abmagerung und Blutarmut (Anämie), evtl. auch Durchfall und neurologische Störungen.
Vitamin B12 wird im Gegensatz zu anderen wasserlöslichen Vitaminen in größeren Mengen im Körper gespeichert, vor allem in der Leber.
Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Die Darmflora von Pflanzenfressern ist in der Lage, sie mit genügend Vitamin B12 zu versorgen. Hunde und Katzen hingegen müssen Vitamin B12 zusätzlich über das Futter aufnehmen, da ihre Darmflora es nicht in ausreichender Menge produzieren kann.
Mit einem Alleinfutter für Hunde und Katzen ist der Vitamin B12-Bedarf bei gesunden Tieren ausreichend abgedeckt. Ein Mangel an Vitamin B12 ist bei bestimmten Erkrankungen zu erwarten. Dazu gehören:
Vitamin B12 kommt nur in Futtermitteln tierischer Herkunft ausreichend vor, besonders hohe Gehalte finden sich in der Leber. Auch Nieren, Muskelfleisch, Milchprodukte und Fisch enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin B12.
Pflanzliche Futtermittel enthalten praktisch kein Vitamin B12. Hunde, die mit selbst zubereiteten Rationen vegan oder vegetarisch ernährt werden, sollten deshalb stets eine Ergänzung mit Vitamin B12 erhalten.
Cyanocobalamin, Kobalamin, Coenzym B12, extrinsic factor, Antiperniziosa-Faktor

Dr. Hölter

Dr. Hölter

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Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin. Von den meisten Tieren kann Ascorbinsäure aus Glukose selbst hergestellt und muss nicht unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Ausnahme sind Menschen und Meerschweinchen. Bei ihnen führt ein Vitamin-C-Mangel in der Nahrung zu Skorbut.
Allerdings können auch Hunde und Katzen bei Störungen des Leberstoffwechsels einen Vitamin-C-Mangel entwickeln.
Wirkung im Organismus
Vitamin C ist ein Antioxidans, das Schäden an der Erbsubstanz verhindert und das Immunsystem stärkt. Deshalb wird es gern Seniorfutter zugesetzt. Außerdem wird Ascorbinsäure für den Aufbau von Kollagen benötigt, dem wichtigsten Bestandteil von Knochen-, Zahn- und Bindegewebe. Skorbut tritt auf, wenn Vitamin C über mehrere Wochen und Monate in der Nahrung fehlt. Sie ist durch Knochen- und Knorbelfehlbildungen, Zahnfleischbluten, Zahnausfall, Infekanfälligkeit, gestörte Wundheilung, Blutungen und Blutarmut gekennzeichnet.
Natürliche Quellen
Vitamin C ist in Obst und Gemüse reichlich vorhanden, vor allem in Zitrusfrüchten. Als Antioxidans wird Vitamin C leicht durch Hitze und Licht zerstört, weshalb eine kühle, dunkle Lagerung von Vitamin-C-Präparaten wichtig ist. Als Antioxidans in Futtermitteln trägt Ascorbinsäure die E-Nummer E 300.
Vitamin D (Calciferol) reguliert zusammen mit der Nebenschilddrüse den Knochenstoffwechsel. Manche Wissenschaftler stufen es eher als Hormon ein und nicht als Vitamin. Ein Mangel an Vitamin D führt zu Knochenerweichung (Osteomalazie) und einer Überfunktion der Nebenschilddrüse. Bei wachsenden Tieren werden die typischen Knochenverkrümmungen durch Vitamin-D-Mangel als Rachitis bezeichnet. Ein Überschuss an Vitamin D äußert sich hingegen als Kalziumüberschuss im Blut, der zur Verkalkung von Organen führen kann.
Wirkung im Organismus
Vitamin D sorgt dafür, das im Blut ausreichend Kalzium und Phosphor für die Mineralisierung der Knochen vorhanden ist, indem es z.B. die Kalziumaufnahme im Darm stimuliert. Mit dem Futter werden v.a. Vorstufen des Vitamins (Provitamine) aufgenommen. Zum Beispiel Vitamin D3, das als Speicherform des aktiven Vitamins dient. Im Organismus werden die Provitamine dann durch verschiedene Reaktionen in Leber und Niere,aktiviert. Vor allem Nierenerkrankungen können deshalb zu Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel führen.
Neben der Wirkung im Knochenstoffwechsel wurden in den letzten Jahren auch immer mehr andere wichtige Funktionen des Vitamin D beim Menschen entdeckt. Bei Hund und Katze ist die Forschung noch lange nicht so weit, doch scheint es auch hier einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln im Blut und chronischen Erkrankungen zu geben.
Natürliche Quellen
Die meisten Futtermittel enthalten nur sehr wenig oder kein Vitamin D. In Leber, einigen fettreichen Fischarten und Eigelb ist hingegen viel Vitamin D enthalten. Hohe Vitamin-D-Gehalte findet man in Fischölen, vor allem in Lebertran.
Menschen können mithilfe ultravioletter Strahlen des Sonnenlichts Vitamin D3 herstellen. Dies ist bei Hunden und Katzen jedoch anders. Sie sind vollständig auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen.
Vitamin E (Tocopherol) ist ein Antioxidans. Es verhindert das Ranzigwerden, also den Verderb von Fetten (chemisch: Oxidation).
Im Körper stabilisiert es auf diese Weise die Körperzellmembranen und schützt dadurch die Zellen. In Futtermitteln sorgt es für eine lange Haltbarkeit und verhindert, das die für unsere Tiere wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren durch Oxidation zu gesättigten Fettsäuren werden. Futtermittel mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sollten deshalb auch einen hohen Gehalt an Vitamin E aufweisen.
Natürliche Quellen
Viele Pflanzen enthalten Vitamin E. Vitamin-E-reich sind z.B. Weizenkeime, Maisöle, Sojabohnen oder Sonnenblumenkerne. Außerdem findet sich Vitamin E in fast allen Körpergeweben, allen voran in der Leber, die als Vitamin-E-Speicher dient. Wie alle Antioxidantien wird Vitamin E durch Sonnenlicht oder Hitze, also bei falscher Lagerung des Futters, leicht zerstört.
Vitamin K (Phyllochinon) ist ein fettlösliches Vitamin und wichtig für die Blutgerinnung. In Rattengift sind häufig Cumarine enthalten, die als Gegenspieler von Vitamin K die Blutgerinnung hemmen und zu inneren Blutungen führen. Eine Cumarin-Vergiftung bei Hunden und Katzen wird deshalb mit Vitamin K behandelt.
Wirkung im Organismus
Vitamin K wird für die Synthese von Blutgerinnungsfaktoren in der Leber benötigt. Ein Mangel an Vitamin K führt deshalb zu Blutungsneigung. Schäden an Blutgefäßen können nicht abgedichtet werden, sodass Blut austritt und zu inneren Blutungen oder verlängerter Blutungszeit bei Hautwunden führt. [nbsp]
Natürliche Quellen
Die meisten Futtermittel enthalten nur wenig Vitamin K. Allerdings bilden die Bakterien der normalen Darmflora Vitamin K, sodass ein Mangel eigentlich nur entsteht, wenn diese Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Das kann z.B. bei Durchfallerkrankungen passieren oder bei einer längerfristigen Antibiotika-Behandlung.[nbsp]
Vitamine sind Stoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der tierische Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Man unterschiedet fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (z.B. B und C). Erste Anzeichen für einen Vitaminmangel sind z.B. häufige Infekte oder mangelnde Fruchtbarkeit.
Wirkung im Organismus
Vitamine regulieren lebenswichtige Stoffwechselvorgänge im Körper. Ein Vitaminmangel (Hypovitaminose) führt deshalb zu Krankheiten, z.B. Vitamin-C-Mangel (bei Menschen und Meerschweinchen) zu Skorbut oder Vitamin-D-Mangel zu Rachitis.
Allerdings kann auch ein Vitaminüberschuss (Hypervitaminose) gefährlich werden. Zu einem solchen Überschuss kommt es eher bei den fettlöslichen Vitaminen, da der Körper sie (im Gegensatz zu den wasserlöslichen) in der Leber speichern kann. Deshalb ist die Fütterung von Leber in größeren Mengen nicht empfehlenswert.
Der gesamte Eiinhalt, also Eiweiß und Eigelb.
Erbrechen.
Wachstumsfaktoren sind Signalmoleküle, die der Kommunikation von Zellen untereinander dienen. Sie regen Zellen an, sich zu vermehren und/oder sich weiterzuentwickeln (zu differenzieren). Es gibt viele verschiedene Wachstumsfaktoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Eine wichtige Rolle spielen sie zum Beispiel in der embryonalen Entwicklung, der Wundheilung und Geweberegeneration, aber auch bei der Steuerung der Immunantwort.
Die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus)ist die wild wachsende, europäische Verwandte der größeren Kulturheidelbeere (V. corymbosum). Anders als Kulturheidelbeeren ist bei Wildheidelbeeren auch das Fruchtfleisch blau gefärbt – ein Hinweis auf ihren besonders hohen Gehalt an Anthocyanen. Diese blau-violetten sekundären Pflanzenstoffe zählen zu den Polyphenolen und sind für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt.
Die Fütterung zusätzlicher Antioxidantien ist vor allem in Belastungssituationen nützlich: Körperliche Belastung steigert im Körper den oxidativen Stress, also die Bildung freier Radikale, die Zellen schädigen können. Polyphenole wie die Anthocyane der Heidelbeere können solche Radikale abfangen. Schlittenhunde und Diensthunde, die mit Heidelbeeren gefüttert wurden, zeigten nach körperlicher Belastung weniger Anzeichen für oxidativen Stress im Blut (Dunlap et al. 2006; Mancini et al. 2019).
Getrocknete Heidelbeeren enthalten außerdem viele Gerbstoffe (Tannine) und präbiotische Ballaststoffe wie Pektin. Gerbstoffe wirken adstringierend, also zusammenziehend auf die Schleimhäute – ein Grund, warum getrocknete Heidelbeeren traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden und Durchfall gegessen wurden. Pflanzliche Polyphenole können im Dickdarm zusätzlich einen präbiotischen Effekt entfalten, also nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen.
In der Tierernährung werden Waldheidelbeeren als natürliche Zutat meist zur ernährungsphysiologischen Unterstützung der Verdauung eingesetzt.

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter

Dr. Hölter
Säugetiere bestehen zu etwa 70 % aus Wasser und bereits ein Verlust von etwa 10 % dieses Körperwassers ist tödlich. Entsprechend wichtig ist eine ausreichende tägliche Wasseraufnahme mit dem Futter und durch Trinken. Der Wasserbedarf ist zum Beispiel abhängig vom Salzgehalt des Futters, der körperlichen Belastung und der Umgebungstemperatur.[nbsp]
Wirkung im Organismus
Wasser dient als Lösungsmittel, das für Stoffwechselreaktionen und die Verdauung unverzichtbar ist, als Transportmedium und zur Kühlung (etwa durch Hecheln oder Schwitzen). Die Regulation des Wasserhaushalts übernehmen in erster Linie die Nieren.
Weihrauch ist das getrocknete Harz des Boswellia-Baums, der in Afrika, Arabien und Indien wächst. In Ergänzungsfuttermitteln für Hunde wird meist indischer Weihrauch (Boswellia serrata) verwendet.
Das Weihrauchharz enthält Boswelliasäuren mit entzündungshemmenden Eigenschaften.
Trotz seiner Jahrtausende langen Geschichte als ayurvedisches Heilmittel wird Weihrauch erst seit einigen Jahrzehnten intensiv von Human- und zunehmend auch Tiermedizinern erforscht. Im Labor zeigte sich, dass Boswelliasäuren an ein wichtiges entzündungsförderndes Enzym (5-LOX) binden und seine Wirkung umkehren, sodass es entzündungshemmende Botenstoffe produziert.
Humanmediziner erforschen und nutzen diesen Effekt bei verschiedenen chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie z.B. Arthrose, Morbus Crohn oder Asthma.
In der Tiermedizin existieren bislang vor allem Studien zu Weihrauch für Hunde mit Gelenkerkrankungen (v. a. Arthrose), wo er unterstützend eingesetzt wird. Weihrauch kann bei Hunden auch vorbeugend zur Stärkung der Gelenke verwendet werden, z.B. bei Junghunden großer Rassen, sehr sportlichen, übergewichtigen oder zu Gelenkerkrankungen neigenden Hunden.
Wird Weihrauch mit anderen gelenkunterstützenden Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Grünlippmuschel oder auch UC-IIⓇ-Kollagen kombiniert, ergänzen sich die positiven Effekte auf den Gelenkstoffwechsel.
Weihrauch ist für Hunde sehr gut verträglich, nur bei sehr hoher Dosierung zeigen manche Hunde leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Blähungen.
Weihrauch wird über ähnliche Stoffwechselwege abgebaut wie bestimmte, häufig bei Arthrose verschriebene Schmerzmittel (NSAIDs). Daher kann es passieren, dass Wirkungen und Nebenwirkungen des Schmerzmittels verstärkt werden, weil es langsamer abgebaut wird und sich dadurch im Körper anreichert.
Die Fütterung von Weihrauch in Kombination mit Schmerzmitteln sollte daher mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.
Weihrauchharz, Olibanum, Boswellienharz, Salai Guggal
Yucca schidigera, die Mohave-Palmlilie, ist eine Pflanze aus den Trockenregionen im Südwesten Nordamerikas.
Yucca schidigera wird Hunde- und Katzenfutter vor allem zugesetzt, um den Kotgeruch zu mindern und die mikrobielle Aktivität im Darm günstig zu beeinflussen. Als Wirkmechanismen werden u.a. eine Hemmung bakterieller Enzyme, eine Veränderung der Darmmikrobiota durch Saponine sowie die Bindung von Ammoniak diskutiert.
Zellulose ist der wichtigste "Baustoff" aller Pflanzen. Die Zellwände von Pflanzenzellen bestehen aus Zellulose und in Form langer, fester Zellulosefasern geben sie z.B. Bäumen Stabilität.
Als unlöslicher Faserstoff kann Zellulose von Hunden und Katzen kaum oder gar nicht verdaut werden. Pflanzenfresser wie Pferde oder Kaninchen haben sich hingegen auf die Verdauung von Zellulosefasern spezialisiert. Bei der Fütterung von Hunden und Katzen wird die schwer verdauliche Zellulose zum Beispiel in Diätfuttern zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Sie reduziert die Verdaulichkeit anderer Futterinhaltsstoffe und fördert eine schnellere Darmpassage. Bei zuckerkranken Hunden und Katzen hilft ein hoher Fasergehalt im Futter, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.
Das Spurenelement Zink ist besonders wichtig für das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit.
Wirkung im Organismus
Zink ist Bestandteil vieler Enzyme und dadurch an den Verschiedensten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Beispielsweise wird es für den Aufbau von Eiweißen und Erbsubstanz (DNA) benötigt, also immer dann, wenn neue Zellen gebildet werden sollen. Zinkmangel führt zu Abwehrschwäche und Unfruchtbarkeit, Bindehautentzündung, Haarausfall und Hauterkrankungen. Bei Jungtieren macht sich ein Zinkmangel vor allem als verzögertes Wachstum bemerkbar. Manche Hunderassen neigen zu einem erblich bedingten Zinkmangel, z.B: Dobermann, Deutsche Dogge, Sibirischer Husky, Alaskan Malamute, Bullterrier.
Papageien reagieren sehr empfindlich auf ein Überangebot von Zink, weshalb Papageienkäfige nicht verzinkt sein dürfen.
Natürliche Quellen
Zinkreich sind z.B. Leber, Soja, Rinder- und Lammfleisch, Hafer und Mais. Die Zusammensetzung des Futters beeinflusst, wie gut das darin vorhandene Zink vom Körper aufgenommen werden kann. Zink aus tierischen Futterquellen ist meist besser verfügbar als pflanzliches. Hohe Kalzium-, Eisen- und Kupferwerte im Futter beeinträchtigen die Zinkaufnahme.
Zusatzstoffe werden Nahrungsmitteln aus verschiedenen Gründen zugesetzt. Was ins Tierfutter darf, ist EU-rechtlich geregelt (EG-Verordnung Nr. 1831/2003) und durch die "Futtermittelverordung" in deutsches Recht umgesetzt. Die Gesetze legen fest, dass ein Futtermittelzusatzstoff sich nicht schädlich auf die Gesundheit von Tier und Mensch oder auf die Umwelt auswirken darf und den Verbraucher nicht irreführen darf.
Man unterscheidet folgende Arten von Zusatzstoffen:
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe wie Vitamine, Spurenelemente oder essenzielle Aminosäuren, die der Organismus benötigt. Für manche dieser Zusatzstoffe sind Höchstmengen festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen.
Technologische Zusatzstoffe wie:
Sensorische Zusatzstoffe sind Aromen und Farbstoffe, die Geschmack und Aussehen positiv beeinflussen sollen.
Zootechnische Zusatzstoffe sind beispielsweise Probiotika, die die Darmflora stabilisieren.
Blasenentzündung.
Zytokine sind Eiweiße (Peptide), die das Wachstum und die Entwicklung von Zellen stimulieren. Sie werden hauptsächlich von Immunzellen gebildet und spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Krankheitserreger oder Toxine, also auch bei allen Entzündungsreaktionen. Manche Zytokine werden auch als Wachstumsfaktoren bezeichnet, andere als Mediatoren (Botenstoffe). Zu den Zytokinen gehören: